Objektverwalter/Objektverwalterin (Immobilien)
Auch bekannt als: Hausverwalter/in · Immobilienverwalter/in ·
Über den Beruf
Objektverwalter/innen planen und steuern den gesamten Lebenszyklus von Miet- und Eigentumsimmobilien. Sie kalkulieren Wirtschaftspläne, überwachen den Zahlungsverkehr und legen Rücklagen für Instandhaltungen an. Für Eigentümer organisieren sie Versammlungen, präsentieren Kennzahlen, beraten bei der Auswahl neuer Mieter und schließen Verträge ab. Treten Mieterwechsel auf, prüfen sie den Zustand der Räume, veranlassen Schönheitsreparaturen und koordinieren die Schlüsselübergabe. Technische Aufgaben gehören ebenfalls dazu: Sie beauftragen Handwerks- oder Facility-Dienstleister, kontrollieren Wartungen an Heizungs- und Aufzugsanlagen und begleiten Sanierungen zur Energieeinsparung. Als erste Anlaufstelle beantworten sie Fragen zu Nebenkosten, klären Rechtsfragen des Miet- und Wohnungseigentumsrechts und mahnen ausstehende Zahlungen an. In Ferienanlagen übernehmen sie zusätzlich Reservierungen, begrüßen Gäste und rechnen Aufenthalte ab.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird oft eine Aus- oder Weiterbildung im Immobilienmanagement oder ein passendes Studium vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Objektverwalter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.486 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region kannst du zwischen 3.443 € und 5.869 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Objektverwalter/in?
Die Berufsaussichten als Objektverwalter/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerber/innen in die Karten. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, wodurch langfristig weniger Jobs entstehen. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass nur wenige Stellen durch Renteneintritte frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Objektverwalter/in?
Die Tätigkeit spielt sich überwiegend im Büro und am Bildschirm ab, wechselt jedoch häufig zwischen kaufmännischen Aufgaben und direktem Kundenkontakt. Du solltest dich auf viel PC-Arbeit sowie Telefonate einstellen und damit rechnen, dass Besichtigungen oder Eigentümerversammlungen auch abends oder am Wochenende stattfinden.
Womit arbeitet man als Objektverwalter/in?
Wichtige Arbeitsmittel sind Unterlagen wie Mietverträge, Nebenkosten- und Jahresabrechnungen sowie Wirtschaftspläne. Im Büro arbeitest du vor allem mit PC, Internetzugang und Telefon, während bei Objektbegehungen die Immobilien selbst im Fokus stehen.
Kann man sich als Objektverwalter/in selbständig machen?
Objektverwalter/innen können sich selbständig machen, etwa mit einer eigenen Verwaltungsagentur für Immobilien oder einem Dienstleistungsbetrieb rund um Gebäudebewirtschaftung. Dabei bestimmst du dein Geschäftsmodell selbst und baust dir einen eigenen Kundenstamm auf.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Objektverwalter/in?
Fachliche Updates bieten Lehrgänge rund um Haus- und Grundstücksverwaltung, Facility Management oder Finanz- und Rechnungswesen. Auch Seminare zu Energieversorgung, Instandhaltung, Bauschadensanierung oder Kundenservice halten dein Know-how frisch.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Objektverwalter/in?
Mit einer Aufstiegsweiterbildung zum/zur Immobilienfachwirt/in kannst du leitende Aufgaben übernehmen. Anschließend eröffnet ein Bachelor- oder Masterstudium in Immobilienwirtschaft, Facility-Management oder Technischem Gebäudemanagement den Weg in strategische Positionen. Wer noch tiefer einsteigen will, kann in diesen Fächern promovieren und in Forschung oder Hochschullehre Karriere machen.
