Fachmann für Gebäudebewirtschaftung/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung
Auch bekannt als: Objektmanager/in
Über den Beruf
Fachleute für Gebäudebewirtschaftung steuern den kompletten Lebenszyklus von Immobilien. Sie kalkulieren Investitionen, vergleichen, ob sich die Reparatur einer alten Klimaanlage noch lohnt oder ein neues System wirtschaftlicher ist. Während Bau- oder Sanierungsphasen überwachen sie Zeitpläne, prüfen Schalt- und Installationspläne und kontrollieren, ob Brandschutz- und Energiestandards eingehalten werden. Ist ein Gebäude in Betrieb, legen sie Reinigungs-, Wartungs- und Predictive-Maintenance-Intervalle fest, beauftragen Servicefirmen und checken Rechnungen. Vernetzte Gebäudeleittechnik nutzen sie, um Energieflüsse zu analysieren und den Verbrauch mithilfe von Home-Energy-Management-Systemen zu senken. Sie führen Teams, weisen Personal in neue Anlagen ein und handeln Konditionen mit Lieferanten aus. Gegenüber Eigentümern und Nutzerinnen präsentieren sie Kennzahlen und schlagen Maßnahmen vor, die Kosten reduzieren und den Wert der Immobilie erhalten.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. abgeschlossene Berufsausbildung im gewerblich-technischen oder kaufmännischen Bereich
- Berufserfahrung im Facility-Management oder in der Gebäudebewirtschaftung
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.605 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.576 € und 5.986 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung?
Die Dauer ist sehr unterschiedlich, weil sie vom Bildungsanbieter, der Unterrichtsform (Voll- oder Teilzeit) und deinem Lerntempo abhängt. Informiere dich daher direkt bei den Kurs- oder Kammeranbietern, ob der Lehrgang wenige Monate oder ein längeres, berufsbegleitendes Format umfasst.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung?
Die Berufsaussichten als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung sind ausgeglichen. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt aktuell dafür, dass offene Stellen schwer zu besetzen sind – das spielt Jobsuchenden in die Karten. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was langfristig das Stellenangebot verringern kann. Zudem gibt es in diesem Beruf weniger Altersabgänge als in vielen anderen, sodass weniger Posten allein durch Renteneintritte frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung?
Gefragt ist der souveräne Umgang mit vernetzten Gebäudesystemen – von Connected-Buildings-Plattformen bis zu Home-Energy-Management-Systemen. Du solltest digitale Bau- und Dokumentenmanagementsysteme bedienen können, um Bauakten oder Wartungsunterlagen abzurufen. Kenntnisse in Predictive Analytics und Predictive Maintenance helfen dir, Instandhaltungs- und Energiekosten mithilfe von Sensordaten zu optimieren. Auch Lösungen aus dem Ambient-Assisted-Living-Umfeld rücken zunehmend in den Arbeitsalltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung?
Der Job wechselt zwischen Bildschirmarbeit im Büro, Kundengesprächen und Terminen auf Baustellen oder in Bestandsgebäuden. Du musst also flexibel zwischen Planung am Rechner und Kontrollgängen vor Ort umschalten und dabei häufig mit Eigentümer/innen, Dienstleistern und Handwerksbetrieben abstimmen.
Womit arbeitet man als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung?
Du hast es täglich mit kaufmännischen Unterlagen wie Investitionsplänen, Rentabilitätsberechnungen und Leistungsverzeichnissen zu tun und prüfst Reparatur- oder Wartungsaufträge. Technisch begleitest du Beleuchtungs-, Heizungs-, Lüftungs- und Sicherheitsanlagen und nutzt dafür Laptop, Gebäudemanagement-Software sowie mobiles Internet. Telefon und Videokonferenzsysteme unterstützen dich in der Abstimmung mit Dienstleistern und Kundschaft.
Kann man sich als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung selbständig machen?
Ja, viele Fachleute gründen ein eigenes Dienstleistungsunternehmen im Facility-Management oder übernehmen die Komplettbetreuung einzelner Objekte. Als Selbständige/r organisierst du Instandhaltung, Reinigung und Energiemanagement für Kund/innen und kalkulierst dafür eigenständig Verträge und Budgets.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung?
Um fachlich up to date zu bleiben, kannst du dich in Themen wie Immobilienwirtschaft, Facility-Management, Controlling oder Finanz- und Rechnungswesen weiterqualifizieren. Spezialisierte Kurse zu Glas- und Fassadenreinigung, energetischer Sanierung oder professionellem Kundenservice schärfen zusätzlich dein Profil.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachmann/Fachfrau für Gebäudebewirtschaftung?
Für den nächsten Karriereschritt bietet sich vor allem ein Bachelor- oder Masterstudium in Immobilienwirtschaft, Facility-Management oder Technischem Gebäudemanagement an. Mit einem akademischen Abschluss kannst du Leitungsfunktionen übernehmen, komplexe Immobilienportfolios steuern oder in die strategische Unternehmensentwicklung wechseln.
