Vorarbeiter/Vorarbeiterin im Berg- und Tagebau – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Vorarbeiter/Vorarbeiterin im Berg- und Tagebau

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsorteüber Tage im Freien · unter Tage
Offene Stellen4

Über den Beruf

Vorarbeiter und Vorarbeiterinnen im Berg- und Tagebau koordinieren den gesamten Förderprozess im Schacht oder in der Grube. Sie teilen Fach- und Hilfkräften ihre Aufgaben zu, überwachen Zeitpläne und greifen selbst zu, wenn komplizierte Arbeitsschritte anstehen. Dabei bedienen sie Bohrgeräte, Tunnelvortriebsmaschinen oder Fördereinrichtungen, warten die Technik und beseitigen Störungen. Sie kontrollieren Streckenbelüftung und Stützsysteme, bauen Träger ein und sichern so Fahrwege und Schächte. Für Sprengungen bohren sie Ladelocher, prüfen das Gestein und protokollieren jeden Arbeitsschritt. Laufend kontrollieren sie Fördermengen und Qualität des abgebauten Materials und veranlassen bei Abweichungen Korrekturen. Sicherheit, Umweltschutz und Unfallverhütung haben dabei höchste Priorität: Gefährdungen erkennen, Schutzmaßnahmen festlegen und die Einhaltung der Vorschriften dokumentieren. Durch vorausschauende Planung und klare Ansagen halten sie Materialstrom und Teamleistung auf Kurs.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird oft eine Ausbildung im Bergbau zusammen mit passender Berufserfahrung vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Vorarbeiter/in im Berg- und Tagebau?

Vorarbeiter/innen im Berg- und Tagebau verdienen typischerweise 4.712 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Unternehmensgröße und Region kannst du zwischen 3.884 € und 5.486 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Vorarbeiter/in im Berg- und Tagebau?

Die Berufsaussichten als Vorarbeiter/in im Berg- und Tagebau sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und Arbeitgeber werden langfristig leichter Personal finden, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern steigen kann. Viele Altersabgänge sind angekündigt, sodass dennoch zusätzliche Stellen frei werden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Vorarbeiter/in im Berg- und Tagebau?

Die Arbeit spielt sich sowohl unter Tage als auch im Freien ab und ist von Lärm, Vibrationen, Staub sowie starken Temperaturschwankungen geprägt. Du trägst permanente Schutzausrüstung – etwa Helm mit Geleucht, Staubmaske, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe – und bedienst schwere Maschinen wie Bohr- oder Tunnelvortriebsgeräte, häufig bei künstlicher Beleuchtung.

Womit arbeitet man als Vorarbeiter/in im Berg- und Tagebau?

Zum Equipment gehören detaillierte Betriebs- und Bohrpläne, Maschinen- und Anlagenzeichnungen sowie Messgeräte. Im Einsatz sind außerdem Tunnelvortriebsmaschinen, Bohrgeräte, Förderanlagen, Pumpen und Gebläse; für die Sicherung und Förderung nutzt du Metallträger, Beton, Sprengmittel, Öle und Fette.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Vorarbeiter/in im Berg- und Tagebau?

Fachspezifische Kurse zu Rohstoffgewinnung, Qualitätsmanagement oder Baumaschinenführung halten dein Know-how aktuell. Ergänzend kannst du dich in Teamführung, Hydraulik, Pneumatik oder hybrider Steuerungstechnik fit machen und so deine Chancen auf Leitungsaufgaben verbessern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Vorarbeiter/in im Berg- und Tagebau?

Eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur Techniker/in für Bergbautechnik, Geologietechnik oder Bohrtechnik (Bachelor Professional in Technik) eröffnet zusätzliche Führungsverantwortung. Entscheidest du dich danach für einen Bachelor in Geotechnologie oder Rohstoffingenieurwesen, kannst du in Projektleitung oder technische Entwicklung aufrücken. Dort übernimmst du Budget- und Personalverantwortung.

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