Berg- und Maschinenmann/Berg- und Maschinenfrau Fachrichtung Transport und Instandhaltung
Über den Beruf
Berg- und Maschinenleute der Fachrichtung Transport und Instandhaltung montieren, bedienen und demontieren Transportbänder, Hängebahnen und Schienensysteme in Bergwerken. Sie richten die Strecken für Material- und Personentransporte ein, installieren Signal- und Verständigungseinrichtungen und verlegen Rohr- und Schlauchleitungen für Wasserhaltung sowie Frischluft. Verschmutzte Anlagen reinigen sie, schmieren bewegliche Teile, tauschen Dichtungen, Filter oder ganze Baugruppen aus und schützen Stahlbauteile vor Korrosion. Mithilfe von Datenbrillen prüfen sie Kennwerte, steuern autonome Transportsysteme und nutzen Predictive-Maintenance-Software, um Ausfälle früh zu erkennen. Auch Pumpen für die Grubenentwässerung richten sie ein und halten sie betriebsbereit. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass Erz, Kohle oder Salz reibungslos aus dem Stollen an die Oberfläche gelangen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Berg- und Maschinenmann/-frau?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.712 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region verdienst du zwischen 3.884 € und 5.486 €.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst schwere Bauteile, verlegst Leitungen in engen Stollen und bedienst handgeführte Maschinen. Ausdauer, Kraft in Rücken und Armen sowie Beweglichkeit sind deshalb wichtig, ebenso die Bereitschaft, Hitze, Kälte oder Zugluft unter Tage auszuhalten.
Welche Schulfächer sind wichtig für die Ausbildung?
Wichtige Schulfächer sind Werken/Technik und Mathematik. Technische Vorkenntnisse helfen dir beim Umgang mit Maschinen, Mathe brauchst du für Berechnungen von Querschnitten, Gewichten und Transportgeschwindigkeiten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen unter Tage?
Die Arbeitsbedingungen gelten als anspruchsvoll. Du trägst Helm, Schutzbrille und oft Atemschutz, arbeitest bei Maschinenlärm, Staub und Schmierstoffen. Künstliches Licht, Hitze, Kälte oder Nässe gehören ebenso zum Alltag wie Arbeiten im Freien bei Wind und Wetter.
Welche digitalen Skills braucht man als Berg- und Maschinenmann/-frau?
Digitale Technik gewinnt im Bergbau an Bedeutung. Du setzt Augmented-Reality-Brillen für Wartungsanleitungen ein, steuerst autonome Transportsysteme und nutzt Predictive-Maintenance-Software, um Ausfälle früh zu erkennen. Außerdem wartest du Bergbau- oder Instandhaltungsroboter und überwachst Anlagen mit Wearables.
Wie sind die Berufsaussichten als Berg- und Maschinenmann/-frau?
Die Berufsaussichten als Berg- und Maschinenmann/-frau sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Zugleich finden Arbeitgeber künftig schneller Personal, weshalb die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig steigt.
Womit arbeitet man in diesem Beruf?
Berg- und Maschinenleute arbeiten mit Bergbaumaschinen, Förder- und Belüftungsanlagen sowie Signaleinrichtungen. Du nutzt Hebezeuge, Mess- und Prüfgeräte sowie Handwerkzeuge und verarbeitest Materialien wie Schläuche, Dichtungen, Rohre, Öle und Fette. Pläne, Sicherheitsvorschriften und Pocket-PCs unterstützen dich bei Planung und Dokumentation.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Es gibt vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Kurse zu Hydraulik, Pneumatik oder hybriden Steuerungstechniken vertiefen dein Technik-Know-how. Schulungen im Baugeräte- und Baumaschinenbereich, in Wartung und Instandhaltung oder im Rohrleitungsbau öffnen dir den Weg zu verantwortungsvolleren Positionen.
