Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Bergbautechnik/Bachelor Professional in Technik
Auch bekannt als: Bergtechniker/in · Meister/Meisterin für Bergbautechnologie (Tagebau) ·
Über den Beruf
Bergbautechniker/innen leiten Teilbereiche von Tief- oder Tagebauen, planen den Abbau und organisieren Gerät, Material und Personal. Sie legen Bohr- und Sprengfolgen fest, steuern den Einsatz von Förderanlagen und prüfen, ob Rohstoffe termingerecht gefördert, verladen und transportiert werden. An Messpunkten entnehmen sie Gesteins- und Wetterproben, werten Daten mit 3-D-Laserscans oder Drohnenaufnahmen aus und passen Arbeitsabläufe bei Gefahr sofort an. Regelmäßige Befahrungen unter Tage dienen dazu, Arbeiten abzunehmen, Mängel zu dokumentieren und Verbesserungen mit Vorgesetzten abzustimmen. Außerdem führen sie Verbrauchs- und Stundennachweise, kalkulieren Kosten, dokumentieren die Einhaltung gesetzlicher Sicherheitsvorgaben und unterweisen Fachkräfte sowie Auszubildende. Die gewonnenen Daten bestimmen, wie die nächste Abbaufront vorbereitet wird.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
- Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bergbautechniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.880 € brutto im Monat. In den ersten Berufsjahren kannst du etwa 4.207 € erwarten; mit wachsender Verantwortung und Schichtzulagen sind auch deutlich höhere Verdienste möglich.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Bergbautechniker/in?
Die Fachschul-Weiterbildung dauert in Vollzeit rund zwei Jahre und in Teilzeit bis zu vier Jahre. Ob du dich für das Vollzeit- oder Teilzeitmodell entscheidest, hängt davon ab, ob du parallel weiterarbeiten möchtest.
Ist der Beruf als Bergbautechniker/in körperlich anstrengend?
Ja, der Job kann fordernd sein: Unter Tage arbeitest du bei Hitze, Nässe oder Zugluft und trägst ständig Helm, Schutzschuhe und weitere Ausrüstung. Gute Beweglichkeit, kräftige Arme und sicheres Sehen – auch bei schwachem Licht – sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Bergbautechniker/in?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge stehen bevor, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Langfristig schrumpft jedoch die Gesamtbeschäftigung, und bis 2040 finden Arbeitgeber voraussichtlich leichter Personal, sodass der Wettbewerb dann zunimmt.
Welche digitalen Skills braucht man als Bergbautechniker/in?
Digitale Messtechnik gehört zum Alltag: Du solltest 3-D-Laserscanning, digitale topografische Karten und Simulationen für Bohr- und Sprengplanungen beherrschen. Der Umgang mit Drohnen, autonomen Transportsystemen, Bergbaurobotern sowie Dokumentenmanagementsystemen rundet das Profil ab.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bergbautechniker/in?
Der Einsatz wechselt zwischen Büro und Grube. Neben Bildschirmarbeit beaufsichtigst du Maschinenprüfungen im Stehen oder Gehen, oft unter künstlicher Beleuchtung und wechselnden Temperaturen. Schutzkleidung ist Pflicht, und du trägst Verantwortung für Teamführung sowie die Einhaltung zahlreicher Sicherheitsvorschriften.
Womit arbeitet man als Bergbautechniker/in?
Zum Equipment gehören Transportfahrzeuge, Vortriebs- und Zerkleinerungsmaschinen, Förderanlagen und Lüftungssysteme. Du wertest Betriebs-, Konstruktions- oder Schaltpläne am PC aus, nutzt Krane und Schachtwinden und hast mit Rohstoffen wie Kali- oder Steinsalz direkt zu tun.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bergbautechniker/in?
Fachspezifische Kurse in Sprengtechnik, Rohstoffgewinnung, Vermessungstechnik oder Geoinformationssystemen halten dein Know-how aktuell. Auch Seminare zu Geowissenschaften oder allgemeinem Tiefbau können dich für neue Aufgaben qualifizieren.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bergbautechniker/in?
Ein verbreiteter nächster Schritt ist die Prüfung zur/zum Technischen Betriebswirt/in, mit der du in kaufmännisch-strategische Leitungsfunktionen wechseln kannst. Dein Technikerabschluss berechtigt außerdem zu einem Bachelorstudium, etwa in Geotechnologie, Rohstoffingenieurwesen oder Geowissenschaften – das eröffnet Wege bis hin zur Projekt- oder Abteilungsleitung.
