Geowissenschaften (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Geowissenschaften (Bachelor)

Auch bekannt als: Geowissenschaftler/in · Geoscientist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Labor · in Hörsälen und Seminarräumen · im Freien, z.B. bei Messungen oder der Erkundung von Lagerstätten · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge315

Über den Beruf

Geowissenschaftler/innen mit Master-Abschluss erforschen tiefe Gesteinsschichten, bewerten geologische Risiken und leiten komplexe Projekte in Forschung und Praxis. Mit seismischen Sensoren, GIS und 3-D-Simulationen analysieren sie Erdbewegungen, identifizieren potenzielle Erdbeben- oder Vulkanzonen und publizieren ihre Erkenntnisse. In angewandten Feldern erstellen sie Baugrund- und Grundwasser­gutachten, berechnen Setzungen, beurteilen Altlasten und planen Sanierungs- sowie Renaturierungsmaßnahmen. Für Rohstoffunternehmen spüren sie Lagerstätten auf, kalkulieren einen wirtschaftlich wie ökologisch vertretbaren Abbau und überwachen die Erschließung. Sie entwickeln neue Messmethoden, akquirieren Fördermittel, koordinieren interdisziplinäre Forschungsteams und unterrichten Studierende. Auch die Bewertung von Standorten für Geothermie- oder Deponieprojekte gehört dazu. Aus ihren Daten leiten sie fundierte Empfehlungen für Infrastruktur, Ressourcennutzung und Katastrophenvorsorge ab.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge315

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Geowissenschaftler/in?

Geowissenschaftler/innen verdienen typischerweise 5.274 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Standort liegt die Spanne zwischen 4.153 € und 6.668 €.

Wie lange dauert das Geowissenschaften-Studium?

Das Bachelorstudium dauert in der Regel 6 bis 8 Semester, also 3–4 Jahre. Ein Praxis- oder Auslandssemester kann die Studiendauer leicht verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Geowissenschaften?

Erdkunde/Geografie, Mathematik, Chemie, Physik, Biologie und Englisch sind besonders hilfreich. Damit verstehst du geologische Prozesse, beherrschst Messmethoden und kannst englischsprachige Fachtexte lesen.

Ist der Beruf als Geowissenschaftler/in körperlich anstrengend?

Geländeeinsätze können körperlich fordernd sein. Du solltest wetterfest sein, über gutes Farb- und räumliches Sehvermögen verfügen und Proben sicher mit den Händen bearbeiten können.

Wie sind die Berufsaussichten als Geowissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass zusätzliche Stellen entstehen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Positionen lassen sich schwer besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerber/innen bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach passenden Fachkräften suchen müssen.

Welche digitalen Skills braucht man als Geowissenschaftler/in?

Digitale Technologien gehören fest zum Arbeitsalltag. Du arbeitest mit 3-D-Laserscans und Simulationen, nutzt GIS-basierte Karten oder erstellst BIM-Modelle des Baugrunds. Für Messkampagnen kommen Bergbauroboter oder digitale Zwillinge von Grundwasservorräten zum Einsatz. In der Lehre werden Blended-Learning-Konzepte und interaktive Tafeln erwartet.

Kann man sich als Geowissenschaftler/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Geowissenschaftler/innen bieten als Gutachter/innen, Projektleiter/innen oder Berater/innen selbstständig ihre Expertise an. Auftraggeber sind häufig Unternehmen aus der Rohstoff- und Bauwirtschaft, Behörden oder Forschungsinstitutionen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Geowissenschaftler/in?

Nach dem Bachelor kannst du dich gezielt weiterbilden. Kurse in Geoinformationssystemen, Bodenschutz, Altlastensanierung oder physikalischer Messtechnik vertiefen dein Know-how und eröffnen neue Einsatzfelder. Wer in die Forschung will, profitiert von Seminaren zu Big-Data-Analysen oder Projektmanagement in F&E.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Geowissenschaftler/in?

Der nächste Karriereschritt nach dem Bachelor ist ein Masterstudium, etwa in Geowissenschaften, Geophysik oder Geotechnologie. Mit einer anschließenden Promotion kannst du leitende Positionen in Forschung, Industrie oder Verwaltung erreichen; für eine Professur ist meist sogar eine Habilitation nötig. Ein Master in Geoinformatik oder Vermessungstechnik eröffnet ebenfalls den Weg zu Projekt- und Abteilungsleitungen.

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