Vermessungstechnik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Vermessungstechnik (Bachelor)

Auch bekannt als: Vermessungsingenieur/in · Ingenieur/in - Vermessungswesen · Land surveyor (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Büroräumen · im Freien, sowohl auf Baustellen als auch im Gelände · unter Tage, z.B. in Tunneln · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge213

Über den Beruf

Vermessungsingenieur/innen erfassen Gelände-, Küsten- und Bauwerksdaten mit GPS, 3-D-Laserscannern, Drohnen oder klassischen Tachymetern. Sie planen Messkampagnen, führen Messtrupps und sichern die Genauigkeit. Anschließend werten sie Koordinaten, Luft- und Satellitenbilder aus und übertragen alles in Karten, 3-D-Modelle oder Geoinformationssysteme. Auf Baustellen stecken sie Achsen für Straßen, Talsperren und Industriebauten ab; bei Eigentumsfragen legen sie amtliche Grundstücksgrenzen fest. In der Hydrografie vermessen sie Flussbetten und Hafenbecken, im Bergbau kartieren sie Stollen und berechnen Senkungen. Häufig optimieren sie Sensorik, Drohnen-Workflows und BIM-Schnittstellen oder arbeiten an Normen für Messverfahren mit. Auch geodätische Referenznetze halten sie aktuell – Grundlage für Navigation, Klimaforschung und präzise Planung. Ob Straße, Tunnel oder Küste: Ihre Koordinaten entscheiden, wo gebaut werden darf und wie sicher bestehende Strukturen bleiben.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Vermessungsingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.423 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.596 € und 5.473 € verdienen.

Wie lange dauert das Studium in Vermessungstechnik?

Das Bachelorstudium in Vermessungstechnik dauert 3 bis 4 Jahre. Praxissemester oder duale Varianten können die Studiendauer leicht verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Vermessungsingenieur/innen?

Hilfreich sind vor allem Mathematik, Geografie, Informatik, Physik und Englisch. Mit soliden Vorkenntnissen in diesen Fächern fällt dir das Verständnis der Mess- und Auswertemethoden deutlich leichter.

Ist der Beruf als Vermessungsingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf kann körperlich fordernd sein, weil Messgeräte im Gelände getragen und bei jedem Wetter aufgebaut werden müssen. Belastbare Gelenke, gute Koordination, Schwindelfreiheit und gesundes Sehvermögen sind deshalb wichtig.

Wie sind die Berufsaussichten als Vermessungsingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Vermessungsingenieur/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040 – Arbeitgeber suchen länger nach geeignetem Personal. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Vermessungsingenieur/in?

Gefragt sind sichere Kenntnisse in 3-D-Laserscanning, 3-D-Simulation und Drohnentechnik sowie der Umgang mit Geoinformationssystemen (GIS). Auch Building Information Modeling (BIM), digitale topografische Karten und Apps für Planung und Aufmaß gehören zum digitalen Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Vermessungsingenieur/in?

Du arbeitest abwechselnd im Büro und draußen, teils auch unter Tage oder auf Baustellen. Hohe Präzision, Verantwortung für Messdaten und Teamarbeit prägen den Alltag, ebenso das Tragen von Schutzkleidung und der Umgang mit High-Tech-Geräten.

Womit arbeitet man als Vermessungsingenieur/in?

Im Einsatz sind Tachymeter, Nivelliergeräte und Kombinationsinstrumente für Winkel- und Streckenmessung ebenso wie Drohnen, GPS-Empfänger und 3-D-Laserscanner. Am Schreibtisch wertest du die Messdaten mit CAD- und GIS-Software aus und arbeitest mit Luft- und Satellitenbildern, Karten und Bauzeichnungen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Vermessungsingenieur/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Masterstudium in Vermessungstechnik, Kartografie, Geotechnologie oder Geoinformatik. Mit einer anschließenden Promotion kannst du leitende Funktionen in Forschung, Verwaltung oder Industrie übernehmen. Wer eine Professur anstrebt, benötigt später meist eine Habilitation.

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