Kartografie (Master)
Auch bekannt als: Kartograf/in (Hochschule) · Cartographer (m/f)
Über den Beruf
Kartografen und Kartografinnen sammeln Geländedaten aus Vermessungen, Luft- oder Satellitenbildern, bereinigen sie in Geoinformationssystemen (GIS) und gestalten daraus präzise Karten. Sie legen Maßstäbe, Kartennetze und Legenden fest, wählen Symbole und Farben und entscheiden, ob das Ergebnis als Stadtplan, Themenkarte oder interaktive Web-Anwendung erscheint. Für neue Aufträge kalkulieren sie Kosten, erstellen Arbeitspläne und prüfen vorhandene Basisdaten in Archiven oder bei Behörden. Bei Bedarf organisieren sie Drohnenflüge oder 3-D-Laserscans, um fehlende Messpunkte zu erfassen. Während der Produktion kontrollieren sie Probedrucke oder Bildschirmansichten, korrigieren Ungenauigkeiten und pflegen ein Namensverzeichnis sowie Metadaten. Durch regelmäßige Aktualisierungen halten sie Atlanten, Navigationskarten und Geodatendienste aktuell und verbessern deren Benutzerfreundlichkeit.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in einer inhaltlich naheliegenden Disziplin, z.B. Vermessungstechnik
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge3
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kartograf/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 52.404 € und 78.960 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung, Projektverantwortung oder Führungstätigkeiten kann dein Einkommen in die obere Tarifzone vorrücken.
Ist der Beruf als Kartograf/in körperlich anstrengend?
Stundenlange Bildschirmarbeit und Feinarbeit erfordern vor allem funktionstüchtige Arme und Hände sowie ein gutes Farbsehvermögen. Körperlich fordernd wird es nur bei Geländebegehungen oder Vermessungseinsätzen, die aber einen kleineren Teil der Arbeit ausmachen.
Wie sind die Berufsaussichten als Kartograf/in?
Die Berufsaussichten als Kartograf/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber müssen also länger nach Fachkräften suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Kartograf/in?
Gefragt sind vor allem sichere GIS-Kenntnisse sowie Erfahrung mit 3-D-Laserscanning, Drohnentechnik und digitaler Luftbildauswertung. Auch der Umgang mit Dokumentenmanagementsystemen, Open-Data-Quellen und automatisierter Bilderkennung gehört zunehmend zum Berufsalltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kartograf/in?
Der Beruf verbindet lange Phasen präziser Bildschirmarbeit mit gelegentlichen Außeneinsätzen. Du trägst Verantwortung für korrekte Daten, leitest mitunter Mitarbeiter/innen an und hast regelmäßigen Kundenkontakt bei der Projektabstimmung. Arbeiten im Freien können bei Kälte, Hitze oder Nässe stattfinden.
Womit arbeitet man als Kartograf/in?
Zum Equipment gehören vermessungstechnische Instrumente, Drohnen oder 3-D-Scanner für Geländedaten, leistungsfähige GIS- und Grafiksoftware sowie Plotter und Scanner für den Kartendruck. Zusätzlich nutzt du digitale Geodatenbanken, historische Karten und Flächennutzungspläne als Arbeitsgrundlage.
Kann man sich als Kartograf/in selbständig machen?
Ja, viele Kartograf/innen gründen ein eigenes Ingenieurbüro oder arbeiten freiberuflich für kartografische Verlage. Wichtig sind dafür ein gutes Netzwerk zu Auftraggebern und die Fähigkeit, Projekte eigenständig zu akquirieren und zu kalkulieren.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kartograf/in?
Thematische Vertiefungen sind etwa Kurse in Geoinformationssystemen, Vermessungstechnik oder Fernerkundung. Auch Schulungen in Computergrafik oder 3-D-Animation helfen dir, neue Anwendungsfelder wie VR-Karten oder Simulationen zu erschließen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kartograf/in?
Mit einer Promotion in Kartografie oder Vermessungstechnik kannst du in leitende Forschungs- oder Entwicklungspositionen wechseln. Wer zusätzlich habilitiert, qualifiziert sich für Professuren an Hochschulen. Außerhalb der Wissenschaft eröffnen Projekt- und Teamleitungen in Behörden, Verkehrsbetrieben oder GIS-Dienstleistern weitere Karrierepfade.
