Rohstoffingenieurwesen (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Rohstoffingenieurwesen (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Rohstoffgewinnung und -aufbereitung · Bergbauingenieur/inDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Bergbau - TagebauDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Bergbau - TiefbauMining engineer (m/f) ·

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsorteim Freien · unter Tage · im Labor · in Maschinen- und Produktionshallen · in Büro- und Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Rohstoffgewinnung und -aufbereitung erkunden Lagerstätten, bewerten deren Wirtschaftlichkeit und holen behördliche Genehmigungen ein. Sie vermessen das Gelände per 3-D-Laserscanning, erstellen Abbaupläne und kalkulieren Kosten für Erschließung und Transport. Während des Abbaus steuern sie Bohrungen, Sprengungen und den Einsatz von Baggern, autonom fahrenden Förderfahrzeugen oder Bergbaurobotern und überwachen strenge Sicherheitsvorgaben. In der Aufbereitung koordinieren sie Maschinen, die Erze, Sand oder Kohle zerkleinern, sortieren und von Begleitstoffen trennen, prüfen Proben im Labor und sichern die Produktqualität. Sie entwickeln neue Verfahren zur Veredlung und zum Recycling, etwa für Urban Mining oder die Rückgewinnung aus Abraummaterial. Außerdem erstellen sie Umwelt- und Rekultivierungskonzepte, beraten Betreiber, verfassen Gutachten und dienen Behörden sowie Unternehmen als fachliche Entscheidungsgrundlage.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Rohstoffingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.880 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und je nach Region sind Einkommen ab 4.207 € aufwärts üblich.

Wie lange dauert das Studium im Rohstoffingenieurwesen?

Das Bachelorstudium dauert 3 bis 4 Jahre. Je nach Hochschule sind Praxissemester oder Auslandsaufenthalte eingebunden, wodurch sich die Studiendauer leicht verlängern kann.

Welche Schulfächer sind wichtig für Rohstoffingenieurwesen?

Nützlich sind vor allem Chemie, Physik, Mathematik, Englisch, Informatik sowie Wirtschaft/Recht. Gute Noten in diesen Fächern erleichtern dir den Einstieg in die technischen, naturwissenschaftlichen und rechtlichen Inhalte des Studiums.

Ist der Beruf als Rohstoffingenieur/in körperlich anstrengend?

Vereinzelt ja: Robuste Gesundheit, funktionstüchtige Arme und Hände sowie gutes Sehvermögen – auch bei Dämmerlicht – sind gefragt. Bei Geländebegehungen, Arbeiten unter Tage oder auf Offshore-Plattformen musst du Maschinen bedienen und Schutzkleidung tragen.

Wie sind die Berufsaussichten als Rohstoffingenieur/in?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass es Arbeitgebern künftig leichter fällt, Personal zu finden; langfristig steigt also die Konkurrenz unter Bewerbern.

Welche digitalen Skills braucht man als Rohstoffingenieur/in?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Laserscanning, 3-D-Simulation und CAM-Systemen sowie der Umgang mit autonomen Transport- und Bergbaurobotern. Du solltest Produktionsprozesse per App überwachen können und dich mit Augmented-Reality-Lösungen für Wartung oder Vermessung auskennen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Rohstoffingenieur/in?

Du arbeitest im Mix aus Büro, Labor, Produktionshalle, Freigelände und gelegentlich unter Tage. Verantwortung für Teams, das Einhalten strenger Sicherheits- und Umweltvorgaben, Bildschirmarbeit und das Tragen von Schutzkleidung gehören zum Alltag.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Rohstoffingenieur/innen?

Fachkurse zu Rohstoffgewinnung, Recycling, Vermessungstechnik, Sprengtechnik oder Geoinformationssystemen halten dein Wissen aktuell. Auch Seminare in Projektmanagement oder Forschung & Entwicklung können deine Karrierechancen erweitern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Rohstoffingenieur/innen?

Mit einem Master in Rohstoffingenieurwesen oder Verfahrenstechnik kannst du Führungspositionen in Planung oder Produktion übernehmen. Eine REFA-Weiterbildung zum Industrial-Engineering-Spezialisten eröffnet dir den Weg ins Prozess- und Qualitätsmanagement. Für eine Laufbahn in Forschung oder Hochschullehre folgt häufig eine Promotion, bei Professuren später eine Habilitation.