Rohstoffingenieurwesen (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Rohstoffingenieurwesen (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Rohstoffgewinnung und -aufbereitung · Bergbauingenieur/inDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Bergbau - TagebauDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Bergbau - TiefbauMining engineer (m/f) ·

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsorteim Freien · unter Tage · im Labor · in Maschinen- und Produktionshallen · in Büro- und Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Rohstoffgewinnung und -aufbereitung erkunden Lagerstätten, bewerten deren Wirtschaftlichkeit und holen behördliche Genehmigungen ein. Sie vermessen das Gelände per 3-D-Laserscanning, erstellen Abbaupläne und kalkulieren Kosten für Erschließung und Transport. Während des Abbaus steuern sie Bohrungen, Sprengungen und den Einsatz von Baggern, autonom fahrenden Förderfahrzeugen oder Bergbaurobotern und überwachen strenge Sicherheitsvorgaben. In der Aufbereitung koordinieren sie Maschinen, die Erze, Sand oder Kohle zerkleinern, sortieren und von Begleitstoffen trennen, prüfen Proben im Labor und sichern die Produktqualität. Sie entwickeln neue Verfahren zur Veredlung und zum Recycling, etwa für Urban Mining oder die Rückgewinnung aus Abraummaterial. Außerdem erstellen sie Umwelt- und Rekultivierungskonzepte, beraten Betreiber, verfassen Gutachten und dienen Behörden sowie Unternehmen als fachliche Entscheidungsgrundlage.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Rohstoffingenieurwesen
  • Ggf. berufspraktische Tätigkeit
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Rohstoffingenieur/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 60.204 € und 66.228 € pro Jahr. Mit wachsender Projektverantwortung oder Führungsaufgaben kann dein Einkommen über diese Spanne hinausgehen.

Ist der Beruf als Rohstoffingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt robuste Gesundheit sowie gutes Fern-, räumliches und Dämmerungssehen. Du musst Maschinen bedienen, Gelände begehen oder unter Tage arbeiten und solltest deshalb kräftige Arme und Hände sowie Belastbarkeit bei Hitze, Kälte oder Offshore-Wetter mitbringen.

Wie sind die Berufsaussichten als Rohstoffingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Rohstoffingenieur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, sodass Positionen frei werden. Bis 2040 schrumpft jedoch die Beschäftigung und Arbeitgeber finden schneller Personal, wodurch die Konkurrenz langfristig steigt.

Welche digitalen Skills braucht man als Rohstoffingenieur/in?

Gefragt sind 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation, Apps zur Prozessüberwachung, Augmented-Reality-Wartung sowie der Umgang mit autonomen Transport- und Bergbaurobotern. Kenntnisse in CAM-Systemen oder beim Einsatz von Cobots verschaffen dir weitere Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Rohstoffingenieur/in?

Die Arbeitsumgebung wechselt zwischen Büro, Labor, Werkhalle, Freifläche und mitunter untertägigen Bereichen. Du arbeitest im Team, trägst Schutzhelm und ‑kleidung, beachtest umfangreiche Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften und bist sowohl an Maschinen als auch am Bildschirm im Einsatz.

Womit arbeitet man als Rohstoffingenieur/in?

Im Tagesgeschäft nutzt du Bagger, Bohr- und Förderanlagen, Pumpen, Labor- und Messgeräte sowie GIS-Software und topografische Karten. Auch Werkstoffe wie Erze, Kohle, Kalkstein oder Granit liegen buchstäblich auf deinem Tisch.

Kann man sich als Rohstoffingenieur/in selbständig machen?

Ja, viele Rohstoffingenieur/innen gründen ein eigenes Ingenieurbüro für Beratungs-, Planungs- oder Projektierungsleistungen oder arbeiten als öffentlich bestellte Gutachter/innen. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) bietet Infos und Netzwerke für die Existenzgründung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Rohstoffingenieur/in?

Themenbezogene Seminare in Rohstoffgewinnung, Recycling, Vermessungstechnik, Sprengtechnik oder Geoinformationssystemen vertiefen dein Fachwissen. Ergänzend bringen dich Kurse in Projektmanagement oder Forschung & Entwicklung in Richtung Führungsaufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Rohstoffingenieur/in?

Ein Aufstieg gelingt häufig über eine Promotion im Rohstoffingenieurwesen oder in der Verfahrenstechnik, die dir den Weg in Forschung, Entwicklung oder Hochschullehre öffnet. Alternativ qualifiziert dich eine Zusatzweiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering für leitende Positionen in Produktion und Prozessoptimierung.