Verfahrenstechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Verfahrenstechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Verfahrenstechnik · Prozessingenieur/in (Verfahrenstechnik)Verfahrensingenieur/inDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung AnlagenbauDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung GrundstoffverfahrenstechnikDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung KohleveredlungDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung ProzessverfahrenstechnikDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung SystemverfahrenstechnikProcess engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktionsanlagen · in Labors · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge47

Über den Beruf

Ingenieur/innen für Verfahrenstechnik entwickeln Herstellungsprozesse für Chemikalien, Lebensmittel, Kunststoffe oder erneuerbare Energieträger. Im Labor erfassen sie physikalische und chemische Zusammenhänge, testen Versuchsreihen und übertragen erfolgreiche Ergebnisse auf Pilot- und Produktionsanlagen. Dafür entwerfen sie Fließbilder, dimensionieren Behälter, Rohrleitungen und Reaktoren und erstellen detaillierte Bauunterlagen. Während der Montage überwachen sie Probeläufe, justieren Mess-, Steuer- und Regeltechnik und prüfen, ob Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards eingehalten werden. Läuft die Produktion, analysieren sie Prozessdaten, erkennen Engpässe und optimieren Energie- und Materialeinsatz mithilfe digitaler Simulationen und automatisierter Sensorik. Sie führen Risikoanalysen durch, verfassen Arbeitsanweisungen und schulen das Betriebspersonal. Häufig arbeiten sie eng mit Einkauf, Vertrieb und Management zusammen, um Wirtschaftlichkeit, Terminpläne und Kundenanforderungen in Einklang zu bringen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Verfahrenstechnik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Verfahrensingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.846 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung kannst du auf mindestens 5.502 € kommen; in leitenden Positionen sind noch höhere Verdienste möglich.

Ist der Beruf als Verfahrensingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend technisch-intellektuell, aber ganz ohne körperliche Anforderungen geht es nicht. Du brauchst ein gutes räumliches Sehvermögen für Konstruktionen sowie funktionsfähige Arme und Hände, wenn du Komponenten für Pilotanlagen zusammenbaust oder Montagearbeiten begleitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Verfahrensingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Verfahrensingenieur/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen bleiben länger unbesetzt – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz, weil Arbeitgeber länger nach geeignetem Personal suchen, und viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Vakanzen. Gleichzeitig soll die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht schrumpfen, was das Wachstum etwas dämpft.

Welche digitalen Skills braucht man als Verfahrensingenieur/in?

Digitale Technologien sind in der Verfahrenstechnik unverzichtbar. Du solltest 3-D-Simulationen und 3-D-Druck beherrschen, Aktorik sowie Auto-ID-Systeme für vernetzte Anlagen verstehen und Apps zur Prozessüberwachung einsetzen können. Auch Augmented-Reality-Anwendungen und sogar 4-D-Druckverfahren kommen in innovativen Projekten zum Einsatz.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verfahrensingenieur/in?

Die Arbeitsbedingungen sind vielfältig und reichen von Büro- und Bildschirmarbeit bis zu Einsätzen in Laboren und Produktionshallen. Häufige Reisen zu Baustellen oder Kundenterminen, Personalverantwortung und direkter Kundenkontakt gehören dazu. Unregelmäßige Arbeitszeiten oder Schichtdienste können anfallen, wenn Anlagen rund um die Uhr betreut werden müssen.

Womit arbeitet man als Verfahrensingenieur/in?

CAD-, CAM- und CAQ-Software unterstützt dich bei Konstruktion, Fertigungssteuerung und Qualitätskontrolle. Technische Unterlagen wie Rohrleitungs- und Schaltpläne oder Stücklisten begleiten jeden Projektabschnitt.

Kann man sich als Verfahrensingenieur/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist in der Verfahrenstechnik gut möglich. Viele Fachleute gründen ein eigenes Ingenieurbüro für Planung oder Konstruktion, arbeiten als beratende Ingenieur/innen oder lassen sich als Gutachter/innen und Sachverständige eintragen. Mit Eintrag in die Handwerksrolle ist sogar ein Metallbau- oder Feinwerkmechanikerbetrieb denkbar.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verfahrensingenieur/in?

Für Fachkräfte mit Masterabschluss lohnen sich vor allem gezielte Weiterbildungen. Themen wie verfahrenstechnische Spezialprozesse, Maschinen- und Anlagenbau, Forschung & Entwicklung, CAD-gestützte Konstruktion oder Projektmanagement erweitern dein Profil und bereiten auf Führungsaufgaben vor.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verfahrensingenieur/in?

Aufstiegschancen ergeben sich zum Beispiel über eine Promotion in Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen oder Maschinenbau, die den Weg in Forschungs- und Entwicklungsleitungen ebnet. Wer in die Hochschullehre will, braucht danach meist eine Habilitation. Ergänzend kannst du dich als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering qualifizieren und so Führungsaufgaben im Produktionsmanagement übernehmen.

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