Chemieingenieurwesen (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Chemieingenieurwesen (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Chemietechnik · Chemieingenieur/inProzessingenieur/in - ChemieDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung ChemiefasertechnologieDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Chemische TechnikChemical engineer (m/f) ·

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Produktionsstätten · in Entwicklungs- und Prüflaboratorien · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge27

Über den Beruf

Chemieingenieur/innen planen Reaktoren, überwachen chemische Prozesse und übertragen Ergebnisse aus dem Labor in die Großanlage. Sie definieren zusammen mit Chemikern Einsatzstoffe, Temperaturen und Drücke, berechnen Stoff- und Energieströme und wählen geeignete Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Versuchsdaten werten sie aus, dokumentieren sie und nutzen sie, um Reaktionsabläufe, Ausbeuten und Produktqualitäten zu verbessern. Beim Scale-up betreuen sie Pilotanlagen, koordinieren Montage und Inbetriebnahme und prüfen, ob Apparate die geforderten Sicherheitsstandards erfüllen. Für neue Verfahren – etwa in der Nanotechnologie oder bei Biokraftstoffen – entwickeln sie passende Produktionsschritte, optimieren Compounding-Mischungen und minimieren Nebenprodukte. Laufende Anlagen kontrollieren sie mit modernen Monitoring-Systemen, analysieren Umweltproben und leiten Wartungsmaßnahmen ein. Im technischen Kundendienst erstellen sie Gutachten, beraten zu Anwendungslösungen und kalkulieren Angebote. Dadurch entstehen beispielsweise Kunststoffe, Pigmente oder Waschmittel zuverlässig in industriellem Maßstab.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Chemieingenieurwesen
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. berufspraktische Tätigkeiten nachweisen

Passende Studiengänge27

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Chemieingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.788 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter beginnen häufig bei rund 5.069 €; mit wachsender Projekt- und Führungsverantwortung sind deutlich höhere Summen möglich.

Ist der Beruf als Chemieingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist eher feinmotorisch als körperlich schwer, erfordert aber ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen sowie geschickte Hände. Du bedienst präzise Apparaturen, trägst regelmäßig Schutzkleidung und musst deine Haut vor Chemikalien schützen.

Wie sind die Berufsaussichten als Chemieingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Chemieingenieur/in sind ausgeglichen. Aktuell besteht ein geringer Fachkräftemangel – freie Stellen werden meist schnell besetzt, sodass die Konkurrenz relativ hoch ist. Gleichzeitig sorgen viele Altersabgänge dafür, dass in den nächsten Jahren zusätzliche Positionen frei werden. Langfristig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, weshalb kontinuierliche Weiterbildung wichtig bleibt.

Welche digitalen Skills braucht man als Chemieingenieur/in?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation, um Anlagen virtuell zu planen und zu optimieren. Zusätzlich solltest du dich mit Computer-Aided Manufacturing, Sensor- und Aktortechnik, Apps zur Prozessüberwachung sowie dem Einsatz von Cobots und Augmented-Reality-Lösungen auskennen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Chemieingenieur/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Labor und Produktionshalle und kombiniert Bildschirmtätigkeit mit Praxis an Anlagen. Du hältst strenge Sicherheits- und Umweltvorschriften ein, trägst Schutzkleidung und übernimmst Verantwortung für Mitarbeiter/innen sowie den Kontakt zu Kund/innen.

Womit arbeitet man als Chemieingenieur/in?

Zum Alltag gehören Laborgeräte wie Zentrifugen, Chromatografie-Systeme und Analysegeräte, aber auch großtechnische Reaktoren und komplette Produktionsanlagen. Ergänzend nutzt du PCs, Spezialsoftware sowie Unterlagen von Rezepturen bis zu Kostenberechnungen.

Kann man sich als Chemieingenieur/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Chemieingenieur/innen eröffnen ein eigenes Labor für Analytik- und Prüfdienstleistungen oder arbeiten freiberuflich als Gutachter/innen und Sachverständige; Unterstützung bietet beispielsweise der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Chemieingenieur/in?

Du kannst dich fachlich in Bereichen wie Analytische Chemie, Verfahrenstechnik, Prozessautomatisierung oder Umwelt- und Naturschutz vertiefen. Ergänzend stärken Kurse in Projektmanagement deine Führungskompetenz.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten haben Chemieingenieur/innen?

Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich Chemieingenieur/innen vor allem über wissenschaftliche Abschlüsse und spezialisierte Weiterbildungen. Wenn du nach dem Master promovierst – etwa in Chemieingenieurwesen, Verfahrenstechnik oder Batterietechnik – öffnest du dir Türen zu F&E-Leitungen, strategischem Projektmanagement und zur Hochschullehre. Eine anschließende Habilitation kann zur Professur führen, während dir die Weiterbildung zur REFA-Ingenieur/in (Industrial Engineering) den Weg in Produktions- und Prozessleitungsfunktionen erleichtert.

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