Batterietechnik (Master)
Auch bekannt als: Ingenieur/in - Batterietechnik · Batterieentwicklungsingenieur/in ·
Über den Beruf
Ingenieur/innen für Batterietechnik entwickeln und optimieren Energiespeichersysteme für E-Autos, Smartphones und stationäre Netzausgleichsanlagen. Sie entwerfen Prototypen, berechnen Kapazität, Ladezyklen und Sicherheit, führen Belastungstests im Labor durch und werten Messdaten aus. Auf Basis der Ergebnisse wählen sie Zellchemie und Gehäusematerialien, definieren Fertigungsverfahren und begleiten die Produktion bis zur Qualitätskontrolle. Dabei stimmen sie sich mit Chemikern, Materialwissenschaftlern und Elektronikfachkräften ab, erstellen Kosten- und Nachhaltigkeitsanalysen und legen Anforderungen für Lieferanten fest. Auch Batteriemanagementsysteme programmieren und prüfen sie, um Überhitzung oder Tiefentladung zu verhindern. Kunden beraten sie zu passenden Speichersystemen, nehmen Anlagen vor Ort in Betrieb und sammeln Feedback für weitere Verbesserungen. So steigern sie kontinuierlich die Leistungsfähigkeit und Umweltbilanz moderner Batterien.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Elektrotechnik, Chemieingenieurwesen, Umwelttechnik, Materialwissenschaft oder ab 2027 Batterietechnik
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Bei dualem Studium i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
- Ggf. berufspraktische Tätigkeiten
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge1
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Batterietechniker/in?
Das Gehalt liegt im Mittel bei 6.919 € brutto im Monat. Mit wachsender Verantwortung, etwa in Projektleitung oder Forschung, kann dein Einkommen weiter steigen.
Ist der Beruf als Batterietechniker/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert vor allem funktionstüchtige Arme und Hände sowie gutes Farb- und räumliches Sehvermögen. Schweres Heben ist selten gefragt, aber du solltest feinmotorische Arbeiten an Laboraufbauten und Prüfanlagen sicher ausführen können.
Wie sind die Berufsaussichten als Batterietechniker/in?
Die Berufsaussichten als Batterietechniker/in sind ausgeglichen. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden zugutekommt. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040.
Welche digitalen Skills braucht man als Batterietechniker/in?
Gefragt sind Kompetenzen in 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation. Du solltest außerdem mit digitalen Zwillingen, Echtzeitdatensystemen, Apps zur Prozessüberwachung, Dokumentenmanagementsystemen und der Einbindung von Cobots umgehen können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Batterietechniker/in?
Die Arbeit spielt sich im Wechsel zwischen Labor, Produktionshalle, Büro und gelegentlichen Kundeneinsätzen ab. Du übernimmst Verantwortung für Personal, beachtest zahlreiche Sicherheits- und Umweltschutzvorgaben und verbringst viel Zeit an Bildschirm- und Messgeräten. Reisetätigkeit kann anfallen, wenn Energiespeichersysteme vor Ort in Betrieb genommen oder geprüft werden.
Womit arbeitet man als Batterietechniker/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Batteriesysteme, Hochvoltanlagen sowie Steuerungs- und Regeltechnik. Ergänzend nutzt du 3-D-Drucker, Siebdruckanlagen, Mess- und Diagnosegeräte sowie CAD- und Qualitätssicherungssoftware. Sicherheitsanalysen, Prüfprotokolle und Konstruktionszeichnungen sind weitere wichtige Arbeitsmittel.
Kann man sich als Batterietechniker/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem Beratungsbüro für Batterietechnik, als Gutachter/in oder mit einem eigenen Entwicklungsunternehmen. Dafür brauchst du neben fachlicher Expertise auch betriebswirtschaftliches Können und ein gutes Netzwerk.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Batterietechniker/in?
Weiterbildungen reichen von erneuerbaren Energien, Elektromobilität und Projektmanagement bis zu Produktions- und Fertigungstechnik. Du kannst dich zudem in elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, allgemein in Elektrotechnik oder in Forschung und Entwicklung spezialisieren, um fachlich am Ball zu bleiben.
