Fahrzeuginformatik, -elektronik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Fahrzeuginformatik, -elektronik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Fahrzeugelektronik · Elektronikingenieur/in (Fahrzeugelektronik)Automotive electrical engineer (m/f)Vehicle electronics engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktionshallen · in Prüf- und Messstationen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Fahrzeugelektronik konzipieren Motorsteuerungen, Sensorik und Fahrerassistenzsysteme, entwickeln Hard- und Software und stimmen beide exakt aufeinander ab. Mit CAD- und Simulationstools entwerfen sie Leiterplatten, analysieren analoge und digitale Schaltungen und prüfen Prototypen auf Prüfständen. Sie wählen Bussysteme, integrieren vernetzte Bordelektronik für Connected Cars und programmieren Diagnosefunktionen. In der Fertigung planen sie automatisierte Montageabläufe, überwachen Testlinien und optimieren Prüfverfahren, damit jede Serie die geforderten Qualitätsnormen erreicht. Im Kundendienst lesen sie Fehlerspeicher aus, spielen Software-Updates auf und beraten zu Nachrüstlösungen, während sie im Vertrieb technische Angebote kalkulieren und vorstellen. Die Elektronikmodule, die sie verantworten, verlassen erst nach ihrer Freigabe als serienreife Bauteile das Band.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Fahrzeuginformatik oder Fahrzeugelektronik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.561 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 5.269 € und {{entgeltQ75}} €.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend kopflastig und körperlich wenig belastend. Allerdings brauchst du ein sicheres Farbsehvermögen, um Leitungs- oder Bauteilkennzeichnungen eindeutig unterscheiden zu können.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik sind gut. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen schwer zu besetzen sind – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, sodass Arbeitgeber länger nach passendem Personal suchen. Gleichzeitig werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die gesamte Beschäftigung bis 2040, was das Stellenangebot langfristig etwas dämpfen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Digitale Kompetenz ist in diesem Beruf essenziell. Du arbeitest z. B. mit 3-D-Simulationen, vernetzten Fertigungsanlagen und Sensorik für Aktoren. Erfahrung mit Apps zur Prozessüberwachung, kollaborativen Robotern und Connected-Car-Technologien verschafft dir zusätzliche Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Die Arbeitsumgebung wechselt zwischen Büro, Labor und Produktionshalle. Du übernimmst Personalverantwortung, präsentierst Ergebnisse bei Kundenterminen und bist für Inbetriebnahmen gelegentlich auch länger unterwegs. Bei Test- oder Überwachungseinsätzen können unregelmäßige Arbeitszeiten oder Schichtpläne anfallen.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Zum Alltag gehören Prüfgeräte für Fahrzeugdiagnose, integrierte Mikrochips und komplette Fertigungsanlagen. Planungs- und Engineering-Software (z. B. CAE-Tools) hilft dir bei Entwurf, Berechnung und Materialdisposition. Zusätzlich arbeitest du mit technischen Unterlagen wie Stromlaufplänen, Stücklisten oder Messprotokollen.

Kann man sich als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist gut möglich. Viele Fachkräfte eröffnen ein eigenes Ingenieurbüro für Entwicklung, Service oder Konstruktion, andere arbeiten als Gutachter/innen oder beratende Ingenieur/innen. Tipps zur Existenzgründung erhältst du z. B. beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Weiterbildungen decken sowohl technisches als auch organisatorisches Know-how ab. Beliebt sind Kurse in elektrischer Mess- und Regeltechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, computergestützten Entwurfsmethoden oder Softwareentwicklung. Schulungen in Projektmanagement oder Forschung & Entwicklung bereiten dich auf Leitungsaufgaben vor.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Für Führungs- oder Forschungspositionen bietet sich eine Promotion in Fahrzeuginformatik, Mikroelektronik oder Informations- und Kommunikationstechnik an. Eine Zusatzqualifikation als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering kann dir den Weg in Produktions- und Prozessleitung ebnen. Wer eine akademische Laufbahn anstrebt, braucht nach der Promotion meist noch eine Habilitation, um Professor/in zu werden.