Informations-, Kommunikationstechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Informations-, Kommunikationstechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Informations-, Kommunikationstechnik · Ingenieur/in Nachrichtentechnik · Systemingenieur/in Informations- und Kommunikationstechnik

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktions- und Fertigungsstätten · im Prüflabor · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Informations- und Kommunikationstechnik konzipieren elektronische Geräte, Datennetze und Softwarelösungen für Mobilfunk, Fahrzeug- oder Industrietechnik. Sie entwerfen mit CAD- und CAE-Tools Leiterplatten, Antennen oder komplette Systemarchitekturen, erstellen logische Schaltpläne und programmieren hardwarenahe Steuerungen sowie Echtzeitanwendungen. Simulationen prüfen Baugruppen und Prozesse, bevor Prototypen gebaut und in Betrieb genommen werden. Während des Projekts kalkulieren sie Kosten, koordinieren Teams, überwachen Termine und sichern die Produktqualität. Für bestehende Anlagen passen sie Firmware oder Netzwerkkonfigurationen an, planen IT-Sicherheitsmaßnahmen und organisieren Wartung und Reparatur. Im Vertrieb und Einkauf erstellen sie Angebote, beschaffen Bauelemente, beraten Unternehmen und schulen Anwender bei der Einführung neuer Systeme. Ihre Arbeit stellt stabile und sichere Funk-, Daten- und Steuerungswege bereit.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Informations-, Kommunikationstechnik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Bei dualem Studium i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Das Monatsgehalt liegt typischerweise bei rund 6.832 € brutto. Je nach Branche, Erfahrung und Standort starten Ingenieur/innen oft bei etwa 5.452 € und können im Lauf der Karriere deutlich darüber liegen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik körperlich anstrengend?

Er ist überwiegend kopf- und bildschirmlastig und daher wenig körperlich belastend. Du brauchst jedoch ein gutes Farb- und Raumsehen sowie geschickte Hände, um elektronische Bauteile korrekt zu montieren und zu prüfen.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Die Berufsaussichten sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt – das erhöht deine Chancen. Viele Altersabgänge kommen hinzu, wodurch weitere Positionen frei werden. Bis 2040 sinkt außerdem die Konkurrenz unter Bewerbern. Einziger Dämpfer: Die Gesamtbeschäftigung im Berufsfeld schrumpft leicht, was den Bedarf aber bislang kaum bremst.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Gefragt sind 3-D-Simulation, DevOps-Tools und Cloud-Computing ebenso wie Edge-Architekturen für das Internet of Things. Kenntnisse in 5G- und 6G-Netzen, Cobots sowie Affective Computing runden dein Profil ab.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Du wechselst zwischen Büro, Labor, Fertigungshalle und Kundeneinsatz vor Ort. Viel Bildschirmarbeit, Verantwortung für Teams und gelegentliche Dienstreisen gehören dazu; bei Anlagenüberwachung können Schicht- oder Rufdienste anfallen.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Zum Alltag gehören vernetzte Kommunikationssysteme, Mess- und Prüfanlagen sowie CAD- und CAE-Software. Schaltpläne, Stücklisten und Kalkulationstools unterstützen dich bei Konstruktion und Kostenberechnung.

Kann man sich als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik selbständig machen?

Ja. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Betrieb im Informationstechniker- oder Elektrotechnikerhandwerk eröffnen oder ein Ingenieurbüro für Entwicklung, Projektierung, Gutachten und Beratung gründen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Lehrgänge in Automatisierungstechnik, Mikro- und Nanotechnik, Halbleitertechnologie oder IT-Sicherheit halten dein Fachwissen frisch. Auch Trainings zu CAD, Softwareentwicklung oder Datenschutz bieten neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Informations- und Kommunikationstechnik?

Eine Weiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in Industrial Engineering qualifiziert dich für Führungsaufgaben in Produktion und Prozessoptimierung. Für eine wissenschaftliche Karriere oder leitende Entwicklungspositionen bietet sich eine Promotion in Informations- und Kommunikationstechnik, Mikroelektronik oder Medien-/Multimediatechnik an; an Universitäten kann darauf eine Habilitation folgen.