Energietechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Energietechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Energietechnik · Ingenieur/in - Elektrische EnergietechnikDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Starkstromtechnik (Anlagen)Electrical engineer (m/f) - powerElectrical power engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Fertigungsstätten · in Entwicklungs- und Prüflabors, an Prüfstationen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge334

Über den Beruf

Energietechnikingenieur/innen planen Hoch- und Niederspannungsnetze, konzipieren Windparks oder Photovoltaikanlagen und berechnen elektrische Antriebe. Sie entwerfen Schaltungen, wählen Bauteile aus und nutzen CAD- sowie Simulationstools, um Kraftwerke, Umspannwerke und Energiespeicher auszulegen. Im Labor programmieren sie Mikrocontroller, entwickeln Software zur Steuerung und Regelung der Anlagen und testen Prototypen. Im Projektmanagement legen sie Arbeitsabläufe fest, koordinieren Montage und Inbetriebnahme und führen Abnahmemessungen nach VDE- und DIN-Normen durch. Während des laufenden Betriebs überwachen sie Lastprofile, analysieren Störungen und optimieren Energieverbrauch sowie Rückgewinnung in Heizungs-, Klima- oder Fertigungssystemen. Für Unternehmen erstellen sie maßgeschneiderte Energiekonzepte, beraten zu Effizienzmaßnahmen und schulen Anwenderinnen und Anwender. Bei Spitzenlast schalten sie aus der Leitwarte heraus zusätzliche Kraftwerksmodule zu oder ab.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Energietechnik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Bei dualem Studium i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Energietechniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.919 € brutto im Monat. In den ersten Berufsjahren kannst du mit rund 5.591 € rechnen; mit wachsender Verantwortung steigt das Einkommen meist deutlich an.

Ist der Beruf als Energietechniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend technisch-orientiert und nicht als Schwerstarbeit einzustufen. Funktionstüchtige Arme und Hände brauchst du dennoch beim Installieren von Schaltleisten oder Photovoltaikanlagen, und gutes räumliches Sehvermögen hilft dir beim Konstruieren komplexer Energieanlagen.

Wie sind die Berufsaussichten als Energietechniker/in?

Die Berufsaussichten als Energietechniker/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Vakanzen entstehen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, daher ist langfristige Flexibilität gefragt.

Welche digitalen Skills braucht man als Energietechniker/in?

Zu den gefragten digitalen Kompetenzen gehören 3-D-Simulationen und 3-D-Druck, um Prototypen und Anlagen virtuell zu testen. Kenntnisse in 5G- und perspektivisch 6G-Technologien sind wichtig, um vernetzte Energietechnik zu entwickeln. Apps zur Prozessüberwachung, Collaborative Robots (Cobots) und Connected-Buildings-Lösungen runden dein Profil ab.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Energietechniker/in?

Die Tätigkeit kombiniert Büro- und Außeneinsätze, wobei viel Bildschirmarbeit an CAD- oder CAE-Systemen anfällt. Du trägst Personalverantwortung, hast direkten Kundenkontakt und musst zahlreiche Normen und Vorschriften einhalten. Häufige Reisetätigkeit zu Montageorten und unregelmäßige Arbeitszeiten im Kundenservice können dazugehören.

Womit arbeitet man als Energietechniker/in?

Zum Arbeitsalltag gehören technische Anlagen wie Transformatoren, elektrische Netze und Lastmanagementsysteme sowie Mess- und Prüfgeräte. Für Entwurf und Berechnung nutzt du CAD- und CAE-Software. Energiekonzepte, Leistungsverzeichnisse und Kostenpläne dienen dabei als zentrale Unterlagen.

Kann man sich als Energietechniker/in selbständig machen?

Ja, Energietechnikingenieur/innen können ein eigenes Ingenieurbüro für Netz- oder Kraftwerksplanung gründen oder einen Elektrotechnikerhandwerksbetrieb, z. B. für PV-Installationen, übernehmen. Betreibst du zulassungspflichtiges Elektrotechniker-Handwerk, brauchst du den Meisterbrief bzw. eine Ausübungsberechtigung und musst dich in die Handwerksrolle eintragen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Energietechniker/in?

Sinnvolle Weiterbildungen reichen von Energieversorgung und -management über elektrische Mess-, Steuer- und Regeltechnik bis hin zu Anlagen- und Kraftwerkstechnik. Kurse zu erneuerbaren Energien, Projektmanagement oder Forschung & Entwicklung können deine Karriere zusätzlich vorantreiben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Energietechniker/in?

Nach dem Masterabschluss in Energietechnik bieten Promotionen in Energietechnik, Erneuerbare Energien oder Energie- und Ressourcenmanagement einen Weg in Forschung und Führungsaufgaben. Alternativ vertiefst du deine Managementskills mit einer Weiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering und empfiehlst dich damit für Prozess- und Projektleitungsfunktionen. Mit wachsender Erfahrung kannst du schließlich Team-, Abteilungs- oder Bereichsleiter/in in Netzplanung, Kraftwerksbetrieb oder Energiemanagement werden.

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