Erneuerbare Energien (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Erneuerbare Energien (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Erneuerbare Energien · Renewable energy engineer (m/f)Sustainability engineer (m/f)Sustainable energy engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · beim Kunden bzw. bei der Energieanlage · in Besprechungsräumen · in Entwicklungs- und Prüflabors · in Produktions- und Fertigungsstätten · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge100

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Erneuerbare Energien planen Windparks, Fotovoltaikfelder, solarthermische und geothermische Anlagen und sorgen dafür, dass sie technisch und wirtschaftlich funktionieren. Sie analysieren Standorte, berechnen Energieerträge und wählen passende Materialien, etwa korrosionsbeständige Komponenten für Offshore-Turbinen. Mit Simulationssoftware entwickeln sie Netzanbindungen, optimieren Wirkungsgrade und bewerten Emissionen. Während eines Projekts koordinieren sie Lieferanten, überwachen Montage und Inbetriebnahme und prüfen die Standsicherheit. Auch bestehende Anlagen stellen sie auf kohlenstofffreie Lösungen um oder integrieren Speichertechnik. Sie erstellen Energiekonzepte, Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsrechnungen, kalkulieren Angebote und präsentieren diese Investoren sowie Kommunen. Bei Bedarf testen sie neue Rotorblätter, Steuerungssysteme oder Antriebskonzepte im Labor und werten Messdaten aus. Damit stärken sie die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Erneuerbare Energien
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Kenntnisse in Englisch oder Französisch

Passende Studiengänge100

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.722 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung und abhängig von Region oder Tarifvertrag kannst du zwischen 4.737 € und 7.074 € verdienen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien körperlich anstrengend?

Der Beruf als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien erfordert keine Schwerstarbeit, bringt aber bestimmte körperliche Anforderungen mit sich. Du solltest funktionsfähige Arme und Hände für Montage- oder Prüfaufgaben haben, schwindelfrei sein für Arbeiten an Windkraftanlagen in größerer Höhe und räumliches Sehvermögen besitzen, um komplexe Anlagen zu konstruieren.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was dir die Jobsuche erleichtert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden. Bis 2040 schrumpft die Gesamtbeschäftigung jedoch, daher ist es wichtig, dein Know-how regelmäßig zu aktualisieren.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien?

Für den Beruf sind ausgeprägte digitale Kompetenzen gefragt. Du arbeitest mit 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulationen, wertest BIM-Modelle für die Anlagenplanung aus und nutzt Apps zur Prozessüberwachung. Kenntnisse in Aktorik, Cobots und Augmented-Reality-Wartung helfen dir zusätzlich, Fertigungs- und Instandhaltungsaufgaben zu optimieren.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien?

Die Arbeitsbedingungen sind vielseitig und wechseln häufig zwischen Büro, Labor, Werkhalle und Anlagenstandort. Du verbringst viel Zeit an Bildschirmarbeitsplätzen mit Simulationen, übernimmst gleichzeitig Verantwortung für Mitarbeiter/innen und stehst in engem Kundenkontakt. Häufige Dienstreisen, unregelmäßige Arbeitszeiten bei Inbetriebnahmen und die Einhaltung strenger Vorschriften gehören ebenfalls dazu.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien?

Ingenieur/innen für Erneuerbare Energien nutzen ein breites Spektrum an Arbeitsmitteln. Dazu zählen komplette Anlagen wie Windturbinen, Photovoltaik- oder Solarthermiesysteme sowie Bauteile wie Rotorblätter und Sonnenkollektoren. Im Büro arbeitest du mit CAD-, CAE- und CAM-Software, erstellst Energiekonzepte und Stücklisten; vor Ort kommen Mess- und Prüfgeräte oder digitale Karten zum Einsatz.

Kann man sich als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist in diesem Berufsfeld gut möglich. Viele Ingenieur/innen arbeiten freiberuflich als beratende Ingenieur/innen, Gutachter/innen oder Sachverständige und kombinieren das oft mit Vertriebsaufgaben. Hilfreiche Informationen zur Gründung bietet zum Beispiel der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Erneuerbare Energien?

Es gibt vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten, um fachlich am Ball zu bleiben. Beliebt sind Kurse in Projektmanagement, Forschung und Entwicklung oder im Energieversorgungs- und -management. Außerdem kannst du dich gezielt in Photovoltaik, Windenergie, Solarthermie oder Erdwärme vertiefen, um Projekte in diesen Bereichen zu leiten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Ingenieur/innen für Erneuerbare Energien?

Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich vor allem über eine Promotion in Erneuerbare Energien, Energietechnik oder Umwelttechnik. Mit dem Doktortitel kannst du Forschungsgruppen leiten, eine Habilitation anschließen und dich für eine Professur an einer Hochschule empfehlen. Zusätzlich macht dich eine Weiterbildung zur REFA-Ingenieurin bzw. zum REFA-Ingenieur für Industrial Engineering fit für Führungsaufgaben im Projekt-, Prozess- oder Qualitätsmanagement.

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