Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Geologietechnik/Bachelor Professional in Technik
Auch bekannt als: Geologietechniker/in · Geotechniker/in · Techniker/Technikerin Fachrichtung Erkundungsgeologie
Über den Beruf
Techniker/innen der Fachrichtung Geologietechnik untersuchen Böden, Gesteine und Grundwasser, um Lagerstätten, Baugrund oder Altlasten verlässlich einzuschätzen. Sie planen und betreuen Bohrungen sowie Feldkampagnen, erfassen Schichtenfolgen und Proben im digitalen Feldbuch und wenden geophysikalische Messverfahren wie Gravimetrie oder Magnetik an. Im Labor bestimmen sie chemische und physikalische Parameter, bereiten Proben auf und bewerten die Ergebnisse statistisch. Mithilfe von GIS, Drohnenaufnahmen oder 3-D-Laserscans übertragen sie Daten maßstabsgetreu in Karten, erstellen thematische Profile und berechnen Vorräte von Sand, Kies oder Erzen. Die gewonnenen Erkenntnisse fassen sie in Berichten, Umweltverträglichkeitsprüfungen oder Gutachten zusammen und archivieren sie in Datenbanken. Zusätzlich koordinieren sie Arbeitsabläufe, leiten Mitarbeitende an und wirken an der Ausbildung neuer Fachkräfte mit.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Techniker/in für Geologietechnik?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.883 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.232 € und 5.154 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Geologietechnik?
Die Weiterbildung an der Fachschule umfasst in Vollzeit 2 Jahre. Entscheidest du dich für ein Teilzeitmodell, verlängert sich die Dauer entsprechend.
Ist der Beruf als Techniker/in für Geologietechnik körperlich anstrengend?
Ja, bei Geländeeinsätzen brauchst du eine robuste Gesundheit: Du arbeitest mit Bohrgeräten, trägst Ausrüstung und hältst teils unbequeme Positionen aus. Eine belastbare Wirbelsäule, kräftige Arme sowie gutes räumliches Sehvermögen sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Techniker/in für Geologietechnik?
Die Berufsaussichten sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Vorteil für Bewerber/innen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen.
Welche digitalen Skills braucht man als Techniker/in für Geologietechnik?
Digitale Kompetenzen drehen sich vor allem um Geodaten: Du solltest Geoinformationssysteme bedienen, digitale Karten auswerten und 3-D-Laserscans verarbeiten können. Auch der Einsatz von Drohnen, Labor- und Dokumentenmanagementsystemen oder Gefahren-Management-Software gehört heute zur Routine.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Techniker/in für Geologietechnik?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro, Labor und freiem Gelände. Du arbeitest bei jeder Witterung, trägst Schutzhelm und ‑anzug an Bohrstellen, nutzt Geräte wie Höhenmesser oder Bohrwerkzeuge und verbringst später Stunden am Bildschirm, um Daten auszuwerten und Mitarbeiter/innen anzuleiten.
Kann man sich als Techniker/in für Geologietechnik selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele eröffnen ein eigenes Büro für geologische Untersuchungen, Bodenanalysen oder Lagerstättenkunde und arbeiten als Gutachter/innen oder Sachverständige.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Techniker/in für Geologietechnik?
Du kannst dich gezielt in Geowissenschaften oder Geoinformationssystemen fortbilden, um neue Untersuchungsmethoden oder Software kennenzulernen. Solche Kurse halten dein Fachwissen aktuell und erweitern dein Einsatzgebiet.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Techniker/in für Geologietechnik?
Ein nächster Schritt kann die Prüfung zur/zum Technischen Betriebswirt/in sein, mit der du Management- und Führungsaufgaben übernimmst.
