Bergbautechnologe/Bergbautechnologin Fachrichtung Tiefbautechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Bergbautechnologe/Bergbautechnologin Fachrichtung Tiefbautechnik

Auch bekannt als: Mining technologist (m/f) - specialising in underground engineering

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze7

Über den Beruf

Bergbautechnologen und Bergbautechnologinnen der Fachrichtung Tiefbautechnik treiben Stollen vor, sprengen oder bohren Schächte und schneiden mithilfe von Vollschnittmaschinen neue Strecken ins Gestein. Sie analysieren geologische Strukturen, berechnen die Stabilität des Gebirges und wählen passende Sicherungsverfahren. Um sichere Luft und ein gleichmäßiges Klima zu gewährleisten, messen sie Druck und Temperatur, regulieren Bewetterungsanlagen und steuern Lüfter. Während der Rohstoffgewinnung bedienen sie automatisierte Abbau-, Lade- und Fördersysteme, warten diese und tauschen Verschleißteile. Auch die Organisation des Material- und Personenverkehrs gehört dazu: Sie koordinieren Fahrungssysteme, planen Transportwege und dokumentieren Betriebsdaten per Tablet. Nach Abschluss eines Abschnitts verfüllen sie Hohlräume oder verwahren Grubenbaue und sorgen so dafür, dass Kohle, Salze oder Erze wirtschaftlich und sicher an die Oberfläche gelangen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Bergbau (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Z.T. ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
  • Z.T. Mindestalter z.B. 17 Jahre

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Bergbautechnologe/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.712 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.884 € und 5.486 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Bergbautechnologe/in Fachrichtung Tiefbautechnik?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Betrieb und Berufsschule und lernst von Grubenbau bis Maschinenwartung alle Grundlagen.

Welche Schulfächer sind wichtig für die Ausbildung?

Wichtig sind vor allem Mathematik, Physik und Werken/Technik. Sie helfen dir beim Berechnen von Drücken und Volumina, beim Verstehen von Werkstoffeigenschaften und beim Lesen von Montageplänen.

Welche digitalen Skills braucht man als Bergbautechnologe/in?

Bergbautechnologen/innen arbeiten zunehmend digital. Du steuerst autonome Transportsysteme, nutzt Datenbrillen für Wartungen (Augmented Reality) und wertest Maschinendaten für Predictive Maintenance aus. Auch Bergbauroboter, Drohnen und Wearables kommen zum Einsatz.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf fordert eine robuste Gesundheit. Du arbeitest oft mit vibrierenden Maschinen, in beengten Flözen und unter extremen Temperaturen, brauchst deshalb Kraft, Ausdauer und gute Koordination.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Du trägst Helm, Schutzbrille und meist auch Atemschutz, kommst mit Staub, Gasen, Schmierstoffen und Vibrationen in Kontakt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Ausbildung stehen dir viele Wege offen. Du kannst dich in Themen wie Maschinenbetrieb, Hydraulik oder Rohstoffgewinnung spezialisieren oder eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Bergbautechnik absolvieren. Ein späteres Studium in Geotechnologie oder Rohstoffingenieurwesen ist ebenfalls möglich.

Wie sind die Berufsaussichten als Bergbautechnologe/in?

Die Berufsaussichten als Bergbautechnologe/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, außerdem werden viele Altersabgänge erwartet. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040 und Arbeitgeber finden dann schneller Leute, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig steigt. Genug Nachwuchs, aber die Gesamtzahl der Fachkräfte ist rückläufig.

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