Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Bohrtechnik/Bachelor Professional in Technik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Bohrtechnik/Bachelor Professional in Technik

Auch bekannt als: Bohrtechniker/in · Fördertechniker/inMeister/Meisterin für TiefbohrtechnikTechniker/Technikerin Fachrichtung Bohrtechnik und Fluidbergbau ·

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Büroräumen · im Gelände, auf Außenanlagen oder Bohrinseln · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Offene Stellen11.187

Über den Beruf

Techniker/innen der Fachrichtung Bohrtechnik planen und steuern Tief- und Flachbohrungen für Erdöl, Erdgas, Geothermie oder geotechnische Gutachten. Sie wählen geeignete Bohrverfahren, koordinieren Bohranlagen, Fördertechnik und Transportfahrzeuge und stellen die Betriebsbereitschaft der Ausrüstung sicher. Vor Ort leiten sie das Team, überwachen Arbeitsabläufe und achten strikt auf Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Während des Abteufens entnehmen sie Gesteins- und Wasserproben, vermessen das Bohrloch per 3-D-Laserscan, werten die Daten aus und dokumentieren den Verlauf in digitalen Berichten. Die Ergebnisse fassen sie für Auftraggeber, Planungsbüros und Behörden zusammen und holen nötige Genehmigungen ein. Bei Explorationen beurteilen sie Lagerstätten und Grundwasservorkommen, bei Bauprojekten prüfen sie Baugrund und Altlasten. Moderne Tools wie Building Information Modeling oder digitale Zwillinge helfen, komplexe Bohrungen sicher vorzubereiten und zu überwachen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis
  • Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

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Häufige Fragen

Was verdient man als Bohrtechniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.880 € brutto im Monat. Zum Einstieg kannst du laut Entgeltatlas schon mit rund 4.207 € rechnen; Auslandseinsätze und Führungsverantwortung treiben das Einkommen weiter nach oben.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Bohrtechniker/in?

Die Fachschul-Weiterbildung dauert je nach Modell zwei bis vier Jahre. In Vollzeit erreichst du den Abschluss schneller, während sich berufsbegleitende Teilzeitkurse eher an Fachkräfte mit laufendem Job richten.

Ist der Beruf als Bohrtechniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt eine robuste Gesundheit und gutes Sehvermögen. Auf Bohrinseln oder Außenanlagen arbeitest du oft bei Kälte, Hitze oder Nässe, richtest Bohrstellen ein und bedienst schwere Geräte – alles meist im Stehen und manchmal auch nachts.

Wie sind die Berufsaussichten als Bohrtechniker/in?

Die Berufsaussichten als Bohrtechniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch, offene Stellen sind daher schwer zu besetzen – gut für Bewerber/innen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Langfristig schrumpft die Gesamtbeschäftigung jedoch; bis 2040 finden Arbeitgeber voraussichtlich leichter Personal, sodass die Konkurrenz steigen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Bohrtechniker/in?

Im Alltag spielen digitale Vermessungs- und Planungswerkzeuge eine zentrale Rolle. Du solltest 3-D-Laserscans auswerten können, mit BIM-Software und digitalen Zwillingen arbeiten sowie Bohrungen über GPS-basierte Karten und Dokumentenmanagementsysteme dokumentieren. Erfahrung mit autonomen Bohrrobotern oder Augmented-Reality-Anleitungen verschafft dir Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bohrtechniker/in?

Die Arbeitsbedingungen sind abwechslungsreich, aber fordernd. Du führst Bohraufsicht auf wechselnden Baustellen oder Bohrinseln, oft fern vom Wohnort, und trägst Verantwortung für Team und Sicherheit. Arbeiten im Freien bei jedem Wetter, Schutzkleidung und Schichtdienste gehören ebenso dazu wie Phasen am Bildschirm im Büro oder Homeoffice.

Womit arbeitet man als Bohrtechniker/in?

Bohrtechniker/innen nutzen eine Mischung aus schwerem Gerät und Büro-IT. Im Feld bedienst du Tief- und Flachbohranlagen, Pumpen, Fördertechnik und GPS-Geräte. Im Büro arbeitest du mit Bohrplänen, geologischen Zeichnungen, Kostenrechnungen sowie PC, Smartphone und spezialisierter Software.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bohrtechniker/in?

Fachkurse in Rohstoffgewinnung, Vermessungstechnik oder Geoinformationssystemen können dein Profil schärfen. Auch Vertiefungen in Geowissenschaften oder allgemeinem Tiefbau eröffnen dir neue Einsatzfelder und erhöhen deine Chancen auf Leitungsaufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bohrtechniker/in?

Mit Berufspraxis kannst du dich zum/zur Technischen Betriebswirt/in weiterqualifizieren und damit in kaufmännische Führungsfunktionen wechseln.

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