Bergbautechnologe/Bergbautechnologin Fachrichtung Tiefbohrtechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Bergbautechnologe/Bergbautechnologin Fachrichtung Tiefbohrtechnik

Auch bekannt als: Mining technologist (m/f) - specialising in deep drilling

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsorteim Freien · unter Tage
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze9

Über den Beruf

Bergbautechnologen und -technologinnen der Fachrichtung Tiefbohrtechnik erschließen Erdöl-, Erdgas- oder Wasservorkommen, indem sie tiefe Bohrlöcher anlegen und sichern. Vor dem Abteufen entnehmen sie Gesteinsproben, messen Druck und Festigkeit und wählen danach geeignete Bohr-, Fräs- oder Sprengverfahren. Während der Bohrung montieren sie Anlagen, justieren die Spülung und entfernen gelöstes Gestein. Ist der Schacht fertig, zementieren sie die Wandungen, verbauen Bohrlochabschlüsse oder verfüllen das Loch. Anschließend überwachen sie die Förderung und Aufbereitung der Rohstoffe, warten Pumpen sowie Förderanlagen und tauschen Verschleißteile aus. Beim Bau unterirdischer Speicher richten sie die technischen Systeme ein und prüfen deren Dichtigkeit. Regelmäßige geotechnische Messungen liefern ihnen Daten, mit denen sie Stabilität und Sicherheit jeder Anlage beurteilen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Bergbau (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
  • Z.T. Mindestalter von 17 Jahren

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Bergbautechnologe/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.712 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.884 € und 5.486 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Bergbautechnologe/in?

Die Ausbildung zum/zur Bergbautechnologe/in dauert drei Jahre. Danach hast du das Rüstzeug, um direkt in der Tiefbohrtechnik zu arbeiten.

Welche Schulfächer sind wichtig?

Für die Ausbildung sind vor allem Mathematik, Physik und Werken/Technik wichtig. Mit guten Noten in diesen Fächern fällt dir etwa das Berechnen von Drücken oder das Lesen von Montageplänen leichter.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf fordert eine robuste Gesundheit und viel Ausdauer. Du bedienst schwere Maschinen, arbeitest bei starken Vibrationen und trägst häufig Schutz­ausrüstung – das belastet Rücken, Arme und Beine.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Arbeit ist von Lärm, Staub und starken Erschütterungen geprägt und findet teils bei Hitze, Kälte oder Nässe statt. Helm, Schutzbrille, Atemschutz und der Umgang mit Schmierstoffen gehören zum Alltag.

Welche digitalen Skills braucht man als Bergbautechnologe/in?

Bergbautechnologen/innen nutzen zunehmend digitale Systeme. Du arbeitest mit 3-D-Laserscannern zur Bohrlochvermessung, steuerst autonome Transportsysteme und erkennst Störungen mithilfe von Predictive-Maintenance-Software oder Datenbrillen.

Wie sind die Berufsaussichten als Bergbautechnologe/in?

Die Berufsaussichten als Bergbautechnologe/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Jobsuchenden in die Karten. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Arbeitgeber finden dann schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig steigt.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach einigen Berufsjahren kannst du mit Zusatzqualifikationen aufsteigen. Beliebte Optionen sind der Abschluss als Techniker/in für Bohrtechnik oder Geologietechnik. Auch ein Studium in Geotechnologie oder Rohstoffingenieurwesen öffnet dir Türen für leitende Positionen.

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