Lichtplaner/Lichtplanerin
Auch bekannt als: Lichtdesigner/in
Über den Beruf
Lichtplaner/innen entwickeln Beleuchtungskonzepte für Innenräume, Fassaden und Außenanlagen. Sie analysieren Grundrisse, Materialien und Tageslicht, ermitteln Kundenwünsche und beraten zu technischen sowie gestalterischen Möglichkeiten. Mit CAD-Software legen sie Art, Anzahl und Position von Leuchten fest, kalkulieren Lichtstärken und modellieren die Wirkung in 3-D-Visualisierungen. Häufig integrieren sie Steuerungen für tageslichtabhängiges Dimmen oder zeitgesteuertes Szenenlicht. Nach der Präsentation begleiten sie Ausschreibungen, überwachen die Montage und nehmen Anlagen gemeinsam mit Fachbetrieben in Betrieb. In Betrieben kontrollieren sie Lichtverhältnisse, führen normgerechte Messungen durch und empfehlen Verbesserungen, etwa zur Bildschirmarbeitsverordnung. Auch bestehende Anlagen modernisieren sie, indem sie effizientere Leuchtmittel auswählen und die Installation an aktuelle DIN-Normen anpassen. Somit verbinden sie Gestaltung, Technik und Ergonomie zu einer passgenauen Beleuchtung.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Lichtplaner/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.114 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.509 € und 4.701 €. In großen Architektur- oder Ingenieurbüros sowie bei Projekten mit Leitungsverantwortung kannst du eher die obere Spanne erreichen.
Wie sind die Berufsaussichten als Lichtplaner/in?
Die Berufsaussichten als Lichtplaner/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen höher ist. Außerdem stehen weniger Altersabgänge an als in vielen anderen Berufen, wodurch sich nur begrenzt zusätzliche Stellen eröffnen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Lichtplaner/in?
Die Tätigkeit wechselt zwischen Bildschirmarbeit im Büro und Einsätzen auf Baustellen, in Außenanlagen oder bei Kundschaft. Du reist häufig, hast intensiven Kundenkontakt und arbeitest gelegentlich abends oder am Wochenende, wenn die Auftragslage es verlangt. Zusätzlich müssen zahlreiche Normen und Richtlinien – etwa DIN-Vorgaben oder die Bildschirmarbeitsverordnung – beachtet werden.
Womit arbeitet man als Lichtplaner/in?
Zum Equipment gehören Licht- und Beleuchtungsanlagen, (LED-)Leuchten, Messgeräte sowie CAD- und 3-D-Software für Planung und Visualisierung. Du erstellst am PC Ausschreibungsunterlagen, Kostenberechnungen und DIN-gerechte Dokumentationen und präsentierst Entwürfe per Beamer, Tablet oder Modell.
Kann man sich als Lichtplaner/in selbständig machen?
Ja – viele Lichtplaner/innen gründen ein eigenes Büro für Innenraum- und Lichtdesign. In der Selbständigkeit betreust du komplette Beleuchtungsprojekte von der ersten Beratung bis zur Bauleitung und kannst deine gestalterische Handschrift frei umsetzen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Lichtplaner/in?
Fachspezifische Kurse in Licht- und Beleuchtungstechnik, Elektrotechnik oder Energieeffizientem Bauen bringen dich technisch auf den neuesten Stand. Ergänzend kannst du dich in Raumgestaltung, Technischem Zeichnen oder Baubiologie fortbilden, um dein Leistungsangebot zu verbreitern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Lichtplaner/in?
Mit Berufserfahrung kannst du die Leitung von Projektteams oder ganzen Planungsabteilungen übernehmen. Akademisch eröffnen ein Master in Innenarchitektur, Architektur oder Ausstellungsdesign sowie eine anschließende Promotion weitere Karrierewege, etwa in der Forschung oder Hochschullehre.
