Architektur (Master)
Auch bekannt als: Architekt/in · Architect (m/f)
Über den Beruf
Architekt/innen entwerfen Wohnhäuser, Bürobauten und öffentliche Einrichtungen, modernisieren Bestandsgebäude und steuern Sanierungen. Sie entwickeln Grundrisse, Ansichten und 3-D-Modelle am Computer, prüfen Standortfaktoren und kalkulieren Baukosten. Klimaschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit fließen von Beginn an in die Planung ein. Sie erstellen außerdem reale oder virtuelle Modelle, um Ideen verständlich zu präsentieren. Nach Abstimmung mit dem Bauherrn erstellen sie Leistungsverzeichnisse, holen Genehmigungen ein und organisieren Ausschreibungen. Während der Ausführung koordinieren sie Handwerks- und Fachbetriebe, überwachen Termine, Qualität und Budget und prüfen Rechnungen. Auch Gutachten zu Bauschäden oder Konzepte für die Umnutzung denkmalgeschützter Gebäude gehören zu ihrem Repertoire. So begleiten Architekt/innen ein Projekt von der ersten Idee bis zur Übergabe des fertigen Bauwerks.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Architektur
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. Bewerbungsmappe
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge190
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Architekt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.745 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung, regionalen Unterschieden und der Größe des Büros bewegen sich die Einkommen meist zwischen 3.739 € und 6.231 €.
Ist der Beruf als Architekt/in körperlich anstrengend?
Baustellenbesuche können körperlich fordernd sein. Du solltest schwindelfrei sein, robust gegen Kälte oder Nässe und über ein gutes Farb- sowie Raumsehvermögen verfügen, damit du Mängel auch in größerer Höhe erkennst. Für das Anfertigen von Skizzen und Detailzeichnungen sind außerdem funktionstüchtige Arme und Hände wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Architekt/in?
Die Berufsaussichten als Architekt/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden zugutekommt. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, da Arbeitgeber länger suchen müssen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Architekt/in?
Digitale Tools gehören zum Alltag in der Architektur. Du solltest BIM-Systeme beherrschen, 3-D-Simulationen, Laserscanning und Holografie einsetzen sowie CAD-Daten für den 3-D-Druck aufbereiten können. Apps für Planung und Aufmaß, vernetzte Gebäudemanagementlösungen („Connected Buildings“) und Dokumentenmanagementsysteme runden das digitale Handwerkszeug ab.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Architekt/in?
Architekt/innen pendeln zwischen Schreibtisch und Baustelle und tragen dabei viel Verantwortung. Du arbeitest häufig am Bildschirm mit CAD-Programmen, führst Besprechungen mit Bauherren und musst gleichzeitig vor Ort bei Kälte, Hitze oder Nässe die Ausführung kontrollieren. Strenge Bau-, Umwelt- und Brandschutzvorschriften sowie die Führung von Mitarbeitenden prägen den Arbeitsalltag.
Kann man sich als Architekt/in selbständig machen?
Ja, viele Architekt/innen arbeiten freiberuflich. Du kannst ein eigenes Architektur- oder Planungsbüro gründen oder dich als freie/r Architekt/in in Kooperation mit Bauunternehmen am Markt positionieren.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Architekt/in?
Für Architekt/innen gibt es zahlreiche Fachkurse, etwa zu Bauplanung, Bauprojektmanagement oder Baustatik und -physik. Du kannst dich außerdem in CAD, Bausachverständigenwesen oder Baurecht spezialisieren, um dein Portfolio zu erweitern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Architekt/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über eine Promotion in Architektur, Baubetriebswirtschaft oder Baumanagement. Damit qualifizierst du dich für Leitungsfunktionen in großen Planungsbüros, für Verantwortung in der öffentlichen Bauverwaltung oder für die Forschung an Hochschulen. Wer daran noch eine Habilitation anschließt, kann sich zudem für eine Professur empfehlen und komplette Fachbereiche leiten.
