Innenarchitektur (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Innenarchitektur (Master)

Auch bekannt als: Innenarchitekt/in · Interior designer (m/f)

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Büro- und Atelierräumen · in Besprechungsräumen · bei der Kundschaft, z.B. auf Baustellen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge32

Über den Beruf

Innenarchitekt/innen entwickeln Raumkonzepte, zeichnen Entwürfe und verwandeln sie per CAD oder BIM in präzise Ausführungspläne. Sie analysieren vorhandene Gebäudestrukturen, wählen Farben, Materialien und Beleuchtung, berechnen Kosten und achten auf technische Normen sowie Barrierefreiheit. Für Büros, Wohnungen, Restaurants oder Messestände entwerfen sie zudem maßgefertigte Möbel und Leuchten. Vor der Bauphase erstellen sie Leistungsbeschreibungen, leiten Ausschreibungen und binden Fachplaner für Haustechnik oder Statik ein. Auf der Baustelle überwachen sie Termine, Qualität und Budget, dokumentieren Mängel und veranlassen deren Beseitigung. Digitale Tools wie 3-D-Laserscanning, Virtual- oder Augmented-Reality helfen, Kunden Raumwirkungen unmittelbar zu zeigen. Wer ein eigenes Studio führt, übernimmt zusätzlich Kalkulation, Marketing und Personalplanung. Abschließend prüfen Innenarchitekt/innen Rechnungen, erstellen Gutachten etwa zum barrierefreien Umbau und übergeben den fertiggestellten Innenraum an die Auftraggebenden.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Innenarchitektur
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Vorpraktikum
  • Ggf. Mappe mit ausgewählten Entwürfen

Passende Studiengänge32

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Innenarchitekt/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.996 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.280 € und 4.971 €. Selbstständige Innenarchitekt/innen vereinbaren ihr Honorar meist projektbezogen, sodass ihr Einkommen stärker schwankt.

Ist der Beruf als Innenarchitekt/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert keine schwere körperliche Arbeit, aber funktionstüchtige Arme und Hände sind wichtig, um vor Ort Maße zu nehmen oder Modelle anzufertigen. Ein sicheres Farb- und räumliches Sehvermögen hilft dir, Materialien stimmig auszuwählen und Proportionen richtig einzuschätzen.

Wie sind die Berufsaussichten als Innenarchitekt/in?

Die Berufsaussichten als Innenarchitekt/in sind ausgeglichen. Zwar schrumpft die Beschäftigung bis 2040, doch aktuell besteht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen und kommen Bewerbern zugute. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden. Regionale Unterschiede und die Option auf Selbständigkeit können deine Chancen zusätzlich beeinflussen.

Welche digitalen Skills braucht man als Innenarchitekt/in?

Innenarchitekt/innen brauchen heute vielfältige digitale Skills. Gefragt sind 3-D-Laserscanning, BIM-Systeme und klassische CAD-Programme für die Planung. Hinzu kommen Apps für Planung und Aufmaß, Augmented-Reality-Tools zur Kundenpräsentation sowie Dokumentenmanagementsysteme für Gutachten und Ausschreibungen. Kenntnisse in Smart-Home-Technik oder Color-Reader-Apps verschaffen dir weitere Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Innenarchitekt/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Schreibtisch, Atelier und Baustelle. Du verbringst viel Zeit am Bildschirm, um exakte Zeichnungen und Berechnungen zu erstellen, prüfst aber auch vor Ort, ob Firmen Pläne und Vorschriften einhalten. Kundenkontakt und das Einhalten zahlreicher Bau- und Normenvorgaben gehören zum Alltag. Durch wechselnde Projekte bist du häufig in neuen Umgebungen unterwegs und trägst Verantwortung für erhebliche Sachwerte.

Womit arbeitet man als Innenarchitekt/in?

Innenarchitekt/innen arbeiten hauptsächlich mit digitalen Entwurfs-, Detail- und Ausführungszeichnungen, oft im BIM-Format. Am Arbeitsplatz nutzt du PC, Bauplanungssoftware, Internet und Telefon für Abstimmungen. Auf der Baustelle kommen Messgeräte wie Nivelliergerät und Nivellierlatte zum Einsatz, um Höhenunterschiede exakt zu erfassen.

Kann man sich als Innenarchitekt/in selbständig machen?

Selbständigkeit ist in diesem Beruf verbreitet. Viele Innenarchitekt/innen gründen ein eigenes Innenarchitektur- oder Planungsbüro, spezialisieren sich auf Innenraumgestaltung oder übernehmen einen bestehenden Betrieb. Als freie/r Innenarchitekt/in kalkulierst du deine Honorare selbst, musst aber auch Marketing und Kundenakquise übernehmen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Innenarchitekt/in?

Fortbildungen halten Innenarchitekt/innen fachlich auf dem neuesten Stand. Beliebt sind Kurse zu Bauprojektmanagement, Baustellenleitung, Baurecht sowie energieeffizientem und ökologischem Bauen. Ergänzend kannst du dich in Baubiologie, Denkmalschutz oder modernen CAD-Techniken spezialisieren, um deine Planungskompetenz auszubauen. Seminare zu aktueller Raumgestaltung runden das Angebot ab.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Innenarchitekt/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über eine Promotion in Innenarchitektur, Design oder Denkmalpflege. Mit anschließender Habilitation kannst du eine Professur an einer Hochschule anstreben. In der Praxis bietet die Leitung eines eigenen Planungsbüros oder die Position als Projektleiter/in großer Bauvorhaben zusätzliche Karrierechancen.

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