Innenarchitektur (Bachelor)
Auch bekannt als: Innenarchitekt/in · Interior designer (m/f)
Über den Beruf
Innenarchitekt/innen entwickeln Raumkonzepte, zeichnen Entwürfe und verwandeln sie per CAD oder BIM in präzise Ausführungspläne. Sie analysieren vorhandene Gebäudestrukturen, wählen Farben, Materialien und Beleuchtung, berechnen Kosten und achten auf technische Normen sowie Barrierefreiheit. Für Büros, Wohnungen, Restaurants oder Messestände entwerfen sie zudem maßgefertigte Möbel und Leuchten. Vor der Bauphase erstellen sie Leistungsbeschreibungen, leiten Ausschreibungen und binden Fachplaner für Haustechnik oder Statik ein. Auf der Baustelle überwachen sie Termine, Qualität und Budget, dokumentieren Mängel und veranlassen deren Beseitigung. Digitale Tools wie 3-D-Laserscanning, Virtual- oder Augmented-Reality helfen, Kunden Raumwirkungen unmittelbar zu zeigen. Wer ein eigenes Studio führt, übernimmt zusätzlich Kalkulation, Marketing und Personalplanung. Abschließend prüfen Innenarchitekt/innen Rechnungen, erstellen Gutachten etwa zum barrierefreien Umbau und übergeben den fertiggestellten Innenraum an die Auftraggebenden.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife, oder Fachhochschulreife
- Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen
- Ggf. Vorpraktikum
- Ggf. künstlerisch-gestalterische Mappe mit Arbeitsproben, z.B. Zeichnungen, Skizzen, Grafiken, Fotos, Modellen, Collagen
Passende Studiengänge32
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Innenarchitekt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.878 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.060 € und 5.103 €. Wer eigenverantwortlich Projekte leitet oder freischaffend arbeitet, kann durch Honorarvereinbarungen zusätzlich variieren.
Wie lange dauert das Innenarchitektur-Studium?
Der Bachelorstudiengang umfasst in der Regel sechs bis acht Semester, also etwa 3–4 Jahre. Praxissemester oder Vorpraktika können die Studiendauer leicht verlängern, verschaffen dir aber wertvolle Einblicke in den Berufsalltag.
Welche Schulfächer sind wichtig für Innenarchitekt/innen?
Kunst, Mathematik, Informatik und Englisch gelten als besonders hilfreich. Kreatives Gestalten, räumliches Denken und das Verständnis technischer Zeichnungen bilden dadurch schon in der Schule ein gutes Fundament.
Ist der Beruf als Innenarchitekt/in körperlich anstrengend?
Komplett am Schreibtisch findet der Job nicht statt: Funktionstüchtige Arme und Hände, gutes Farbsehen und ein ausgeprägtes räumliches Sehvermögen sind wichtig. Beim Aufmaß oder Materialvergleich bist du häufig auf Baustellen unterwegs und musst Messgeräte sicher handhaben.
Wie sind die Berufsaussichten für Innenarchitekt/innen?
Die Berufsaussichten als Innenarchitekt/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was den Markt langfristig etwas verkleinern kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Innenarchitekt/in?
Digitale Kompetenz ist Pflicht: 3-D-Laserscanning, BIM-Systeme und CAD-Apps helfen dir beim präzisen Planen und Koordinieren. Mit Augmented-Reality-Tools oder Color-Readern präsentierst du Kund/innen Entwürfe live im Raum. Dokumentenmanagementsysteme und Smart-Home-Planung runden das digitale Profil ab.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Innenarchitekt/in?
Der Alltag wechselt zwischen Bildschirmarbeit, Baustellenbesuchen und Kundenterminen. Du trägst Verantwortung für Sachwerte, erstellst präzise Zeichnungen und musst zugleich Bauvorschriften im Blick behalten. Häufig wechselnde Aufgaben und Deadlines erfordern gutes Organisationstalent.
Womit arbeitet man als Innenarchitekt/in?
Zum technischen Setup gehören PC-Arbeitsplätze mit Bauplanungs- und CAD-Software sowie Telefon und Internet. Auf der Baustelle nutzt du Nivelliergerät und Nivellierlatte, um Höhen exakt zu bestimmen. Entwurfs-, Detail- und Ausführungszeichnungen verwaltest du heute meist digital im BIM-Modell.
Kann man sich als Innenarchitekt/in selbständig machen?
Ja, viele Innenarchitekt/innen gründen ein eigenes Innenarchitektur- oder Planungsbüro oder übernehmen einen bestehenden Betrieb. Als freischaffende/r Innenarchitekt/in akquirierst du Projekte eigenständig, kalkulierst Honorare und pflegst dein Netzwerk zu Handwerks- und Bauunternehmen.
