Elektrotechnik (Bachelor)
Auch bekannt als: Ingenieur/in - Elektrotechnik · Elektroingenieur/in ·
Über den Beruf
Elektroingenieur/innen entwickeln Schaltungen, Antriebe und komplexe Systeme für Informationstechnik, Energienetze, Automatisierungsanlagen und Mikroelektronik. Sie berechnen Bauteile, erstellen CAD-Modelle und testen Prototypen im Labor, bis die Konstruktion serienreif ist. In der Fertigung überwachen sie Maschinen, optimieren Prozesse und gewährleisten die Produktqualität mit Mess- und Prüfverfahren. Im Vertrieb oder Kundendienst erläutern sie technische Details, erstellen Angebote und beheben Störungen. Häufig leiten sie Projekte, koordinieren Fachkräfte, planen Budgets und dokumentieren Ergebnisse. Das Tätigkeitsspektrum reicht von energieeffizienter Leistungselektronik über smarte Sensorik bis zur Einbindung von 5G-Funkmodulen in vernetzte Geräte.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife, oder Fachhochschulreife
- Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen als Praxispartner
- Ggf. Vorpraktikum
- Ggf. gute Englischkenntnisse
Passende Studiengänge1316
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Elektroingenieur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.392 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung kannst du je nach Branche und Region zwischen 4.309 € und 6.712 € verdienen.
Wie lange dauert das Elektrotechnik-Studium?
Das Bachelorstudium dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre. Praxisphasen oder ein dualer Aufbau können die Studiendauer an das obere Ende der Spanne rücken.
Welche Schulfächer sind wichtig für Elektrotechnik?
Wichtig sind vor allem Mathematik, Physik, Informatik und Englisch. Ein sicherer Umgang mit Zahlen, ein Verständnis für elektrische Zusammenhänge und englische Fachtexte erleichtern dir den Einstieg erheblich.
Wie sind die Berufsaussichten als Elektroingenieur/in?
Die Berufsaussichten als Elektroingenieur/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, und viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden. Zu beachten ist aber, dass die Gesamtbeschäftigung bis 2040 voraussichtlich schrumpft.
Welche digitalen Skills braucht man als Elektroingenieur/in?
Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Druck, 3-D-Simulation sowie in 5G- und 6G-Technologien oder App-Entwicklung zur Prozessüberwachung. Zusätzlich hilft dir Verständnis für Aktorik, 4-D-Druck und 3-D-Laserscanning, um an innovativen Projekten mitzuwirken.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Elektroingenieur/in?
Viel Zeit verbringst du am Bildschirm, etwa beim Konstruieren mit CAD- oder CAE-Programmen. Je nach Einsatzgebiet kommen Schichtarbeit, unregelmäßige Einsätze beim Kunden und Verantwortung für Mitarbeitende hinzu. Labor-, Werkstatt- oder Hallenumgebungen wechseln sich dabei mit Büro- und Homeoffice-Phasen ab.
Womit arbeitet man als Elektroingenieur/in?
Zum Alltag gehören Mess- und Prüfgeräte, CAD- und CAE-Software, ASICs, FPGAs sowie umfangreiche Schalt- und Konstruktionsunterlagen. Auch Tools für Kostenrechnung oder maschinelles Lernen unterstützt du, wenn es um Planung, Analyse und Optimierung geht.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Elektroingenieur/in?
Du kannst dich in Automatisierungstechnik, Mechatronik, Mikrotechnik oder Produktions- und Fertigungstechnik spezialisieren. Ergänzend sind CAD-, Projektmanagement- oder F&E-Kurse beliebt, um Projektleitungs- oder Führungsaufgaben zu übernehmen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Elektroingenieur/in?
Für den Aufstieg bietet sich ein Master in Elektrotechnik, Energietechnik, Automatisierungstechnik oder Elektromobilität an. Wer in Forschung oder Lehre Karriere machen will, schließt eine Promotion und später eventuell eine Habilitation an. Praxisorientierte Aufstiegsweiterbildungen wie die Qualifikation zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering eröffnen zusätzliche Management- und Leitungspositionen.
