Automatisierungstechnik (Master)
Auch bekannt als: Ingenieur/in - Automatisierungstechnik · Automatisierungsingenieur/in ·
Über den Beruf
Automatisierungsingenieur/innen entwickeln Steuerungs- und Regelungssysteme, die Maschinen, Anlagen und ganze Produktionslinien eigenständig arbeiten lassen. Sie legen das Gesamtkonzept fest, wählen Sensoren, Aktoren und Antriebe aus und erstellen Schaltpläne sowie Leiterplattenlayouts. Anschließend programmieren sie speicherprogrammierbare Steuerungen, Roboter oder Leitsysteme, testen Prototypen im Labor und optimieren Algorithmen für vernetzte Produktionsabläufe. Während der Projektrealisierung koordinieren sie Montage und Inbetriebnahme, erstellen Prüfverfahren und beseitigen Störungen. Für Zulassungen bereiten sie technische Unterlagen vor und arbeiten mit Prüfstellen zusammen. In der Qualitätssicherung dokumentieren sie Ergebnisse, analysieren Fehlerbilder und passen Hard- oder Software an. Zudem kalkulieren sie Budgets, planen Personal und schulen Kundenteams im Umgang mit der Technik.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Automatisierungstechnik
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule Auswahl z.B. nach Leistungen im ersten Hochschulstudium
Passende Studiengänge222
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Automatisierungsingenieur/in?
Das Gehalt liegt im Mittel bei 6.356 € brutto im Monat. Mit wachsender Verantwortung oder einer Leitungsfunktion kannst du dein Einkommen weiter steigern.
Ist der Beruf als Automatisierungsingenieur/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich wenig belastend, erfordert aber volle Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen sowie ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen. Bei der Montage von Baugruppen oder der Fehlersuche an Steuerungen brauchst du Feinmotorik und musst farbige Kennzeichnungen sicher unterscheiden können.
Wie sind die Berufsaussichten als Automatisierungsingenieur/in?
Die Berufsaussichten als Automatisierungsingenieur/in sind ausgeglichen. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was dir die Jobsuche erleichtert. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber suchen also länger nach passendem Personal. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Außerdem werden weniger Altersabgänge erwartet als in anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Automatisierungsingenieur/in?
Gefragt ist ein sicherer Umgang mit Technologien wie 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation. Du solltest Produktionsprozesse per App überwachen, Auto-ID-Lösungen wie RFID integrieren sowie Aktorik, 6G-Kommunikation und Augmented-Reality-Anwendungen in automatisierte Systeme einbinden können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Automatisierungsingenieur/in?
Die Tätigkeit verbindet Büro- und Bildschirmarbeit mit Einsätzen in Werkhallen, Laboren und an Produktionsanlagen. Häufig bist du bei Kunden vor Ort, übernimmst Verantwortung für Mitarbeitende und hast regelmäßigen Kundenkontakt. Unregelmäßige Arbeitszeiten oder Schichtdienste können anfallen, wenn du Fertigungsprozesse überwachst oder kurzfristige Serviceeinsätze übernimmst.
Womit arbeitet man als Automatisierungsingenieur/in?
Zum Alltag gehören automatisierte und digital vernetzte Fertigungssysteme, kollaborative Roboter sowie Mess-, Steuer- und Antriebskomponenten. Du nutzt CAD-, CAP- und CAM-Software für Konstruktion und Fertigungsplanung und arbeitest mit Baugruppen wie Reglern, Sensorik sowie pneumatischen oder hydraulischen Elementen.
Kann man sich als Automatisierungsingenieur/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Ingenieurbüro für Entwicklung, Projektierung oder Service. Du kannst auch freiberuflich als Gutachter/in, Sachverständige/r oder beratende/r Ingenieur/in tätig werden; Informationen zur Gründung bieten beispielsweise der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Automatisierungsingenieur/in?
Weiterbildungen reichen von vertiefter Automatisierungstechnik über Produktions-, Fertigungs- und Verfahrenstechnik bis hin zu elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder CAD. Auch Kurse in Projektmanagement, Forschung und Entwicklung oder Konstruktion helfen dir, dein Profil zu schärfen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Automatisierungsingenieur/in?
Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich vor allem über eine Promotion in Automatisierungstechnik, Robotik oder autonomen Systemen, die den Weg in die Forschungsleitung oder an die Hochschule ebnet. Ergänzend kannst du dich mit einer Weiterbildung zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering für Projekt- und Teamleitungen empfehlen. In großen Industrieunternehmen sind darauf aufbauend Positionen bis zur Bereichsleiter/in Automation oder Technikvorständin erreichbar.
