Robotik, Autonome Systeme (Master)
Auch bekannt als: Ingenieur/in - Robotik, Autonome Systeme · Automation engineer (m/f) · Robotics engineer (m/f)
Über den Beruf
Ingenieure und Ingenieurinnen für Robotik und Autonome Systeme konzipieren und programmieren Serviceroboter, kollaborative Industrieroboter und intelligente Assistenzsysteme. Sie verbinden Mechanik, Elektronik und Informatik, wählen passende Sensoren und Aktoren, entwickeln Algorithmen für Wahrnehmung, Bewegungsplanung und Mensch-Roboter-Interaktion per Sprache oder Gestik. Mit CAD-Tools entwerfen sie Bauteile, simulieren Bewegungsabläufe und begleiten den Bau von Prototypen. Während der Inbetriebnahme optimieren sie Regelungen, testen Sicherheitsfunktionen und dokumentieren Programmierstandards. In Projekten übernehmen sie die technische Leitung, koordinieren Budgets und stimmen sich mit Kunden oder Forschungspartnern über Anforderungen ab. Forschungsthemen wie autonome Fahr- oder Transportsysteme, Agrar- und Bauroboter oder KI-gestütztes Generatives Design erweitern ihr Einsatzfeld. Das Ziel: Roboterlösungen entwickeln, die Prozesse selbstständig steuern und Menschen sicher unterstützen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Robotik oder Autonomen Systemen
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. Englischkenntnisse
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Robotikingenieur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.356 € brutto im Monat. Abhängig von Erfahrung, Branche und Region kannst du schon ab etwa 5.116 € einsteigen; in leitenden Positionen sind auch deutlich höhere Beträge möglich.
Ist der Beruf als Robotikingenieur/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert keine Schwerstarbeit, jedoch gewisse körperliche Voraussetzungen. Funktionstüchtige Arme und Hände sowie ein sicheres Farb- und räumliches Sehvermögen sind wichtig, um Kabel korrekt zu verdrahten, Baugruppen zusammenzusetzen und 3-D-Konstruktionen zu beurteilen.
Wie sind die Berufsaussichten als Robotikingenieur/in?
Die Berufsaussichten als Robotikingenieur/in sind ausgeglichen. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen oft schwer zu besetzen sind – gut für Bewerber/innen. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber Personal länger suchen müssen. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was das Stellenangebot bremst. Auch die Zahl der Altersabgänge liegt unter dem Durchschnitt anderer Berufe, sodass weniger Ruhestandsstellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Robotikingenieur/in?
Digitale Kompetenz ist Kern des Berufs. Du solltest 3-D-Druck, Laserscanning und Simulationen beherrschen und dich mit Aktorik, autonomen Transportsystemen oder Agrar- und Baurobotern auskennen. Auch Themen wie Affective Computing, bei dem Roboter Emotionen erkennen, gewinnen an Bedeutung.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Robotikingenieur/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Labor, Werkstatt und Produktionshalle. Viele Aufgaben erledigst du am Bildschirm, doch bei Inbetriebnahmen bist du häufig beim Kunden vor Ort und dadurch viel unterwegs. Unregelmäßige Arbeitszeiten oder Schichtdienst können anfallen, wenn Anlagen rund um die Uhr laufen. Zusätzlich hast du oft Kundenkontakt und trägst Projekt- sowie Personalverantwortung.
Womit arbeitet man als Robotikingenieur/in?
Robotikingenieur/innen nutzen eine Mischung aus High-Tech-Hardware und Spezialsoftware. Serviceroboter, Sensoren, Versuchs- und Prüfeinrichtungen stehen ebenso auf dem Plan wie CAD-, CAM- und CIM-Programme zur Konstruktion und Fertigungsplanung. Stücklisten, Schaltpläne und andere technische Unterlagen sind ständige Begleiter.
Kann man sich als Robotikingenieur/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist durchaus möglich. Häufig gründen oder übernehmen Robotikingenieur/innen ein Ingenieurbüro für Beratungs-, Planungs- oder Konstruktionsdienstleistungen oder arbeiten als Gutachter/in bzw. Beratende/r Ingenieur/in. Unterstützung und Fachinformationen bietet beispielsweise der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Robotikingenieur/in?
Berufsbegleitende Weiterbildungen halten dein Know-how frisch. Besonders gefragt sind Kurse in Robotik, Automatisierungstechnik, CAD/CAM, Produktions- und Fertigungstechnik, Projektmanagement sowie in der elektrischen Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Spezialisierungen in Forschung und Entwicklung schärfen dein Profil zusätzlich.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Robotikingenieur/in?
Nach einigen Jahren Praxis kannst du dich etwa zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering weiterqualifizieren und so Führungsaufgaben übernehmen. Eine Promotion in Robotik, Sensortechnik oder Künstlicher Intelligenz eröffnet dir Positionen in Forschung, Entwicklung oder Hochschullehre; eine anschließende Habilitation ebnet den Weg zur Professur. In Unternehmen führen Promotion oder langjährige Erfahrung oft in Projekt- oder Entwicklungsleitungsfunktionen.
