Sensortechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Sensortechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Sensortechnik · Entwickler/in - Sensortechnik · Sensor systems and applications engineer (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Testlabors und an Prüfständen · in Produktionshallen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge1

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Sensortechnik entwickeln Sensoren und komplette Sensorsysteme, passen Hardware und Software exakt an die Messaufgabe an und prüfen deren Zuverlässigkeit. Sie analysieren Kundenanforderungen, halten sie im Pflichtenheft fest und entwerfen Schaltungen, Algorithmen sowie Bedienoberflächen. Mit 3-D-Simulationen und Labortests verifizieren sie ihre Konzepte, optimieren sie und dokumentieren die Ergebnisse. Häufig integrieren sie Sensorik in Industrieroboter, Fahrzeugsicherheits- oder Medizingeräte und programmieren hierfür SPS-Steuerungen oder Embedded-Software. In der Fertigungsphase planen sie Arbeitsabläufe, begleiten den Serienanlauf und richten Prüfstände für die Qualitätssicherung ein. Treten später Fehler auf, bewerten sie Messdaten aus Diagnosesystemen und leiten Korrekturmaßnahmen ein. Im Kundenservice bereiten sie Schulungen vor, erläutern Softwareupdates oder beraten zur Nachrüstung. Arbeiten sie im Vertrieb, kalkulieren sie Angebote und verhandeln technische Details mit Unternehmen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Sensortechnik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge1

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Sensortechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.530 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region sind auch Einstiegsgehälter ab rund 5.231 € möglich. Mit wachsender Projektverantwortung oder einer Leitungsfunktion kann dein Einkommen deutlich steigen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Sensortechnik körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert kein schweres Heben, aber ein sicheres Farbsehvermögen ist wichtig, um Farbcodes an Bauteilen oder Kabeln korrekt zu erkennen. Längere Phasen konzentrierter Bildschirmarbeit können dennoch belastend sein, sodass ergonomische Arbeitsplätze sinnvoll sind.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Sensortechnik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Sensortechnik sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber müssen also länger suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung im Berufsfeld bis 2040 etwas, was das Wachstum begrenzt.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Sensortechnik?

Gefragt sind Kenntnisse in additiven Fertigungsverfahren wie 3-D- und 4-D-Druck, Simulationstools zur virtuellen Erprobung neuer Sensoren sowie Softwareentwicklung für Apps zur Prozessüberwachung. Auch Themen wie Affective Computing, Bioprinting, Cobots oder automatische optische Inspektion solltest du im Blick haben, um zukünftige Sensorsysteme intelligent zu vernetzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Sensortechnik?

Du arbeitest abwechselnd im Büro, Labor, in Produktionshallen oder beim Kunden vor Ort – häufig vor dem Bildschirm, aber auch an Prüfständen und Anlagen. Verantwortung für Mitarbeitende, unregelmäßige Arbeitszeiten bei Inbetriebnahmen und gelegentliche Schicht- oder Reisetätigkeit gehören ebenso dazu wie intensiver Kundenkontakt im Service oder Vertrieb.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Sensortechnik?

Zum Alltag gehören Sensoren und komplette Sensorsysteme, Versuchs- und Fertigungsanlagen sowie präzise Mess- und Prüfgeräte. Für Planung und Konstruktion nutzt du CAD-, CAE- und andere Engineering-Software, erstellst Schaltungskonzepte und dokumentierst Kosten oder Projektziele in IT-Systemen.

Kann man sich als Ingenieur/in für Sensortechnik selbständig machen?

Ja, eine Gründung ist möglich, etwa in Form eines Ingenieurbüros für Beratung, Planung oder Konstruktion. Alternativ kannst du als Gutachter/in, Sachverständige/r oder beratende/r Ingenieur/in auftreten; Informationen und Netzwerke bietet zum Beispiel der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Sensortechnik?

Fachkurse in Mikro- und Nanotechnik, Halbleitertechnologie, Automatisierung oder elektrischer Mess-, Steuer- und Regelungstechnik halten dein Know-how aktuell. Auch Schulungen zu CAD, Softwareentwicklung, Produktions- und Fertigungstechnik oder Projektmanagement erweitern dein Profil und öffnen Türen zu spezialisierten Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Sensortechnik?

Für den Karriereschritt in Forschung oder Hochschullehre bietet sich eine Promotion an; eine spätere Habilitation ebnet den Weg zur Professur. In der Industrie kannst du dich mit einer Aufstiegsweiterbildung wie REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering oder durch eine Promotion in Mikrosystemtechnik, Nanowissenschaft oder Mikroelektronik für Leitungs- und Entwicklungsfunktionen empfehlen.

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