Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Mikrosystemtechnik · Diplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Mikroelektronik

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Forschungs- und Entwicklungslabors, Mess- und Versuchsräumen · in Produktions- und Fertigungsstätten · in Reinräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Mikrosystemtechnik entwickeln Sensoren, Aktoren und komplette Mikrochips, die elektronische, mechanische und optische Funktionen auf wenigen Millimetern vereinen. Sie entwerfen Schaltungen und Gehäuse in CAD-Systemen, simulieren das Verhalten der Bauteile in 3-D-Modellen und fertigen erste Prototypen, etwa durch photolithografische Verfahren oder 3-D-Druck. Anschließend übertragen sie die Entwürfe in die Serienfertigung: Sie planen Reinraumprozesse auf Silizium-Wafern, legen Maschinen- und Personaleinsatz fest, überwachen Ätz-, Beschichtungs- und Montageanlagen und erhöhen durch automatische optische Inspektion die Ausbeute. Zusätzlich programmieren sie anwendungsspezifische Software, analysieren Messdaten und sichern die Einhaltung von Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsstandards. Im Kontakt mit Automobil-, Medizin- oder Energieunternehmen klären sie technische Anforderungen, erstellen Angebote und begleiten die Einführung neuer Systeme. Gutachten, Forschungsberichte oder Schulungen für Fachhändler runden das Aufgabenfeld ab.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Mikrotechnik oder Mikrosystemtechnik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.530 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 5.231 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik körperlich anstrengend?

Schwere körperliche Arbeit spielt kaum eine Rolle. Wichtig sind jedoch sicheres Farbsehen sowie gesunde Atemwege, weil du häufig in Reinräumen mit Schutzkleidung und Mundschutz arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Plus für Bewerber/innen. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen länger nach Personal. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was den Markt langfristig etwas dämpfen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik?

Digitale Technologien sind Herzstück der Mikrosystemtechnik: 3-D-Druck, 3-D-Simulation und 4-D-Druck gehören ebenso dazu wie automatisierte optische Inspektion und Cobots in der Fertigung. Du solltest zudem mit Laserscanning, Aktorik-Software und Apps zur Prozessüberwachung umgehen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro, Labor, Reinraum und gelegentlichen Dienstreisen. Du arbeitest viel am Bildschirm, führst Teams, hast Kundenkontakt und trägst bei Reinraumtätigkeiten Schutzkleidung – Präzision und Sauberkeit stehen dabei an erster Stelle.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik?

Zum Handwerkszeug zählen Silizium-Wafer, Mikrobauteile, Versuchs- und Fertigungsanlagen sowie Messgeräte wie Spektralphotometer oder Spektrometer. Hinzu kommen CAD-Programme, CAM-Software, Montage- und Schaltpläne sowie klassische Büroausstattung mit PC, Telefon und Internetzugang.

Kann man sich als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik selbständig machen?

Ja, ein eigener Weg ist möglich. Typische Optionen sind ein Ingenieurbüro für Beratung, Planung oder Konstruktion sowie Tätigkeiten als Sachverständige/r oder Gutachter/in.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik?

Du kannst dich in Mikro- und Nanotechnik, Halbleitertechnologie, Automatisierungstechnik, Projektmanagement, CAD oder Fertigungstechnik spezialisieren. Solche Kurse vertiefen dein Know-how und halten dich technisch auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Mikrosystemtechnik?

Karriereschritte führen oft über eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering. Mit einer Promotion vertiefst du dein Fachwissen und qualifizierst dich für Forschungs- oder Leitungspositionen; eine anschließende Habilitation eröffnet den Weg zur Professur. Auch Spezialisierungen in Mikroelektronik, Sensortechnik oder Nanowissenschaft verbessern deine Chancen auf Führungsaufgaben in der Industrie.