Architektur (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Architektur (Bachelor)

Auch bekannt als: Architekt/in · Architect (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · auf Baustellen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge190

Über den Beruf

Architekt/innen entwerfen Wohnhäuser, Bürobauten und öffentliche Einrichtungen, modernisieren Bestandsgebäude und steuern Sanierungen. Sie entwickeln Grundrisse, Ansichten und 3-D-Modelle am Computer, prüfen Standortfaktoren und kalkulieren Baukosten. Klimaschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit fließen von Beginn an in die Planung ein. Sie erstellen außerdem reale oder virtuelle Modelle, um Ideen verständlich zu präsentieren. Nach Abstimmung mit dem Bauherrn erstellen sie Leistungsverzeichnisse, holen Genehmigungen ein und organisieren Ausschreibungen. Während der Ausführung koordinieren sie Handwerks- und Fachbetriebe, überwachen Termine, Qualität und Budget und prüfen Rechnungen. Auch Gutachten zu Bauschäden oder Konzepte für die Umnutzung denkmalgeschützter Gebäude gehören zu ihrem Repertoire. So begleiten Architekt/innen ein Projekt von der ersten Idee bis zur Übergabe des fertigen Bauwerks.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule, Kunsthochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen6
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen
  • Ggf. Vorpraktikum
  • Ggf. Mappe mit Arbeitsproben

Passende Studiengänge190

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Architekt/in?

Architekt/innen verdienen typischerweise 4.745 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Region sind zwischen 3.739 € und 6.231 € möglich. Großprojekte, Leitungsfunktionen oder eine eigene Planungsgesellschaft können das Einkommen zusätzlich steigen lassen.

Wie lange dauert das Architekturstudium?

Das Architekturstudium dauert im Bachelor in der Regel 3–4 Jahre. Manche Hochschulen strecken die Zeit, wenn Praxissemester oder Auslandsphasen integriert sind.

Welche Schulfächer sind wichtig für Architekt/innen?

Für Architekt/innen sind Kunst, Physik, Mathematik, Informatik und Englisch wichtige Schulfächer. Besonders geometrisches Zeichnen, Statikgrundlagen und CAD-Kenntnisse erleichtern dir den Studienstart.

Ist der Beruf als Architekt/in körperlich anstrengend?

Der Beruf kann körperlich fordernd sein, weil Architekt/innen regelmäßig Baustellen begehen und dort auch bei Kälte, Hitze oder Nässe unterwegs sind. Du brauchst eine robuste Gesundheit, funktionstüchtige Arme und Hände für Skizzen sowie Schwindelfreiheit und gutes Sehvermögen, um Mängel auch in größerer Höhe zu erkennen.

Wie sind die Berufsaussichten als Architekt/in?

Die Berufsaussichten als Architekt/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell besteht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern zugutekommt. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Architekt/in?

Digitale Kompetenzen spielen im Architekturberuf eine große Rolle. Du solltest sicher mit Building Information Modeling (BIM), 3-D-Simulationen, Dokumentenmanagementsystemen und Apps für Planung und Aufmaß umgehen können. Auch 3-D-Druck, Laserscanning oder Connected-Buildings-Konzepte gehören inzwischen zum Werkzeugkasten vieler Büros.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Architekt/in?

Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Büro, Baustelle und mobilem Arbeiten. Du verbringst viel Zeit vor dem Bildschirm mit CAD-Modellen, hast aber auch persönlichen Kundenkontakt und trägst Verantwortung für Mitarbeiter/innen und Sachwerte auf der Baustelle. Dabei musst du vielfältige Vorschriften von Brandschutz bis Umweltschutz einhalten und dich an wechselnde Witterung im Freien anpassen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Architekt/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich über ein Masterstudium in Architektur, Innenarchitektur oder Baumanagement, durch das Führungsaufgaben und die Eintragung in die Architektenkammer realistisch werden. Mit zusätzlichen Weiterbildungen zum/zur Sachverständigen oder Energieberater/in sowie Erfahrung in Projektleitung qualifizierst du dich später für eigenverantwortliche Planungen oder die Gründung eines eigenen Architekturbüros.

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