Produkt-, Industriedesign (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Produkt-, Industriedesign (Bachelor)

Auch bekannt als: Industrie-, Produktdesigner/in · Diplomformgestalter/Diplomformgestalterin (Uni) - ProduktgestaltungIndustrial designer (m/f)Product designer (m/f) ·

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · auf Fachmessen · in Hörsälen und Seminarräumen · in Bibliotheks- und Archivräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Industrie- und Produktdesigner/innen entwickeln Serienprodukte – vom Küchengerät bis zur Medizintechnik. Dabei analysieren sie Zielgruppen und Trends, klären mit Auftraggebern Budget und Funktionen und übersetzen alles in Gestaltungskonzepte. Dafür fertigen sie Handskizzen, CAD-Modelle und 3-D-Renderings an, wählen Materialien, Farben und Oberflächen und prüfen Ergonomie sowie Nachhaltigkeit. Auf Basis der digitalen Daten bauen sie Prototypen, oft per 3-D-Druck. Zusammen mit Ingenieur/innen testen sie die Muster und optimieren Details, bis das Produkt serienreif ist. Während der Umsetzung legen sie Stücklisten, Arbeitsschritte und Kostenkalkulationen fest und koordinieren Designer-, Technik- und Marketingteams. Präsentationen vor Kund/innen, Messeauftritten oder Pressebeiträge gehören ebenso zum Job wie die Pflege digitaler Asset-Bibliotheken oder die Vorbereitung des digitalen Produktpasses. So entsteht ein marktfähiges Produkt, das Form, Funktion und Wirtschaftlichkeit vereint.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule, Kunsthochschule, Berufsakademie
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen6
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Vorpraktikum
  • I.d.R. Mappe mit Arbeitsproben und Entwürfen

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Produktdesigner/in?

Das Gehalt liegt typischerweise 4.985 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.478 € und 7.059 € verdienen.

Wie lange dauert das Produktdesign-Studium?

Die Regelstudienzeit für den Bachelor in Produkt- und Industriedesign beträgt 3 bis 4 Jahre. Praktika, Praxissemester oder ein Auslandsaufenthalt können die Dauer leicht verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Produktdesigner/innen?

Für das Studium zählen besonders Kunst, Informatik, Mathematik, Physik, Chemie, Wirtschaft/Recht und Englisch. Gute Noten darin erleichtern dir das freie Zeichnen, das Arbeiten mit CAD-Programmen und das Verständnis von Material- und Marktfragen.

Ist der Beruf als Produktdesigner/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich eher leicht, verlangt aber Präzision. Funktionstüchtige Hände, sicheres Farbsehen und ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen sind wichtig, um Modelle zu bauen und Entwürfe sicher zu beurteilen.

Wie sind die Berufsaussichten als Produktdesigner/in?

Die Berufsaussichten als Produktdesigner/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden deshalb meist schnell besetzt, und die Konkurrenz unter Bewerber/innen ist höher. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass nur begrenzt zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Produktdesigner/in?

Zu den Schlüsseltechnologien im Produktdesign gehören 3-D-Simulationen, 3-D- und 4-D-Druck sowie Augmented-Reality-Anwendungen. Du solltest auch 3-D-Laserscanner, Bild- und Videogeneratoren sowie Digital-Asset-Management-Systeme sicher beherrschen. Für nachhaltige Produkte wird es immer wichtiger, Informationen für den Digitalen Produktpass aufzubereiten und einzubinden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Produktdesigner/in?

Produktdesigner/innen arbeiten überwiegend in Büro- und Besprechungsräumen, gelegentlich auch in Unterrichts- oder Schulungsräumen. Bildschirmarbeit wechselt sich mit handwerklichen Tätigkeiten wie Skizzieren oder Modellbau ab. Häufig besteht enger Kundenkontakt, und in Projektteams oder Lehrsituationen trägst du Verantwortung für andere.

Womit arbeitet man als Produktdesigner/in?

Zum Werkzeugkasten gehören physische Modelle, Prototypen und klassisches Zeichenmaterial ebenso wie CAD-Software für 2-D- und 3-D-Konstruktionen. Rapid-Prototyping-Verfahren wie additive Fertigung ermöglichen schnelle Muster. Zusätzlich brauchst du Unterlagen wie Markt- und Trendanalysen, Kostenkalkulationen und Vertragsentwürfe, um Projekte zu steuern.

Kann man sich als Produktdesigner/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist in diesem Beruf gut möglich. Viele Produktdesigner/innen gründen ein eigenes Design-Studio und gewinnen anschließend Aufträge von Unternehmen oder Privatkund/innen, wobei sie Honorare und Projektportfolio selbst bestimmen.