Produkt-, Industriedesign (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Produkt-, Industriedesign (Master)

Auch bekannt als: Industrie-, Produktdesigner/in · Diplomformgestalter/Diplomformgestalterin (Uni) - ProduktgestaltungIndustrial designer (m/f)Product designer (m/f) ·

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · auf Fachmessen · in Hörsälen und Seminarräumen · in Bibliotheks- und Archivräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Industrie- und Produktdesigner/innen entwickeln Serienprodukte – vom Küchengerät bis zur Medizintechnik. Dabei analysieren sie Zielgruppen und Trends, klären mit Auftraggebern Budget und Funktionen und übersetzen alles in Gestaltungskonzepte. Dafür fertigen sie Handskizzen, CAD-Modelle und 3-D-Renderings an, wählen Materialien, Farben und Oberflächen und prüfen Ergonomie sowie Nachhaltigkeit. Auf Basis der digitalen Daten bauen sie Prototypen, oft per 3-D-Druck. Zusammen mit Ingenieur/innen testen sie die Muster und optimieren Details, bis das Produkt serienreif ist. Während der Umsetzung legen sie Stücklisten, Arbeitsschritte und Kostenkalkulationen fest und koordinieren Designer-, Technik- und Marketingteams. Präsentationen vor Kund/innen, Messeauftritten oder Pressebeiträge gehören ebenso zum Job wie die Pflege digitaler Asset-Bibliotheken oder die Vorbereitung des digitalen Produktpasses. So entsteht ein marktfähiges Produkt, das Form, Funktion und Wirtschaftlichkeit vereint.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Produkt- oder Industriedesign
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse
  • Je nach Hochschule ggf. Mappe mit Arbeitsproben und Entwürfen

Karriere & Weiterbildung

Produkt-, Industriedesign (Master)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Produktdesigner/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.727 € brutto im Monat. Der Einstieg kann bei rund 4.030 € liegen. Mit wachsender Verantwortung, Branche und Standort kann dein Einkommen deutlich darüber hinausgehen.

Ist der Beruf als Produktdesigner/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist nicht übermäßig körperlich belastend, doch er stellt hohe Anforderungen an Feinmotorik und Sehvermögen. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, sicheres Farbsehen und gutes räumliches Vorstellungsvermögen.

Wie sind die Berufsaussichten als Produktdesigner/in?

Die Berufsaussichten als Produktdesigner/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, das eröffnet zusätzliche Chancen. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering, offene Stellen werden daher meist schnell besetzt – die Konkurrenz ist entsprechend größer. Außerdem treten vergleichsweise wenige Altersabgänge auf, sodass weniger Positionen nachrücken.

Welche digitalen Skills braucht man als Produktdesigner/in?

Im modernen Produktdesign sind digitale Tools Pflicht. Wichtige Skills sind der sichere Umgang mit 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und Simulation, aber auch Augmented-Reality-Anwendungen und Bild- oder Videogeneratoren. Zudem solltest du digitale Asset-Management-Systeme pflegen und den Digitalen Produktpass integrieren können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Produktdesigner/in?

Der Großteil der Arbeit findet am Bildschirm in Büro- oder Schulungsräumen statt. Dazu kommen regelmäßige Kundenmeetings und Präsentationen, bei denen du Verantwortung für Projekte oder ein Team übernimmst. Lehrtätigkeiten an Hochschulen können ebenfalls Teil des Jobs sein.

Womit arbeitet man als Produktdesigner/in?

Zum Equipment gehören CAD-Programme für 2-D- und 3-D-Zeichnungen, 3-D-Drucker und andere Rapid-Prototyping-Anlagen. Daneben nutzt du klassische Zeichenmaterialien für Modelle. Marktanalysen, Kalkulationen und Vertragsunterlagen bearbeitest du am PC oder Tablet.

Kann man sich als Produktdesigner/in selbständig machen?

Ja, viele Produktdesigner/innen arbeiten freiberuflich oder gründen ein eigenes Design-Studio. Dafür brauchst du unternehmerisches Know-how, um Akquise, Kalkulation und Verträge selbst zu managen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Produktdesigner/in?

Nach dem Studium kannst du dich durch Fachkurse in Produktgestaltung, Konstruktion oder modernem CAD weiter spezialisieren. Seminare zu Werbung und Verkaufsförderung helfen, dein Profil zu schärfen und Projekte ganzheitlich zu betreuen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Produktdesigner/in?

Mit dem Masterabschluss eröffnet dir eine Promotion in Produkt- oder Industriedesign oder Produktentwicklung zusätzliche Karrierewege. Wer an die Hochschule möchte, legt danach meist eine Habilitation ab und kann eine Professur oder die Leitung eines Forschungsbereichs übernehmen. In der Wirtschaft verbessert ein Doktortitel die Chancen auf leitende Positionen im Design- oder Innovationsmanagement.