Produktentwicklung (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Produktentwicklung (Master)

Auch bekannt als: Produktentwickler/in · Product developer (m/f)

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Versuchs- und Entwicklungslaboratorien · in Besprechungsräumen · bei Kunden/Kundinnen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge28

Über den Beruf

Produktentwickler/innen ersinnen neue Konsum- und Investitionsgüter oder verbessern vorhandene Modelle. Sie analysieren Märkte, Kundenwünsche und technische Trends, erstellen daraus Anforderungs- und Pflichtenhefte und legen Budget sowie Zeitplan eines Projekts fest. Gemeinsam mit Konstrukteur/innen, Designer/innen und Marketing definieren sie Form, Funktion, Materialien und Farbe eines Produkts. Am CAD entwerfen sie Bauteile, simulieren Belastungen mit FEM und fertigen erste Modelle per 3-D-Druck. Anschließend bauen sie Prototypen, prüfen Funktion, Sicherheit und Ergonomie und passen das Konzept an, bis Kosten- und Qualitätsziele erreicht sind. Sie stimmen Produktionsprozesse und Lieferketten ab, wählen Fertigungsstandorte aus und kalkulieren Stückkosten. Auch Produktgrafik und Messeauftritte entstehen unter ihrer Regie. Ist das Produkt serienreif, begleiten sie den Markteintritt und werten Kundenfeedback aus, um weitere Verbesserungen zu starten.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Produktentwicklung
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Bei dualem Studium i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Produktentwickler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.026 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung kannst du ab etwa 5.633 € aufwärts verdienen; Größe des Unternehmens, Branche und Führungsverantwortung spielen eine große Rolle.

Ist der Beruf als Produktentwickler/in körperlich anstrengend?

Der Job verlangt keine Schwerstarbeit, aber gesunde Arme, Hände und ein zuverlässiges Farbsehvermögen sind wichtig. Du musst Bauteile am Prototyp zusammenfügen können und Farben exakt unterscheiden, wenn das Design abgestimmt wird.

Wie sind die Berufsaussichten als Produktentwickler/in?

Die Berufsaussichten als Produktentwickler/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Jobsuchenden in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen länger nach passendem Personal. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Produktentwickler/in?

3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation gehören längst zur Grundausstattung in der Produktentwicklung. Du solltest daher routiniert mit generativen Fertigungsverfahren, Digital-Asset-Management und Tools wie Augmented Reality oder Computed Axial Lithography umgehen können, um Prototypen schnell zu erstellen und zu testen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Produktentwickler/in?

Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm und in Besprechungsräumen statt, wechselt aber je nach Projekt in Labore, Werkstätten oder Produktionshallen. Unregelmäßige Arbeitszeiten, Verantwortung für Budget und Team sowie strenge Normen und Gesetze prägen den Alltag.

Womit arbeitet man als Produktentwickler/in?

Zum täglichen Handwerkszeug gehören CAD- und CAM-Software, Markt- und Trendanalysen sowie Kostenberechnungen. Außerdem arbeitest du mit 3-D-Druckern, Messgeräten und klassischen Büro-IT-Systemen, um Entwürfe zu erstellen, Prototypen zu fertigen und Projekte zu dokumentieren.

Kann man sich als Produktentwickler/in selbständig machen?

Ja, Produktentwickler/innen können sich mit Beratungsdienstleistungen selbständig machen. Typische Felder sind Produktplanung, -entwicklung und -management für Unternehmen, die kein eigenes Entwicklungsteam haben.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Produktentwickler/in?

Fachliche Updates sind etwa in Forschung und Entwicklung, Werkzeug- oder Fahrzeugtechnik, CAD oder Normung möglich. Solche Kurse halten dein Know-how auf dem neuesten Stand und machen dich für neue Branchen interessant.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Produktentwickler/in?

Für den nächsten Karriereschritt bietet sich eine Promotion in Produktentwicklung, Konstruktionstechnik oder Industriedesign an; sie ebnet den Weg zu leitenden Positionen in Forschung und Entwicklung. Ergänzend kannst du dich zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering qualifizieren oder mit einer Habilitation eine Professur an der Hochschule anstreben.

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