Lerntherapeut/Lerntherapeutin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Lerntherapeut/Lerntherapeutin

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein speziell eingerichteten Praxis- und Therapieräumen · in Unterrichts- und Schulungsräumen · in Besprechungsräumen
Offene Stellen77

Über den Beruf

Lerntherapeuten und Lerntherapeutinnen diagnostizieren Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwächen, werten Testergebnisse aus und entwickeln darauf abgestimmte Förderpläne. Sie wählen passende Verfahren, beziehen Befunde von Kinder- und Jugendpsychiatern, Ergotherapeuten oder Lehrkräften ein und analysieren das soziale Umfeld der Betroffenen. Im Training zerlegen sie zum Beispiel Wörter in Laute, üben das sichere Erfassen von Buchstaben oder machen Rechenstrategien Schritt für Schritt nachvollziehbar. Sie erstellen Lernmaterialien, strukturieren Übungsphasen neu und motivieren Klientinnen und Klienten, eigene Stärken bewusst zu nutzen. Den Therapieverlauf dokumentieren sie genau, prüfen Zwischenergebnisse und passen Methoden bei Bedarf an. Eltern und Angehörige erhalten konkrete Hinweise für entspanntere Lernsituationen zu Hause. Neben fachlicher Arbeit gehören Protokollführung, Leistungsabrechnung und gelegentliche Schulungen zu ihren Aufgaben.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für die Tätigkeit als Lerntherapeut/in wird ein Studium mit pädagogisch-psychologischer, medizinischer oder therapeutischer Ausrichtung oder eine passende Aus- bzw. Weiterbildung vorausgesetzt. Zusätzlich ist eine Zusatzqualifikation erforderlich, die i.d.R. über eine berufsbegleitende Weiterbildung oder ein berufsbegleitendes Studium erworben wird.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Lerntherapeut/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.475 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region kannst du zwischen 2.906 € und 4.085 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Lerntherapeut/in?

Die Berufsaussichten als Lerntherapeut/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Berufsfeld wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Langfristig finden Arbeitgeber aber etwas leichter Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen bis 2040 steigen kann.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Lerntherapeut/in?

Im Alltag arbeitest du eng mit Kindern und Jugendlichen mit Lern- oder Leistungsstörungen und trägst dabei Verantwortung für ihren Fortschritt. Für Dokumentation und Materialerstellung sitzt du häufig am Bildschirm und nutzt spezielle Lernprogramme. Einsatzorte reichen von eigenen Therapieräumen über Schulen bis hin zu medizinischen Praxen.

Womit arbeitet man als Lerntherapeut/in?

Du setzt Lehr- und Übungsmaterialien wie Balance-Wippen, Bildertafeln, Diktattrainer oder Zahlenstecktafeln ein, um Wahrnehmung und Rechenstrategien zu trainieren. Patientendaten und Befunde wertest du digital am PC aus und hältst den Therapieverlauf dort fest. Telefon und Internet nutzt du für Elternkontakte und Terminorganisation.

Kann man sich als Lerntherapeut/in selbständig machen?

Ja, viele Lerntherapeuten/innen eröffnen eine eigene Praxis für Lerntherapie. In der Selbständigkeit kümmerst du dich zusätzlich um Akquise, Raumorganisation und Abrechnung mit Kostenträgern.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Lerntherapeut/in?

Du kannst dich etwa in Lernpädagogik, Sonderpädagogischer Diagnostik oder Frühförderung spezialisieren. Kurse zu Medizinischer Dokumentation, Abrechnung im Gesundheitswesen oder Familienberatung erweitern dein Profil und deine Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Lerntherapeut/in?

Mit passender Zusatzqualifikation ist ein Aufstieg zur/zum Fachlehrer/in für Förderschulen oder Motopäde/in möglich. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Lehramt für Sonderpädagogik, Pädagogische Psychologie oder Erziehungswissenschaft eröffnet dir zudem Leitungs- oder Forschungstätigkeiten.

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