Förderlehrer/Förderlehrerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Förderlehrer/Förderlehrerin

Auch bekannt als: Learning support assistant (m/f)

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Klassen-, Gruppenräumen, im Lehrerzimmer · zu Hause (Unterrichtsvorbereitung) · im Freien (Umwelterziehung, Ausflüge)
Dauer3 Jahre (Vollzeit) + 2 Jahre (Vorbereitungsdienst)

Über den Beruf

Förderlehrer/innen begleiten den Unterricht und geben Schüler/innen gezielte Unterstützung in Deutsch, Mathematik und Deutsch als Zweitsprache. Gemeinsam mit Klassen- und Fachlehrkräften beobachten sie Lern- und Sozialverhalten, werten Tests aus und entwickeln daraufhin individuelle Förderpläne. Häufig arbeiten sie mit kleinen Gruppen oder einzeln, wählen passende Methoden, gestalten Arbeitsblätter und setzen digitale Tafeln, Lernplattformen oder Game-Based-Learning-Elemente ein. Im Teamunterricht ergänzen sie die Klassenlehrkraft, leiten aber auch eigenständig Förderstunden. Zusätzlich betreuen sie Arbeitsgemeinschaften wie Schultheater, Computer-AG oder Schulgarten, organisieren Projekttage und überwachen die Schulbücherei sowie audiovisuelle Medien. Bei Ausflügen und Klassenfahrten übernehmen sie Aufsicht und pädagogische Begleitung. Durch diese enge, passgenaue Förderung wächst sowohl das Fachwissen der Kinder als auch ihr Selbstvertrauen im Schulalltag.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Ausbildung an Staatsinstituten für die Ausbildung von Förderlehrern (landesrechtlich geregelt)
Dauer3 Jahre (Vollzeit) + 2 Jahre (Vorbereitungsdienst)
Zugangsvoraussetzungen7
  • Mittlerer Bildungsabschluss
  • Mindestalter 16 Jahre
  • Ggf. Führungszeugnis
  • Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
  • Für Beamtenverhältnis auf Widerruf i.d.R. deutsche Staatsangehörigkeit oder Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates
  • Nachweis über Masernschutz für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Besoldung als Förderlehrer/in?

Die Bruttobesoldung liegt bei 42.432 € pro Jahr. Da der Betrag behördlich festgelegt ist, variiert das Einkommen kaum.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Förderlehrer/in?

Die schulische Ausbildung umfasst drei Jahre in Vollzeit, daran schließt sich ein zweijähriger Vorbereitungsdienst an. Insgesamt solltest du also rund fünf Jahre bis zur Verbeamtung einplanen.

Welche Schulfächer sind für Förderlehrer/innen wichtig?

Gefragt sind vor allem Deutsch, Pädagogik/Psychologie und Mathematik. Gute Noten in diesen Fächern erleichtern dir den Einstieg in die Ausbildung.

Wie sind die Berufsaussichten als Förderlehrer/in?

Die Berufsaussichten als Förderlehrer/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst zwar bis 2040, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, was die Konkurrenz verstärkt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerber/innen bis 2040, weil Arbeitgeber leichter Personal finden. Es werden auch weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen, sodass seltener Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Förderlehrer/in?

Förderlehrer/innen sollten sicher mit Lernplattformen und -Apps umgehen können. Du nutzt im Unterricht digitale Tafeln, Dokumentenkameras, Blended-Learning-Konzepte, Open Educational Resources und Gamification-Tools.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Förderlehrer/in?

Dabei trägst du Aufsichtspflichten, stehst ständig in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen und musst auch emotionale Belastungen meistern, wenn Lern- oder Lebenskrisen auftreten.

Kann man sich als Förderlehrer/in selbständig machen?

Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich, beispielsweise mit einer eigenen Nachhilfeschule. Oft geschieht das im Franchise-Modell; Unterstützung bieten unter anderem der Bundesverband Deutscher Privatschulverbände (VDP).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Förderlehrer/in?

Beliebte Angebote reichen von Lernpädagogik und Lernberatung über Schulpädagogik bis zu Fachdidaktik. Fortbildungen in Mathematik, Deutsch oder allgemeiner Erziehungswissenschaft erweitern dein methodisches Repertoire.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Förderlehrer/in?

Ein Aufstieg ist über einen Wechsel in den gehobenen Dienst möglich, zum Beispiel durch einen speziellen Aufstiegslehrgang oder Danach kannst du Sachgebiets- oder Teamleitungen übernehmen oder dich fachlich spezialisieren.