Fachlehrer/Fachlehrerin (staatlich geprüft) an Förderschulen – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Fachlehrer/Fachlehrerin (staatlich geprüft) an Förderschulen

Auch bekannt als: Lehrer/in Förderpädagogik · Lehrer/in Förderschule · Lehrer/in Sonderpädagogik

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Unterrichtsräumen · in Sporthallen, Schwimmbädern und Gymnastikräumen · in Werkräumen · in Büro- und Besprechungsräumen
Dauer1-3 Jahre (Vollzeit)
Offene Stellen57

Über den Beruf

Fachlehrer und Fachlehrerinnen an Förderschulen unterrichten Kinder und Jugendliche mit geistigem oder körperlich-motorischem Förderbedarf. Sie beobachten jedes Kind, erstellen diagnostische Berichte und entwickeln passgenaue Förderpläne. Dazu wählen sie Lernziele, Methoden und Hilfsmittel aus, bereiten Arbeitsblätter, digitale Tafelinhalte oder gamifizierte Übungen vor und passen den Unterricht spontan an Leistungs- und Tagesform an. Im Klassenverband, in kleinen Gruppen oder einzeln vermitteln sie Grundlagen in Sprache, Mathematik und Sachunterricht, trainieren Konzentration, Sozialverhalten oder Motorik und fördern kreative Fähigkeiten durch Musik, Zeichnen und Werken. In den oberen Jahrgängen geben sie Einblick in handwerkliche Berufe und üben praktische Fertigkeiten. Sie führen Bewegungsangebote durch, leiten beim Einsatz von Rollstuhl, Hörgerät oder Screenreader an und beraten Eltern sowie Therapeut/innen über weitere Schritte. Lernfortschritte dokumentieren sie sorgfältig und stimmen geplante Maßnahmen regelmäßig mit dem Kollegium ab.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Fachlehrer/in Förderschulen
AusbildungsartWeiterbildung nach landesrechtlichen Regelungen
Dauer1-3 Jahre (Vollzeit)
Zugangsvoraussetzungen8
  • I.d.R. mittlerer Bildungsabschluss
  • Bayern: Abschluss als Erzieher/in, Heilpädagoge/-pädagogin oder Heilerziehungspfleger/in + mind. 3 Jahre Berufspraxis an einer Förderschule + Eignungsprüfung
  • Baden-Württemberg: Ausbildung passend zur Fachrichtung, z.B. im Bereich (Heil-)Erziehung, Physio- oder Ergotherapie, ggf. auch Meisterprüfung
  • Nordrhein-Westfalen: Berufsausbildung + Abschlussprüfung als Handwerks-, Industrie- oder Hauswirtschaftsmeister/in oder Fachschulabschluss Sozialpädagogik + mind. 18 Monate Berufspraxis
  • Sachsen: Mind. 5 Jahre Berufspraxis als pädagogische Fachkraft an einer Förderschule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung + z.B. Abschluss als Erzieher/in, Fachschulabschluss Heilerziehungspflege, medizinischer oder medizinpädagogischer Fachschulabschluss oder Hoch- oder Fachschulabschluss Sozialpädagogik
  • Zusätzlich beamtenrechtliche Voraussetzungen, z.B. deutsche Staatsangehörigkeit oder EU, Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung, geordnete wirtschaftliche Verhältnisse und guter Leumund
  • Zusätzlich Auswahlverfahren zur Feststellung der Laufbahneignung
  • Zusätzlich ärztliche Einstellungsuntersuchung

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fachlehrer/in an Förderschulen?

Die Bruttobesoldung liegt typischerweise zwischen 40.380 € und 51.528 € pro Jahr. Je nach Bundesland, Erfahrungsstufe und möglicher Verbeamtung kann das Einkommen darüber hinaus variieren.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Fachlehrer/in an Förderschulen?

Die Weiterbildung dauert je nach Bundesland und persönlichem Werdegang 1 bis 3 Jahre in Vollzeit. Entscheidest du dich für ein berufsbegleitendes Modell, kann sie entsprechend länger ausfallen.

Ist der Beruf als Fachlehrer/in an Förderschulen körperlich anstrengend?

Im Unterricht kann es durchaus körperlich fordernd werden. Du brauchst Beweglichkeit, wenn du Sporteinheiten anleitest, und funktionstüchtige Arme und Hände, um Werkzeuge oder Hilfsmittel zu demonstrieren.

Wie sind die Berufsaussichten als Fachlehrer/in an Förderschulen?

Die Berufsaussichten als Fachlehrer/in an Förderschulen sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt. Bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Fachlehrer/in an Förderschulen?

Gefragt sind vor allem digitale Unterrichtswerkzeuge und Plattformen. In der Praxis arbeitest du mit digitalen Tafeln, Dokumentenkameras, Lernplattformen, Blended-Learning-Konzepten, Game-Based-Learning-Apps, Dokumentenmanagementsystemen, Open Educational Resources und sogar Lernrobotern.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachlehrer/in an Förderschulen?

Die Tätigkeit bringt viel Verantwortung für Kinder und Jugendliche mit sich und erfordert ständigen Umgang mit Menschen mit Behinderungen. Du wechselst zwischen Unterrichtsräumen, Sporthallen, Werkstätten und Büroarbeit, hast engen Körperkontakt etwa beim Schwimmen oder Bewegungstraining und musst auf Unfallgefahren beim Umgang mit Werkzeugen achten.

Womit arbeitet man als Fachlehrer/in an Förderschulen?

Zum Arbeitsalltag gehören Lehrpläne, Förderpläne, Arbeitsblätter und diverse Unterrichtsmedien von Schulbüchern bis zu Musikinstrumenten. Außerdem nutzt du PCs, Internetzugang, interaktive Whiteboards, Projektoren sowie Handwerkzeuge, Turnmatten und Bastelmaterialien.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fachlehrer/innen an Förderschulen?

Fachspezifische Kurse reichen von sonderpädagogischer Diagnostik und Frühförderung bis zur Arbeit mit körperlich, geistig oder psychisch behinderten Menschen. Auch Fortbildungen in Eltern- und Erziehungsberatung oder themenübergreifender Pädagogik halten dich fachlich auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachlehrer/in an Förderschulen?

Ein nächster Schritt kann ein Bachelor- oder Masterstudium sein, etwa in Rehabilitations- und Sonderpädagogik, Heilpädagogik, Lehramt an Förderschulen oder Soziale Arbeit. Damit qualifizierst du dich für höhere Verantwortungsbereiche, Leitungsfunktionen oder eine Laufbahn im öffentlichen Schuldienst.

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