Lehramt an Förderschulen/für Sonderpädagogik (Master)
Auch bekannt als: Lehrer/in - Förderschulen · Förderschullehrer/in ·
Über den Beruf
Förderschullehrer/innen unterrichten Kinder und Jugendliche mit geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen und ermitteln zunächst den individuellen Förderbedarf. Auf dieser Basis erstellen sie Förderpläne, wählen geeignete Lehrmethoden und passen Materialien an – von tastbaren Grafiken bis zu Apps auf dem Tablet. Sie steuern Lernprozesse, differenzieren Aufgaben, überwachen Lernfortschritte und korrigieren Arbeiten. Dabei kooperieren sie eng mit Erzieher/innen, Therapeut/innen und Ärzten, koordinieren zusätzliche Maßnahmen und beraten Eltern bei Klassenabenden oder Einzelgesprächen. Digitale Tafeln, Lernplattformen und Game-Based-Learning-Tools nutzen sie, um Motivation und Selbstständigkeit zu stärken. Neben dem Unterricht organisieren sie Projekttage, Ausflüge oder Theateraufführungen, nehmen an Konferenzen teil und bilden Referendar/innen aus. Oft bereiten sie ihre Klassen gezielt auf einen Schulabschluss oder den Einstieg ins Berufsleben vor.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen7
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Lehramt an Förderschulen oder Sonderpädagogik
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. Nachweis über ein Schulpraktikum
- Ggf. fachspezifische Studienvoraussetzungen
- Nachweis über Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
- Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Wie viel verdient man als Förderschullehrer/in?
Die Bruttobesoldung liegt zwischen 60.552 € und 77.136 € pro Jahr. Die genaue Höhe richtet sich nach Erfahrungsstufe, Bundesland und dem Status als verbeamtete oder tariflich angestellte Lehrkraft.
Ist der Beruf als Förderschullehrer/in körperlich anstrengend?
Größere körperliche Belastungen sind selten; gefordert wird in erster Linie die Funktionsfähigkeit von Armen und Händen, etwa im Sport-, Kunst- oder Werkunterricht. Wichtiger als Muskelkraft sind Ausdauer, Geduld und psychische Stabilität im Umgang mit den Schüler/innen.
Wie sind die Berufsaussichten als Förderschullehrer/in?
Die Berufsaussichten als Förderschullehrer/in sind eher schwierig. Zwar wächst die Beschäftigung bis 2040, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden schnell besetzt. Diese Konkurrenz nimmt bis 2040 weiter zu, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Förderschullehrer/in?
Im Unterricht solltest du souverän mit digitalen Tafeln, Lernplattformen und Dokumentenmanagementsystemen arbeiten können. Blended Learning, Game-Based-Learning und der Einsatz von Lernrobotern erweitern dein Repertoire. Außerdem lohnt es sich, offene Bildungsressourcen (OER) und Dokumentenkameras für anschauliche Präsentationen zu nutzen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Förderschullehrer/in?
Der Arbeitsalltag spielt sich zwischen Klassenräumen, Sporthallen, Werkstätten und dem heimischen Schreibtisch ab. Du trägst Verantwortung für die Sicherheit der Schüler/innen, arbeitest eng mit Menschen mit Behinderungen und begegnest dabei auch emotional belastenden Situationen. Zusätzlich fällt viel Bildschirmarbeit für Zeugnisse, Gutachten und Unterrichtsvorbereitung an.
Womit arbeitet man als Förderschullehrer/in?
Zum Einsatz kommen klassische Lehrmittel wie Schulbücher, Arbeitsblätter, Musikinstrumente, Sportgeräte und Werkzeuge. Technische Hilfen wie Bildschirmlesegeräte, Hörsprechanlagen sowie interaktive Whiteboards, Beamer und Computer unterstützen die Präsentation. Förderpläne, Testverfahren und pädagogische Konzepte liegen dabei häufig digital und in Papierform vor.
Kann man sich als Förderschullehrer/in selbständig machen?
Ja, möglich ist zum Beispiel die Gründung einer privaten Nachhilfeschule, die sich auf Lernförderung für Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf spezialisiert. Solche Angebote lassen sich auch online oder als mobile Lernbegleitung umsetzen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Förderschullehrer/in?
Du kannst dich unter anderem in sonderpädagogischer Diagnostik, Frühförderung oder Konfliktmanagement fortbilden. Kurse zu Fachdidaktik, Heil- und Sonderpädagogik oder psychologischen Grundlagen vertiefen dein Know-how und verbessern deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Förderschullehrer/in?
Aufstieg ist vor allem über eine Promotion in Bildungsmanagement möglich, die den Weg in Schulentwicklung oder Bildungsverwaltung ebnet. Eine Promotion in Rehabilitations- oder Sonderpädagogik kann dich zudem für Leitungsfunktionen an Schulen oder für Positionen in der Hochschullehre qualifizieren.
