Erziehungs-, Bildungswissenschaft (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Erziehungs-, Bildungswissenschaft (Bachelor)

Auch bekannt als: Pädagoge/Pädagogin · Erziehungswissenschaftler/inEducationalist (m/f)Pedagogue (m/f) ·

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Unterrichts- und Schulungsräumen · in Gruppen- und Gemeinschaftsräumen · im Freien, z.B. bei Freizeitveranstaltungen · in Patientenzimmern
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Pädagogen und Pädagoginnen beraten, betreuen und unterrichten Menschen jeden Alters. Sie analysieren Lern- und Lebenssituationen, entwickeln darauf abgestimmte Förderprogramme und begleiten deren Umsetzung. In Jugendzentren organisieren sie Freizeit- und Bildungsangebote, führen Anti-Gewalt-Trainings durch und schulen jugendliche Konfliktlöser. In Erziehungsberatungsstellen unterstützen sie Familien bei Erziehungskonflikten, vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen und kooperieren mit Psychologen oder Ärztinnen. In der Erwachsenenbildung planen sie Kurse zur beruflichen Wiedereingliederung oder Integrationsangebote, erstellen Lehrpläne, wählen Medien aus und moderieren Seminare. Unternehmen beauftragen sie mit der betrieblichen Aus- und Weiterbildung oder der Entwicklung von Personalentwicklungskonzepten. Digitales Lernen gehört dazu: Sie nutzen Lernplattformen, Blended-Learning-Formate und Game-Based-Learning-Elemente. Forschung, Gutachten oder die Entwicklung neuer Lehrmaterialien erweitern ihr Tätigkeitsspektrum.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen6
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Ggf. Nachweis über ein Vorpraktikum
  • Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Pädagoge/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.909 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.350 € und 4.671 € verdienen.

Wie lange dauert das Erziehungswissenschaft-Studium?

Das Bachelorstudium in Erziehungs- und Bildungswissenschaft dauert üblicherweise 3–4 Jahre. Damit sind in der Regel sechs bis acht Semester gemeint.

Welche Schulfächer sind wichtig für Erziehungswissenschaft?

Nützlich sind Politik/Sozialkunde, Englisch und Mathematik. Diese Fächer erleichtern dir das Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge, das Lesen internationaler Fachliteratur und die Auswertung empirischer Daten.

Wie sind die Berufsaussichten als Pädagoge/in?

Die Berufsaussichten als Pädagoge/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, Stellen werden meist schnell besetzt. Bis 2040 wächst jedoch die Beschäftigung und Arbeitgeber finden schwerer qualifiziertes Personal, wodurch die Konkurrenz unter Bewerber/innen langfristig sinkt. Gleichzeitig sind weniger Altersabgänge zu erwarten als in anderen Berufen, sodass nicht so viele frei werdende Stellen entstehen.

Welche digitalen Skills braucht man als Pädagoge/in?

Digitale Kompetenzen spielen in der Pädagogik eine große Rolle. Du solltest zum Beispiel mit digitalen Tafeln sowie Dokumentenkameras umgehen können, um Unterrichtsmaterial anschaulich zu präsentieren. Ebenso wichtig ist das Organisieren von Kursunterlagen in Dokumentenmanagementsystemen. Methoden wie das Inverted-Classroom-Model helfen dir, Präsenzphasen und digitale Vorbereitungsaufgaben optimal zu verbinden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pädagoge/in?

Die Arbeit als Pädagoge/in ist abwechslungsreich, aber auch fordernd. Du trägst Verantwortung für unterschiedlichste Zielgruppen, häufig in emotional belastenden Situationen. Teile des Jobs verbringst du am Bildschirm oder in Büroräumen, andere in Gruppenräumen oder im Freien. Veranstaltungen finden oft abends oder am Wochenende statt, sodass dein Arbeitszeitmodell flexibel sein muss.

Womit arbeitet man als Pädagoge/in?

Im Arbeitsalltag werden häufig Präsentationsmedien wie Flipcharts, Beamer und Arbeitsblätter eingesetzt. Je nach Setting kommen auch Sportgeräte, Musikinstrumente, Spiele oder Mal- und Bastelmaterial zum Einsatz. Für Dokumentation und Recherche brauchst du PC, Telefon sowie Unterlagen wie Gutachten, Statistiken oder Rechtsvorschriften.

Kann man sich als Pädagoge/in selbständig machen?

Eine selbstständige Tätigkeit ist in diesem Berufsfeld gut möglich. Viele Pädagogen/innen arbeiten etwa als Trainer/innen für berufliche Weiterqualifizierung, als Berater/innen in persönlichen oder beruflichen Konfliktsituationen oder leiten Kurse in der Freizeitpädagogik. Auch die Konzeption multimedialer Lehr- und Lernprogramme kann ein eigenes Geschäftsmodell sein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pädagoge/in?

Nach dem Bachelor stehen dir zahlreiche Fachkurse offen, zum Beispiel zu pädagogischer Diagnostik, Lernberatung oder Schulpädagogik. Beliebt sind auch Spezialisierungen in der Erwachsenen-, Erlebnis- oder Theaterpädagogik. So kannst du dein Profil gezielt auf Schule, Erwachsenenbildung oder psychosoziale Beratung ausrichten.