Staatlich anerkannter Motopäde/Staatlich anerkannte Motopädin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich anerkannter Motopäde/Staatlich anerkannte Motopädin

Auch bekannt als: Integrationskraft (Motopädie) · Mototherapeut/in · Psychomotorik-Therapeut/in

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Behandlungs- und Therapieräumen · in Turn- und Sporthallen · in Gruppen- und Bewegungsräumen · im Freien (in der Natur) · in Patientenzimmern, z.B. von Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen · bei Klienten · in Büro- und Besprechungsräumen · in Schwimmbädern
Dauer1-2 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Offene Stellen59

Über den Beruf

Motopäden und Motopädinnen diagnostizieren motorische, sensorische und emotionale Entwicklungsstände, erstellen individuelle Förderpläne und leiten bewegungsorientierte Therapien an. Sie sichten Vorbefunde, führen Anamnesegespräche und nutzen spezielle Testverfahren, um Wahrnehmung, Koordination und Selbstbild ihrer Klient/innen zu beurteilen. Auf dieser Basis entwickeln sie Gruppen- oder Einzelprogramme mit neuro-, senso-, psycho- und sportmotorischen Übungen, setzen Entspannungsverfahren wie Autogenes Training ein und arbeiten mit ausdruckstherapeutischen Methoden. Während der Einheiten erklären sie Bewegungsabläufe, geben Hilfestellung und motivieren zu aktiver Mitarbeit. Fortschritte und Schwierigkeiten dokumentieren sie in Berichten, werten Ergebnisse digital aus und passen die Förderung laufend an. Ergänzend beraten sie Eltern, Lehrkräfte oder Pflegepersonal, stimmen sich mit anderen Fachkräften ab und nehmen an Supervisionen teil, um die Qualität ihrer Arbeit zu sichern.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer1-2 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen6
  • I.d.R. Berufsausbildung im Sozial-, Gesundheits- oder Bildungswesen
  • Zusätzlich mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Oder Ausbildung z.B. als Gymnastiklehrer/in + mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Oder Hochschulabschluss als Sportlehrer/in + mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Üblicherweise mittlerer Bildungsabschluss
  • I.d.R. erweitertes Führungszeugnis

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Motopäde/in?

Motopäden/innen verdienen typischerweise 3.475 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Träger und Region bewegt sich das Einkommen zwischen 2.906 € und 4.085 €.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Motopädin?

Die staatlich anerkannte Weiterbildung dauert in Vollzeit in der Regel ein bis zwei Jahre. Entscheidest du dich für eine Teilzeitform, kann sich die Dauer entsprechend verlängern.

Ist der Beruf als Motopäde/in körperlich anstrengend?

Der Beruf fordert eine solide körperliche Belastbarkeit. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, eine gute Bewegungskoordination und klares Fernsehvermögen, um Übungen vorzumachen, Patient/innen zu sichern und Bewegungsabläufe präzise zu beobachten.

Wie sind die Berufsaussichten als Motopäde/in?

Die Berufsaussichten als Motopäde/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern sehr entgegenkommt. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass weitere Stellen frei werden. Langfristig finden Arbeitgeber jedoch schneller Personal, weshalb die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 etwas zunimmt.

Welche digitalen Skills braucht man als Motopäde/in?

Im Praxisalltag arbeitest du routiniert mit Dokumentenmanagementsystemen, elektronischen Patientenakten und Praxisverwaltungssystemen. Du solltest also Befunde digital ablegen, Therapiepläne in ein PVS einpflegen und Berichte am Bildschirm auswerten können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Motopäde/in?

Du wechselst häufig zwischen Therapie-, Sport- und Büroräumen und hast engen Körperkontakt mit Kindern, Erwachsenen oder Senior/innen mit Behinderungen. Gleichzeitig trägst du fachliche Verantwortung, weil deine Diagnosen und Maßnahmen die Entwicklung der Klient/innen unmittelbar beeinflussen.

Kann man sich als Motopäde/in selbständig machen?

Ja, viele Motopäden/innen arbeiten freiberuflich oder eröffnen eine eigene Praxis für Motopädie bzw. Mototherapie. Dafür musst du die Praxis beim örtlichen Gesundheitsamt registrieren lassen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Motopäden/innen?

Fachkurse in Psychomotorik, Sensomotorik, Entspannungstherapien oder Heil- und Sonderpädagogik vertiefen dein Know-how. Außerdem kannst du dich in Bereichen wie Sportphysiotherapie, Rehabilitation oder Gesundheitsförderung spezialisieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Motopäde/in?

Ein Aufstieg gelingt vor allem über ein Bachelor- oder Masterstudium, etwa in Heilpädagogik, Ergotherapie oder Physiotherapie. Mit einem Master oder sogar einer Promotion in Heilpädagogik kannst du dich zudem für wissenschaftliche Tätigkeiten qualifizieren.

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