Immobilienmakler/Immobilienmaklerin
Auch bekannt als: Immobilienberater/in · Estate agent (m/f)
Über den Beruf
Immobilienmakler/innen vermitteln Wohn- und Gewerbeobjekte aller Art. Sie holen Angebote von Eigentümer/innen ein, prüfen Lage, Infrastruktur und Konkurrenz und setzen anhand von Vergleichsdaten den Marktpreis fest. Für jedes Objekt erstellen sie aussagekräftige Exposés, kombinieren Grundrisse, Fotos und Renditeberechnungen und speisen die Daten in Maklersoftware oder digitale Vermietungsplattformen ein. Bei Besichtigungen zeigen sie Energieausweise, beantworten Detailfragen und verhandeln Kauf- oder Mietkonditionen. Interessierte beraten sie zu Finanzierungswegen und bereiten Kauf- oder Mietverträge vor. Im laufenden Management kalkulieren sie Mieten, überwachen Zahlungseingänge, organisieren Eigentümerversammlungen und veranlassen Instandhaltungen. Neue Wohntrends wie Mikroapartments, Cluster- oder Tiny Houses sowie Smart-Home-Technik behalten sie dabei im Blick, um passende Lösungen vorzuschlagen. Mit einem stimmigen Preis und transparenten Unterlagen führen sie Eigentümer und Interessent/innen zum Vertragsabschluss.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird oft eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung in der Immobilienwirtschaft oder ein passendes Studium vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Immobilienmakler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.486 € brutto im Monat. Je nach Berufserfahrung, Provisionserfolg und Region kannst du zwischen 3.443 € und 5.869 € verdienen. Schwankungen sind in diesem provisionsabhängigen Beruf normal – bei sehr erfolgreichen Abschlüssen ist auch mehr möglich.
Wie sind die Berufsaussichten als Immobilienmakler/in?
Die Berufsaussichten als Immobilienmakler/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Allerdings wird die Beschäftigung bis 2040 voraussichtlich schrumpfen, sodass das Angebot an Arbeitsplätzen langfristig etwas abnimmt. Zudem rechnet man mit weniger Altersabgängen als in vielen anderen Berufen, wodurch weniger Stellen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Immobilienmakler/in?
Die Tätigkeit wechselt zwischen Büro, Außendienst und Homeoffice. Ein großer Teil besteht aus Bildschirmarbeit, etwa beim Pflegen von Objekt- und Kundendaten oder dem Anpassen von Online-Anzeigen. Unregelmäßige Termine in den Abendstunden oder am Wochenende sind üblich, weil sich Besichtigungen nach der Zeit der Interessent/innen richten. Der ständige Kundenkontakt erfordert dabei viel Kommunikationsgeschick.
Womit arbeitet man als Immobilienmakler/in?
Zum Alltag gehören die Immobilien selbst – Häuser, Wohnungen, Grundstücke – sowie zahlreiche Dokumente wie Planunterlagen, Fotos und Energieausweise. Im Büro nutzt du PC, Smartphone, Telefon und spezialisierte Maklersoftware, um Angebote zu publizieren und Kundendaten zu verwalten. Unterwegs verschaffst du dir per Tablet oder Handy Zugriff auf alle relevanten Informationen.
Kann man sich als Immobilienmakler/in selbständig machen?
Ja, viele Immobilienmakler/innen wagen den Schritt in die Selbständigkeit. Häufig gründen sie ein eigenes Maklerbüro oder eine Agentur, die zusätzlich Verwaltungsaufgaben für Immobilien übernimmt. Damit gewinnst du unternehmerische Freiheit, trägst aber auch das volle wirtschaftliche Risiko.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Immobilienmakler/in?
Regelmäßige Weiterbildung hält dich fachlich auf dem neuesten Stand. Beliebte Themen sind Immobilienbewertung, Haus- und Grundstücksverwaltung, Baufinanzierung, Vertragsrecht, Marketing oder Controlling. Auch Kurse im Facility Management bieten neue Perspektiven.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Immobilienmakler/in?
Ein Karriereschritt ist die Aufstiegsweiterbildung zum/zur Immobilienfachwirt/in oder zum/zur Betriebswirt/in für Immobilien (Bachelor Professional). Darauf aufbauend eröffnet ein Bachelor- oder Masterstudium in Facility Management, Technischem Gebäudemanagement oder Baubetriebswirtschaft den Zugang zu Leitungsfunktionen. Wer wissenschaftlich arbeiten möchte, kann anschließend in der Immobilienwirtschaft auch promovieren.
