Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau
Auch bekannt als: Kaufmann/-frau - Treuhand/Immobilien · Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Bauträger ·
Über den Beruf
Immobilienkaufleute kaufen und verkaufen Grundstücke, vermieten Wohnungen und begleiten Bauprojekte von der ersten Kalkulation bis zur Abnahme. Sie prüfen Lage, Zustand und Potenzial eines Objekts, erstellen Marktwertanalysen, kalkulieren Preise und gestalten aussagekräftige Exposés. Bei Besichtigungen führen sie Interessenten durch das Gebäude, verhandeln Konditionen und bereiten Verträge vor. In der Verwaltung beraten sie Mieter und Eigentümer, organisieren Reparaturen, leiten Versammlungen und erstellen Betriebs- sowie Hausgeldabrechnungen. Für Neubau- oder Sanierungsvorhaben kalkulieren sie Kosten, überwachen den Fortschritt per Building Information Modeling und stimmen sich mit Architekten ab. Digitale DMS, Algorithmic Decision Making und Smart Contracts unterstützen sie bei Bewertung, Dokumentation und rechtssicherem Abschluss. Mit Marketingkampagnen in Online-Portalen verfolgen sie Markttrends und halten Immobilien wettbewerbsfähig.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Immobilienkaufmann/-frau?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.101 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.372 € und 5.104 €. Mit zusätzlicher Verantwortung in der Objektverwaltung oder im Vertrieb kann dein Einkommen weiter steigen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Immobilienkaufmann/-frau?
Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du rund 1.170 € brutto im Monat, im zweiten Jahr 1.278 € und im dritten 1.390 €. Insgesamt liegt die durchschnittliche Ausbildungsvergütung damit bei etwa 1.281 €. Je nach Bundesland und Tarifvertrag können die Beträge leicht abweichen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Immobilienkaufmann/-frau?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Bei sehr guten Leistungen kannst du die Lehrzeit in Abstimmung mit Betrieb und Berufsschule häufig auf 2,5 Jahre verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Immobilienkaufleute?
Wichtig sind vor allem Mathematik, Wirtschaft und Deutsch. Damit bist du in der Lage, Finanzierungspläne zu erstellen, betriebswirtschaftliche Auswertungen zu lesen und Verträge klar zu formulieren.
Wie sind die Berufsaussichten als Immobilienkaufmann/-frau?
Die Berufsaussichten als Immobilienkaufmann/-frau sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind daher oft schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass das Gesamtstellenangebot langfristig etwas kleiner werden könnte. Außerdem gibt es in diesem Beruf weniger Altersabgänge als in anderen, sodass vergleichsweise wenige Stellen durch Ruhestand frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Immobilienkaufmann/-frau?
Digitale Technik prägt den Berufsalltag zunehmend. Du solltest z. B. Dokumentenmanagement-Systeme beherrschen, mit Vertragsgeneratoren arbeiten und vernetzte Gebäude über entsprechende Software überwachen können. Auch Building Information Modeling oder algorithmische Marktwertanalysen kommen immer häufiger zum Einsatz.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Immobilienkaufmann/-frau?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Bildschirmarbeit im Büro und Terminen vor Ort bei Objekten oder Kundschaft. Unregelmäßige Arbeitszeiten am Abend oder Wochenende sind ebenso üblich wie der ständige Wechsel zwischen administrativen Aufgaben und persönlicher Beratung. Dabei musst du zahlreiche Gesetze von Miet- bis Steuerrecht einhalten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Immobilienkaufmann/-frau?
Nach der Ausbildung kannst du dich in vielen Fachrichtungen weiterbilden, zum Beispiel in Vertragsrecht, Verkehrswertermittlung, Haus- und Grundstücksverwaltung oder Facility Management. Seminare im Finanz- und Rechnungswesen oder Controlling eröffnen dir zusätzliche Einsatzfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Immobilienkaufmann/-frau?
Typische Aufstiegsschritte führen über eine anerkannte Aufstiegsweiterbildung, etwa zur Immobilienfachwirt/in oder zum/zur Betriebswirt/in für Immobilien. Mit einem anschließenden Bachelor- oder Masterstudium in Immobilienwirtschaft, Betriebswirtschaftslehre oder Business Administration kannst du darüber hinaus Führungsaufgaben übernehmen oder in die strategische Unternehmensentwicklung wechseln.
