Futtermeister/Futtermeisterin
Über den Beruf
Futtermeister/innen ermitteln für jedes Tier die passende Futterration und stellen Mischungen präzise zusammen. Sie prüfen Heu, Silage oder Kraftfutter nach Aussehen, Geruch und Konsistenz, kontrollieren Vorräte und organisieren Nachschub. In modernen Betrieben programmieren sie Herdenmanagementsysteme oder automatisierte Fütterungsanlagen, überwachen Sensordaten und passen Pläne an das Fressverhalten an. Täglich beobachten sie Rinder, Schweine oder Geflügel, dokumentieren Futteraufnahme und Gesundheitszustand und informieren bei Auffälligkeiten den Tierarzt. Sie warten Tränken, Silos und Mischwagen, sorgen für hygienische Lagerbedingungen und achten strikt auf Tierschutz- und Futtermittelrecht. Als Führungskräfte planen sie Schichtpläne, weisen Mitarbeitende ein und kalkulieren Futterkosten. Damit sichern sie eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche Ernährung der Tierbestände.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird für den Zugang eine Aus- oder Weiterbildung in der Tierpflege oder Tierwirtschaft vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Futtermeister/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.751 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.844 € und 4.901 €.
Wie sind die Berufsaussichten als Futtermeister/in?
Die Berufsaussichten als Futtermeister/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was den Markt langfristig etwas einbremsen kann.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Futtermeister/in?
Du arbeitest überwiegend in Stallungen, Lagerräumen und gelegentlich im Freien, häufig bei Kälte, Hitze oder Zugluft. Körperlich bist du viel auf den Beinen, hantierst mit Futtersäcken und reinigst Anlagen, was Schmutz- und Geruchseinflüsse mit sich bringt. Gleichzeitig trägst du Verantwortung für Mitarbeitende und musst strenge Tierschutz- sowie Hygieneregeln einhalten.
Womit arbeitet man als Futtermeister/in?
Zum Einsatz kommen Futtermischmaschinen, Siloentnahmesysteme, Futtertröge, Kipptränken und digitale Herdenmanagementprogramme. Du hast täglich Umgang mit Nutztieren wie Rindern, Schweinen, Geflügel, Schafen oder Pferden. Rechtliche Unterlagen – etwa Tierschutz- und Hygieneverordnungen sowie Nährstofftabellen – gehören ebenso zu deinem Arbeitsmaterial.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Futtermeister/innen?
Fachspezifische Kurse in Tierzucht, Tierhaltung oder allgemein in der Landwirtschaft halten dein Wissen aktuell. Lehrgänge mit tiermedizinischen Inhalten helfen dir, Gesundheitsprobleme schneller zu erkennen und Fütterungskonzepte noch präziser anzupassen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Futtermeister/in?
Ein nächster Schritt ist die Meisterqualifikation, etwa als Tierwirtschaftsmeister/in für Rinder-, Schweine- oder Geflügelhaltung oder als Pferdewirtschaftsmeister/in. Auch der Titel Landwirtschaftsmeister/in eröffnet Leitungspositionen in größeren Betrieben. Mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Agrarwissenschaft oder Pferdewirtschaft kannst du darüber hinaus in Beratung, Management oder Forschung aufsteigen.
