Landwirtschaftsmeister/Landwirtschaftsmeisterin
Auch bekannt als: Meister/Meisterin für Agrochemie · Meister/Meisterin für Pflanzenproduktion ·
Über den Beruf
Landwirtschaftsmeister/innen steuern landwirtschaftliche Betriebe, planen Arbeitsabläufe und übernehmen die wirtschaftliche Gesamtverantwortung. Sie legen Fruchtfolgen, Saatgut und Düngepläne fest, bestimmen Futterrationen in der Tierhaltung und entscheiden, welche Maschinen wann eingesetzt werden. Dazu verhandeln sie mit Lieferanten, beschaffen Futtermittel, Saatgut oder Ersatzteile und kalkulieren Angebote für Abnehmer. Als Führungskräfte leiten sie Mitarbeitende an, bilden Auszubildende aus und setzen Arbeitsschutzmaßnahmen um. In kleineren Höfen packen sie selbst mit an, überwachen Tiergesundheit und Pflanzenbestände und greifen bei Schädlings- oder Krankheitsbefall ein. Moderne Farm-Management-Systeme, Drohnen und sensorgesteuerte Roboter nutzen sie, um Bewässerung, Düngung und Ernte präzise zu steuern. Sie führen Feldversuche durch, betreiben Biogasanlagen und entwickeln Konzepte zur Förderung der Biodiversität. Jede Entscheidung zielt darauf, Erträge zu sichern und den Betrieb langfristig wettbewerbsfähig zu halten.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- Berufsausbildung in einem anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf, z.B. als Landwirt/in
- Zusätzlich entsprechende Berufspraxis in der Landwirtschaft
- Alternativ mind. 5 Jahre Berufspraxis in der Landwirtschaft
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Landwirtschaftsmeister/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.713 € brutto im Monat. Je nach Betriebsgröße, Erfahrung und Region kannst du zwischen 2.998 € und 4.627 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Landwirtschaftsmeister/in?
Die Weiterbildung zum/zur Landwirtschaftsmeister/in ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Je nach Bildungsanbieter, Unterrichtsform (Vollzeit oder berufsbegleitend) und deiner Vorerfahrung reicht die Vorbereitungszeit von kompakten Vollzeitkursen bis hin zu längeren Teilzeitmodellen.
Ist der Beruf als Landwirtschaftsmeister/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst und montierst Maschinenteile, arbeitest oft in gebückter Haltung und bist bei Wind und Wetter draußen unterwegs; dabei müssen Rücken, Arme und Hände belastbar sein und deine Haut sollte den Kontakt mit Chemikalien aushalten.
Wie sind die Berufsaussichten als Landwirtschaftsmeister/in?
Die Berufsaussichten als Landwirtschaftsmeister/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering, offene Stellen werden schnell besetzt – das erhöht den Konkurrenzdruck. Bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter. Positiv wirkt, dass viele Altersabgänge erwartet werden und dadurch neue Stellen nachbesetzt werden müssen.
Welche digitalen Skills braucht man als Landwirtschaftsmeister/in?
In modernen Betrieben gehören digitale Systeme fest zum Arbeitsalltag. Du solltest Agrarroboter und automatische Fütterungs- oder Melksysteme steuern können, Drohnen zur Pflanzenkontrolle einsetzen und Farm-Management-Software auswerten. Sensor-Netzwerke wie LP-WAN oder Geburtsüberwachungssysteme liefern dir Echtzeitdaten, die du in deine Entscheidungen einbeziehst.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Landwirtschaftsmeister/in?
Du sitzt am PC, bedienst schwere Maschinen wie Mähdrescher, packst per Hand an und trägst dabei Schutzkleidung gegen Lärm, Staub oder Pflanzenschutzmittel. Regelmäßig hast du Kontakt zu Mitarbeitenden, Kundschaft und Lieferanten und trägst Verantwortung für Tiere, Pflanzen und teure Technik.
Kann man sich als Landwirtschaftsmeister/in selbständig machen?
Ja, Landwirtschaftsmeister/innen können sich mit einem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb selbständig machen. Als Betriebsleiter/in entscheidest du dann selbst über Anbaupläne, Investitionen und Personal.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Landwirtschaftsmeister/in?
Für dein fachliches Update stehen zahlreiche Spezialkurse offen, etwa zu Pflanzenschutz, Tierzucht oder Weinbau. Solche Seminare helfen dir, neue Anbauverfahren kennenzulernen oder dich in Tierhaltung und Pflege auf den neuesten Stand zu bringen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Landwirtschaftsmeister/in?
Mit Berufserfahrung kannst du dich beispielsweise zum/zur Internationale/n Meister/in weiterqualifizieren. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Agrarwissenschaft, Agrarmanagement, Landschaftsökologie, Naturschutz oder Agrarbiologie eröffnet dir zudem den Weg zu Leitungsaufgaben in Beratung, Forschung oder Behörden.
