Agrarwissenschaft (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Agrarwissenschaft (Bachelor)

Auch bekannt als: Agrarwissenschaftler/in / Agrarökonom/in · Agronom/inAgrarwissenschaftler/inAgricultural economist (m/f)Agricultural scientist (m/f) ·

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Freien (z.B. auf Anbau- oder Versuchsanbauflächen) und in Tierställen · in Labors · in Hörsälen und Seminarräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge2

Über den Beruf

Agrarwissenschaftler/innen und Agrarökonom/innen steuern die Erzeugung und Vermarktung von pflanzlichen sowie tierischen Produkten. Sie planen Arbeitsketten vom Acker bis zur Verarbeitung, kalkulieren Kosten und optimieren den Mitteleinsatz. Dazu entwickeln sie Saat-, Futter- und Düngemittel oder testen neue Landmaschinen im Versuchsanbau. Aus Versuchsdaten leiten sie Empfehlungen für Erträge, Qualität und Umweltschutz ab. Im Vertrieb erklären sie Landwirt/innen die Wirkung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, führen Preisverhandlungen oder beschaffen Rohstoffe für Lebensmittelbetriebe. Auf politischer Ebene analysieren sie Agrarmärkte, erstellen Stellungnahmen und prüfen Förderprogramme. Oft übernehmen sie Leitungsaufgaben, koordinieren Mitarbeitende und beraten Behörden, Verbände oder internationale Projekte etwa zum Aufbau von Biogas- und Biomasseanlagen. So prägen sie Entscheidungen entlang der gesamten Agrarwertschöpfungskette.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen5
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Vorpraktikum

Passende Studiengänge2

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Agrarwissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.519 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Unternehmensgröße und Region kannst du zwischen 3.741 € und 5.754 € verdienen.

Wie lange dauert das Agrarwissenschaft-Studium?

Das Bachelorstudium Agrarwissenschaft dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre. Je nach Hochschule kann sich die Studiendauer durch Praxissemester oder ein duales Modell leicht verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Agrarwissenschaft?

Gefragt sind vor allem Physik, Chemie, Biologie, Mathematik, Wirtschaft/Recht und Englisch. Mit soliden Vorkenntnissen in diesen Fächern fällt dir der Einstieg in Statistik, Umweltchemie oder das Lesen englischsprachiger Fachtexte leichter.

Ist der Beruf als Agrarwissenschaftler/in körperlich anstrengend?

Er erfordert eine robuste Gesundheit, denn du arbeitest teils draußen bei jedem Wetter und entnimmst Proben auf dem Feld. Gesunde Haut, funktionstüchtige Arme und Hände sowie belastbare Atemwege sind wichtig, weil du mit Pflanzenschutzmitteln, Staub oder Tierhaaren in Kontakt kommst.

Wie sind die Berufsaussichten als Agrarwissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Agrarwissenschaftler/in sind eher schwierig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist derzeit gering – offene Stellen sind meist schnell besetzt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass Arbeitgebende leichter Personal finden.

Welche digitalen Skills braucht man als Agrarwissenschaftler/in?

Digitale Technologien gehören zum Alltag: Farm-Management-Systeme, Agrarroboter, automatische Melk- und Fütterungssysteme oder Drohnentechnik liefern Daten, die du auswerten und steuern musst. Auch BPM-Software und digitale topografische Karten solltest du sicher einsetzen, um Prozesse zu analysieren und Flächen effizient zu bewirtschaften.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Agrarwissenschaftler/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Büro-, Labor- und Außeneinsätzen und bringt Verantwortung für Mitarbeitende sowie intensiven Kundenkontakt mit sich. Du arbeitest mit Maschinen, digitalen Systemen und Tieren oder Pflanzen und musst dabei vielfältige Umwelt-, Tierwohl- und Lebensmittelvorschriften einhalten.

Kann man sich als Agrarwissenschaftler/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Agrarwissenschaftler/innen führen zum Beispiel einen eigenen oder gepachteten landwirtschaftlichen Betrieb, arbeiten freiberuflich im Sachverständigenwesen, beraten Unternehmen oder betreiben Handel im Agrarfachhandel.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Agrarwissenschaftler/in?

Aufstiegschancen eröffnen sich nach dem Bachelor vor allem durch ein Masterstudium in Agrarwissenschaft, Agrarmanagement oder Gartenbau. Anschließend kannst du mit einer Promotion deine Position in Forschung, Agrarindustrie oder öffentlicher Verwaltung deutlich stärken.

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