Pferdewirtschaftsmeister/Pferdewirtschaftsmeisterin Fachrichtung Pferdehaltung und Service – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Pferdewirtschaftsmeister/Pferdewirtschaftsmeisterin Fachrichtung Pferdehaltung und Service

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Pferdeställen · im Freien auf Weideflächen, Reitplätzen und Pferdekoppeln · in Reithallen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauerca. 16-24 Monate (Teilzeit)
Offene Stellen5

Über den Beruf

Pferdewirtschaftsmeister/innen der Fachrichtung Pferdehaltung und Service steuern den gesamten Ablauf eines Reiterhofs, Gestüts oder einer Reitschule. Sie planen Stall- und Weidebelegung, wählen passendes Futter, koordinieren Tierärzte sowie Hufpflege und prüfen laufend Tiergesundheit und Hygiene. Arbeitspläne, Personalführung und die Ausbildung von Fachkräften gehören ebenso dazu wie Kalkulation, Investitionsentscheidungen und Kostenkontrolle. Sie vermarkten Pferde und Dienstleistungen, bereiten Tiere für Turniere oder Verkaufsschauen vor und verhandeln mit Kundschaft, Zuchtverbänden und Dienstleistern. Digitale Stallmanagementsysteme und automatische Fütterungsanlagen nutzen sie, um Gesundheitsdaten zu dokumentieren und Prozesse zu optimieren. Wer einen eigenen Betrieb führt, definiert Geschäftsziele, legt Betriebsstrategien fest und überprüft mit Controllingberichten, ob der Hof profitabel bleibt.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Meister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauerca. 16-24 Monate (Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. Berufsausbildung in einem anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf, z.B. als Pferdewirt/in
  • Zusätzlich entsprechende Berufspraxis in der Pferdewirtschaft oder in landwirtschaftlichen Betrieben mit Pferdehaltung
  • Alternativ mind. 5 Jahre Berufspraxis in der Pferdewirtschaft oder in landwirtschaftlichen Betrieben mit Pferdehaltung

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Pferdewirtschaftsmeister/in?

Das Bruttojahresgehalt liegt typischerweise bei 39.816 € pro Jahr. Betriebsgröße, regionale Unterschiede und der Umfang deiner Leitungsaufgaben können das Einkommen nach oben oder unten verschieben.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Pferdewirtschaftsmeister/in?

Die Meisterweiterbildung dauert in Teilzeit meist 16 bis 24 Monate. Abhängig von Bildungsanbieter, Lehrgangsform und deinem Lerntempo kann sie etwas kürzer oder länger sein.

Ist der Beruf als Pferdewirtschaftsmeister/in körperlich anstrengend?

Ja, die Arbeit ist körperlich fordernd. Du brauchst kräftige Arme und eine belastbare Wirbelsäule, musst Pferde führen, Ställe ausmisten und oft den ganzen Tag im Gehen oder Reiten verbringen. Wetterfestigkeit und eine gute Koordination sind ebenfalls wichtig, weil du bei jedem Wetter drinnen und draußen arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Pferdewirtschaftsmeister/in?

Die Berufsaussichten als Pferdewirtschaftsmeister/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040, außerdem ist der Fachkräftemangel aktuell gering, sodass offene Stellen schnell besetzt sind. Zugleich werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen. Positiv für Bewerber/innen: Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig sinkt.

Welche digitalen Skills braucht man als Pferdewirtschaftsmeister/in?

Digitale Stalltechnik gehört inzwischen zum Alltag. Du solltest automatische Fütterungssysteme überwachen können und mit Dokumentenmanagement-Software umgehen, um Gesundheits- und Bewegungsdaten der Pferde zu pflegen und auszuwerten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pferdewirtschaftsmeister/in?

Die Tätigkeit verbindet Handarbeit im Stall mit Büroarbeit am Bildschirm. Verantwortung für Tiere, Personal und hohe Sachwerte sowie intensiver Kundenkontakt auf Turnieren oder am Telefon prägen den Alltag. Häufige Dienstreisen zu Zuchtschauen, Arbeit im Freien bei jedem Wetter und das Tragen von Schutzausrüstung kommen hinzu.

Kann man sich als Pferdewirtschaftsmeister/in selbständig machen?

Ja, viele Pferdewirtschaftsmeister/innen eröffnen einen eigenen Reiterhof, ein Gestüt oder eine Reitschule. Als Betriebsleiter/in steuerst du Personal, Finanzen und Marketing und kannst dein persönliches Hofkonzept verwirklichen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pferdewirtschaftsmeister/in?

Fachspezifische Lehrgänge in Tierzucht, Tierhaltung oder Tierpflege erweitern dein Wissen und erlauben dir, zusätzliche Angebote wie Jungtieraufzucht oder Pensionspferdehaltung professionell anzubieten. Solche Kurse halten dich zudem auf dem neuesten Stand bei rechtlichen Vorgaben und Tiergesundheit.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Pferdewirtschaftsmeister/in?

Ein nächster Karriereschritt kann die Prüfung zum/zur Internationalen Meister/in sein. Darüber hinaus verschafft dir Auch Studiengänge wie Agrarwissenschaft oder Tiermedizin eröffnen weitere Wege in Forschung, Beratung oder Veterinärpraxis.

5 Stellenangebote ansehen