Berufsberater/Berufsberaterin
Auch bekannt als: Careers advisor (m/f)
Über den Beruf
Berufsberater/innen unterstützen Menschen dabei, den passenden Ausbildungs- oder Karriereweg zu finden. Sie führen Einzelgespräche mit Schüler/innen, Hochschulabsolvent/innen oder Arbeitsuchenden, analysieren Fähigkeiten, Interessen und Lebenslage. Anschließend informieren sie über Ausbildungswege, Studiengänge, Branchen und Arbeitsmarkttrends. Häufig optimieren sie Bewerbungsunterlagen, trainieren Vorstellungsgespräche und vermitteln Praktikumsplätze. Für Unternehmen und Bildungseinrichtungen entwickeln sie Informationsveranstaltungen, halten Vorträge auf Messen und koordinieren Kooperationen mit Schulen, Kammern und Betrieben. Bei beruflicher Neuorientierung empfehlen sie Weiterbildungen oder Umschulungen, begleiten die Umsetzung und dokumentieren jeden Schritt. Zudem unterstützen sie Zugewanderte, indem sie Qualifikationen einschätzen, Sprachförderbedarf prüfen und passende Stellen akquirieren. So treffen Ratsuchende fundierte Entscheidungen für ihren Berufsweg.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für Tätigkeiten in Agenturen für Arbeit oder Jobcentern wird in der Regel ein Studium im Bereich Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit verlangt. Bei privaten Arbeitsvermittlungen werden häufig eine Weiterbildung oder ein Studium in Lehre und Wissenschaft von der Erziehung Pädagogik oder Sozialwissenschaften erwartet.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Berufsberater/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.276 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region sind zwischen 3.467 € und 5.509 € möglich.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Berufsberater/in?
Die Tätigkeit kombiniert persönlichen Kundenkontakt mit viel Bildschirmarbeit. Du bearbeitest sensible Entscheidungen, musst dabei Rechtsvorschriften und Berufsbildungsrecht einhalten und trägst Verantwortung für die berufliche Zukunft deiner Klient/innen. Die Arbeit findet meist in Büroräumen statt, wechselt aber bei Schulungen oder Workshops in Unterrichtsräume.
Kann man sich als Berufsberater/in selbständig machen?
Ja, Berufsberater/innen können sich selbständig machen, etwa mit einem privaten Karriereberatungsinstitut oder als freiberufliche Karriereberater/innen. Das eröffnet die Möglichkeit, individuelle Coachings anzubieten und eigene Beratungskonzepte umzusetzen.
Wie sind die Berufsaussichten als Berufsberater/in?
Die Berufsaussichten als Berufsberater/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig steigt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber schneller geeignete Fachkräfte finden. Außerdem sind weniger Altersabgänge zu erwarten als in vielen anderen Berufen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Berufsberater/innen?
Für den beruflichen Aufstieg kommen Studiengänge wie Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung, Personalmanagement oder Verwaltungsmanagement infrage. Mit einem Studium in arbeitsmarktorientierter Beratung oder Public Management kannst du zusätzlich Führungsaufgaben übernehmen oder dich in Spezialthemen vertiefen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Berufsberater/innen?
Berufsberater/innen können sich in Themen wie Berufs- und Karriereplanung, Personalberatung und -vermittlung oder Betriebliche Aus- und Fortbildung weiterbilden. Angeboten werden auch Kurse zu Psychologie, Arbeitsrecht oder Bewerbungstraining, um das eigene Beratungsspektrum zu erweitern.
Womit arbeitet man als Berufsberater/in?
Im Beratungsalltag nutzen Berufsberater/innen Bewerbungsunterlagen, Formulare, Stellengesuche, Rechtsvorschriften und Fachbroschüren. Digitale Werkzeuge wie Job- und Weiterbildungsdatenbanken, PC, Telefon oder Videokonferenztools unterstützen dich bei Recherche und Kundengesprächen.
