Verwaltungsmanagement, Public Management (Master)
Über den Beruf
Verwaltungswirte und Verwaltungsbetriebswirte analysieren Verwaltungsabläufe, ordnen Sachverhalte nach Gesetzen ein und bereiten Entscheidungen für Politik und Behördenleitung vor. Sie prüfen Bauanträge, planen Verkehrsprojekte oder bearbeiten Sozial- und Migrationsfälle. Mit Blick auf Kosten erfassen sie Ausgaben, erstellen Haushaltspläne, führen Controlling durch und zeigen Einsparpotenziale auf. Sie entwickeln Organisationskonzepte, digitalisieren Prozesse mit Dokumenten- oder Business-Process-Management-Systemen und prüfen den Einsatz von KI-basierten Chatbots im Bürgerservice. In Rechtsreferaten entwerfen sie Verordnungen, interpretieren bestehende Normen und kontrollieren deren Umsetzung. Erfahrene Kräfte leiten eigene Sachgebiete, führen Teams und schulen Mitarbeitende in neuen EDV-Verfahren. Auch privatwirtschaftliche Organisationen ziehen das kombinierte Verwaltungs- und Betriebswirtschaftswissen heran, etwa für Beratungsaufträge.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Verwaltungsmanagement oder Public Management
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Ggf. Englischkenntnisse
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Verwaltungswirt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.827 € brutto im Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung und je nach Standort kannst du zwischen 4.870 € und 6.912 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Verwaltungswirt/in?
Die Berufsaussichten als Verwaltungswirt/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040, sodass insgesamt weniger Stellen entstehen. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering, offene Positionen werden schnell besetzt – die Konkurrenz unter Bewerbern steigt. Positiv wirkt, dass viele Altersabgänge erwartet werden und dadurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Verwaltungswirt/in?
In der digitalen Verwaltung sind Kenntnisse in Business-Process-Management-Systemen, Dokumentenmanagement und Bewerbermanagementsoftware gefragt. Du solltest außerdem wissen, wie man Chatbots zur Bürgerkommunikation plant, digitale Grundbücher nutzt und den Personaleinsatz über Workforce-Management-Tools steuert.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verwaltungswirt/in?
Der Arbeitsalltag spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro- oder Besprechungsräumen ab und erfordert konzentrierte Arbeit mit umfangreichen Gesetzestexten. Häufig übernimmst du Verantwortung für Mitarbeitende, Sachwerte und Kundentermine am Schalter oder telefonisch. Ständige Rechtsänderungen und Budgetvorgaben machen die Tätigkeit anspruchsvoll, aber planbar.
Womit arbeitet man als Verwaltungswirt/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Wirtschaftlichkeitsanalysen, Haushalts- und Ablaufpläne sowie Statistiken, die du meist digital bearbeitest. Neben PC, Internetzugang und Telefon nutzt du Akten, Anträge und rechtliche Vorschriften, um Entscheidungen vorzubereiten oder Berichte zu erstellen.
Kann man sich als Verwaltungswirt/in selbständig machen?
Ja, möglich ist zum Beispiel eine freiberufliche Tätigkeit als Unternehmensberater/in für öffentliche Verwaltungen oder kommunale Betriebe. Dabei unterstützt du Behörden bei Organisationsentwicklung, Kostenrechnung oder Digitalisierungsprojekten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungswirt/in?
Zur fachlichen Vertiefung bieten sich Lehrgänge in öffentlichem Verwaltungsrecht, Controlling, Finanz- und Rechnungswesen oder betrieblicher Organisation an. Fortbildungen zu Kennzahlen, Revision oder Personal- und Sozialwesen halten dein Wissen aktuell und eröffnen neue Aufgabenfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungswirt/in?
Mit einer Promotion in Verwaltungsmanagement, Public Management oder Staats- und Verwaltungswissenschaft kannst du den Weg in höhere Leitungsfunktionen oder in die Forschung einschlagen. Wer an einer Hochschule lehren möchte, benötigt anschließend meist eine Habilitation, um zur Professur berufen zu werden.
