Staats-, Verwaltungswissenschaft (Master)
Auch bekannt als: Verwaltungswissenschaftler/in · Public Manager/in
Über den Beruf
Verwaltungswissenschaftler/innen gestalten und verbessern Abläufe in Behörden und öffentlichen Institutionen. Mit Kenntnissen aus Politik, Recht und Betriebswirtschaft analysieren sie Organisationsstrukturen, prüfen Vorschriften auf Sinn und Effizienz und entwickeln Reformkonzepte. Sie planen Budgets, erstellen Monats- und Jahresabschlüsse und spüren Einsparpotenziale im Controlling auf. Politische Vorhaben bereiten sie verwaltungstechnisch vor, entwerfen Verordnungen und koordinieren die Umsetzung bis in die Sachbearbeitung. Dabei nutzen sie Business-Process-Management-Systeme sowie Datenanalysen aus Bürgerbefragungen, um Entscheidungen faktenbasiert zu treffen. In Veränderungsprozessen dokumentieren sie Soll-Ist-Abweichungen, leiten Korrekturmaßnahmen ein und begleiten die Mitarbeitenden bei der Umstellung. Auch Fragen des Personalmanagements, der Öffentlichkeitsarbeit oder der europaweiten Kooperation können in ihren Aufgabenbereich fallen. Ergebnis ihrer Arbeit sind schlanke Prozesse und transparente Entscheidungen, die Staat, Wirtschaft und Gesellschaft besser verzahnen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Staats- oder Verwaltungswissenschaft
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. Englischkenntnisse
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Verwaltungswissenschaftler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.827 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Einsatzbereich kannst du zwischen 4.870 € und 6.912 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Verwaltungswissenschaftler/in?
Die Berufsaussichten als Verwaltungswissenschaftler/in sind eher schwierig. Zwar werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch Stellen frei werden. Doch die Beschäftigung schrumpft bis 2040, weshalb insgesamt weniger Jobs angeboten werden. Der Fachkräftemangel ist gering, offene Stellen sind daher schnell besetzt – das erhöht die Konkurrenz. Bis 2040 nimmt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter zu, weil Arbeitgeber leichter qualifizierte Kräfte finden.
Welche digitalen Skills braucht man als Verwaltungswissenschaftler/in?
Digitale Daten- und Prozesskompetenz ist unverzichtbar. Du solltest Augmented-Analytics-Tools beherrschen, um Verwaltungsdaten automatisiert auszuwerten, und dich mit Bürgerkonten oder dem digitalen Grundbuch für E-Government-Projekte auskennen. Wer lehrt oder schult, setzt zudem häufig Blended-Learning-Plattformen und digitale Tafeln ein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verwaltungswissenschaftler/in?
Die Arbeit ist stark büro- und bildschirmorientiert und erfordert die Einhaltung zahlreicher Vorschriften. Verantwortung für Teams und Sachwerte sowie Kundenkontakt in der Öffentlichkeitsarbeit gehören dazu. Bei international ausgerichteten Arbeitgebern bist du mitunter länger dienstlich unterwegs.
Womit arbeitet man als Verwaltungswissenschaftler/in?
Zum Alltag gehören umfangreiche Unterlagen wie Wirtschaftlichkeitsanalysen, Organisationspläne, Jahresabschlüsse und Rechtsvorschriften. Diese bearbeitest und stimmst du überwiegend am PC mit gängiger Bürosoftware, Telefon und Internet ab.
Kann man sich als Verwaltungswissenschaftler/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Verwaltungswissenschaftler/innen arbeiten freiberuflich als Unternehmensberater/innen, etwa für Organisations- und Prozessoptimierung im öffentlichen Sektor.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungswissenschaftler/in?
Sinnvolle Themen für fachliche Updates sind Verwaltungsrecht, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Projektmanagement oder Public Relations. Solche Kurse helfen dir, auf neue Gesetze, Methoden und Kommunikationswege vorbereitet zu bleiben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungswissenschaftler/in?
Nach dem Master kannst du durch eine Promotion in Staats- oder Verwaltungswissenschaft bzw. Politikwissenschaft aufsteigen. Eine anschließende Habilitation eröffnet dir den Weg zur Professur; der Doktortitel verbessert außerdem deine Chancen auf Leitungspositionen in Verwaltung, Forschung oder Privatwirtschaft.
