Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung) – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung)

Auch bekannt als: Berufspädagoge/-pädagogin · Vocational training specialist (m/f)

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Büroräumen · in Seminar-, Besprechungs- und Unterrichtsräumen
Dauer5-21 Monate
Offene Stellen9

Über den Beruf

Berufspädagogen und Berufspädagoginnen planen betriebliche Aus- und Weiterbildungen, ermitteln Qualifikationsbedarfe und entwickeln passgenaue Lernkonzepte. Sie bereiten Fachinhalte methodisch auf, kombinieren Präsenz- und Online-Formate und setzen moderne Lernmedien wie digitale Tafeln oder Lernplattformen gezielt ein. Während der Schulungen moderieren sie Gruppen, führen beratende Gespräche und lösen Konflikte. Um Lernerfolge messbar zu machen, entwerfen sie Beurteilungsverfahren, leiten Prüfungen an und analysieren die Ergebnisse. Qualität und Wirtschaftlichkeit behalten sie dabei stets im Blick: Sie kalkulieren Kosten, steuern externe Bildungspartner und implementieren Instrumente des Qualitätsmanagements. Außerdem wirken sie an Forschungsprojekten mit, dokumentieren Ergebnisse und passen Programme an neue Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 an. So stellen sie sicher, dass Beschäftigte die Kompetenzen erwerben, die Unternehmen heute und morgen benötigen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauer5-21 Monate
Zugangsvoraussetzungen6
  • I.d.R. Weiterbildungsabschluss als Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin, Fachwirt/in, Fachkaufmann/-frau, Industrie-, Fach- oder Handwerksmeister/in
  • Oder Hochschulstudium + entsprechende Berufserfahrung + Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung
  • Oder Fachschulabschluss + entsprechende Berufserfahrung + Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung
  • Oder Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf + entsprechende Berufserfahrung + Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung
  • Zusätzlich entsprechende Berufserfahrung
  • Zusätzlich erfolgreiche Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Berufspädagoge/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.997 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.146 € und 6.340 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Berufspädagoge/in?

Die Weiterbildung dauert je nach Bildungsanbieter und Lernform 5 bis 21 Monate. Vollzeitkurse lassen sich häufig in wenigen Monaten abschließen, Teilzeitmodelle können sich über mehr als ein Jahr erstrecken.

Welche digitalen Skills braucht man als Berufspädagoge/in?

Berufspädagogen/innen setzen in der Aus- und Weiterbildung zahlreiche digitale Werkzeuge ein. Dazu gehören Blended Learning, Lernplattformen und Apps, digitale Tafeln, Dokumentenkameras, Game-Based Learning sowie das Inverted Classroom Model. Du solltest außerdem mit Dokumentenmanagementsystemen umgehen können und digitale Lernzertifikate verwalten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Berufspädagoge/in?

Die Arbeit erfordert viel Kontakt zu Lernenden und damit Verantwortung für Personen. Häufig wechselst du zwischen Unterrichts- und Schulungsräumen und dem Büro, wo Bildschirmarbeit für Konzept- und Gutachtenerstellung ansteht. Technische Geräte und Demonstrationsmodelle kommen ebenso zum Einsatz wie klassische Präsentationsmedien.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf ist nicht stark körperbetont, verlangt aber funktionstüchtige Arme und Hände, ein sicheres Sprechvermögen sowie gutes Nahsehen. In Unterrichtssituationen musst du auch bei Lärm deutlich sprechen und dank belastbarem Nervensystem ruhig bleiben.

Kann man sich als Berufspädagoge/in selbständig machen?

Ja, Berufspädagogen/innen können sich beispielsweise als freiberufliche Betriebspädagogen selbständig machen. Als Selbständige akquirierst du eigene Trainingsaufträge und entwickelst individuelle Bildungskonzepte für Unternehmen.

Wie sind die Berufsaussichten als Berufspädagoge/in?

Die Berufsaussichten als Berufspädagoge/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen also länger. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Berufspädagogen/innen?

Berufspädagogen/innen können ihre Kenntnisse gezielt ausbauen, etwa in betrieblicher Aus- und Fortbildung, Personalplanung und -entwicklung oder Erwachsenenbildung. Weitere Optionen sind Lernpädagogik, Psychologie, Konfliktmanagement und Mediation, mit denen du dein Profil schärfst.

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